ᐅ Warum gehen die Baupreise nicht runter?
Erstellt am: 15.05.2023 08:17
MachsSelbst 31.05.2024 13:16
sysrun80 schrieb:
Wieso? Die Bank hat die Sicherheiten im Grundbuch.Ob mans glaubt oder nicht, Häuser können auch mal dramatisch an Wert verlieren.
Lass mal den VW im Baunatal das Werk schließen oder drastisch verkleinern, weil man es mangels Bedarf an hochkomplexen 7+ Gang-Automatikgetrieben nicht mehr braucht. Dann purzeln die Preise in der Region schnell ins Bodenlose.
nordanney 31.05.2024 13:51
MachsSelbst schrieb:
Ob mans glaubt oder nicht, Häuser können auch mal dramatisch an Wert verlieren.
Lass mal den VW im Baunatal das Werk schließen oder drastisch verkleinern, weil man es mangels Bedarf an hochkomplexen 7+ Gang-Automatikgetrieben nicht mehr braucht. Dann purzeln die Preise in der Region schnell ins Bodenlose.Wenn man seine Finanzierung aber nicht ändern bzw. nicht verkaufen möchte, ist das total egal. Im schlimmsten Fall vererbt man halt eine wertlose Immobilie, hat dafür aber immer immer ohne doofe Nachbarn Wand an Wand gelebt. Ohne Verkauf passiert zunächst gar nichts. Konsument4 02.07.2024 20:12
Ein Experte äusserte sich in einem Marktupdate so, dass in der jüngeren Vergangenheit bei Angebotsvergleichen größere Preisunterschiede bei gleichem Qualitätsniveau beobachtbar sind (~100 Tsd. EUR). Es wird spekuliert, dass die Auftragslage bei manchen Fertighausherstellern nicht mehr ganz so gut ist und einige Anbieter den Preis anpassen um sich mehr Aufträge zu sichern.
MachsSelbst 02.07.2024 21:19
Ja. Aber will man bei einem Anbieter kaufen/bauen, der ruinöse Preise anbietet, also auf +/- 0 bis unter Selbstkosten geht? Bei einem Massenprodukt, welches ich geliefert kriege und dann bezahle ok. Aber bei einem Haus, wo ich unter Umständen noch erhebliche Mängel anzeige und darauf angewiesen bin?
Wir hatten das in der Pandemie, als alle Uhren stillstanden und unsere Wettbewerber aus der Not heraus angefangen haben bis unter Selbstkosten anzubieten. Da sind wir dann allerspätestens aus der Abwärtsspirale ausgestiegen. 2 von denen sind inzwischen insolvent bzw. wurden aufgekauft und "saniert".
Insofern. Die Abwärtsspirale bei den Preisen, die sich aktuell wohl langsam zu drehen beginnt. Die muss für den Kunden nicht zwingend gut sein. Da werden viele auf der Strecke bleiben und unfertige Häuser hinterlassen.
PS:
Ich hab zwar mit Town & Country gebaut, aber da hatte ich nie den Eindruck, dass die kurz vorm Bankrott stehen, obwohl sie wirklich günstig sind. Wenn die jetzt plötzlich die Preise um 20% senken, fürs selbe Haus. Wo soll das eingespart werden? Das kann ja nur an der Substanz gehen.
Wir hatten das in der Pandemie, als alle Uhren stillstanden und unsere Wettbewerber aus der Not heraus angefangen haben bis unter Selbstkosten anzubieten. Da sind wir dann allerspätestens aus der Abwärtsspirale ausgestiegen. 2 von denen sind inzwischen insolvent bzw. wurden aufgekauft und "saniert".
Insofern. Die Abwärtsspirale bei den Preisen, die sich aktuell wohl langsam zu drehen beginnt. Die muss für den Kunden nicht zwingend gut sein. Da werden viele auf der Strecke bleiben und unfertige Häuser hinterlassen.
PS:
Ich hab zwar mit Town & Country gebaut, aber da hatte ich nie den Eindruck, dass die kurz vorm Bankrott stehen, obwohl sie wirklich günstig sind. Wenn die jetzt plötzlich die Preise um 20% senken, fürs selbe Haus. Wo soll das eingespart werden? Das kann ja nur an der Substanz gehen.
Konsument4 03.07.2024 19:55
Auf die Möglichkeit ruinöser Preise wird in dem Video tatsächlich Bezug genommen und es wird empfohlen sich entsprechend vertraglich abzusichern, wenn man das Gefühl hat, dass es so günstig ist, dass es vlt. zu schön ist, um wahr zu sein. Dass ein Anbieter in Schieflage ist, sei aktuell nicht bekannt.
Außerdem wurden keine Namen von Anbietern genannt, d.h. es ist ja nicht gesagt, dass gerade die günstigen Anbieter im Preis nachgeben.
Mmn. kann es genauso gut sein, dass es Druck auf die Margen gibt. Glaub kaum, dass es auf breiter Front verpasst wurde diese in den Jubeljahren so nach oben zu ziehen, dass jetzt kein Spielraum mehr nach unten ist.
Außerdem wurden keine Namen von Anbietern genannt, d.h. es ist ja nicht gesagt, dass gerade die günstigen Anbieter im Preis nachgeben.
Mmn. kann es genauso gut sein, dass es Druck auf die Margen gibt. Glaub kaum, dass es auf breiter Front verpasst wurde diese in den Jubeljahren so nach oben zu ziehen, dass jetzt kein Spielraum mehr nach unten ist.
thangorodrim 03.07.2024 19:58
Jupp, sehe ich auch nicht so, dass Preissenkungen nur durch ruinöse Kampfpreise möglich sind.
Im Rahmen des Angebotsschocks gingen viele Preise durch die Decke. Die Preiswelle rollte durch die ganze Lieferkette. Preisschwellen, die einmal überschritten wurden, werden nur ungern und langsam aufgegeben (man kennt es ja von der Tankstelle). So lange einen der Wettbewerb noch nicht dazu zwingt, kann man ja noch ein bisschen mit dem Preis oben bleiben und eine schönere Marge mitnehmen (aber früher odre später tanken die Leute dann halt bei dem, der am günstigsten ist). Jetzt läuft das Welle in die andere Richtung, aber wenn das über mehrere Stationen in der Lieferkette geht (und weil das Baugeschäft als Markt sowieso recht träge ist), dauert das halt seine Weile. Selbst wenn der GU billiger werden will, kann er nur ein bisschen von seiner Marge abgeben, aber wenn der Parkettlieferant meint, dass er seine Ware noch extrem teuer verkaufen kann, dann muss der GU halt wo anders günstiger Parkett kaufen...und irgendwann muss sich der Parkettfabrikant nach günstigerem Holz umschauen (Stichwort: Holzpreise brechen ein).
Aber dauert halt alles ein bisschen und Inflation steuert natürlich etwas dagegen.
Im Rahmen des Angebotsschocks gingen viele Preise durch die Decke. Die Preiswelle rollte durch die ganze Lieferkette. Preisschwellen, die einmal überschritten wurden, werden nur ungern und langsam aufgegeben (man kennt es ja von der Tankstelle). So lange einen der Wettbewerb noch nicht dazu zwingt, kann man ja noch ein bisschen mit dem Preis oben bleiben und eine schönere Marge mitnehmen (aber früher odre später tanken die Leute dann halt bei dem, der am günstigsten ist). Jetzt läuft das Welle in die andere Richtung, aber wenn das über mehrere Stationen in der Lieferkette geht (und weil das Baugeschäft als Markt sowieso recht träge ist), dauert das halt seine Weile. Selbst wenn der GU billiger werden will, kann er nur ein bisschen von seiner Marge abgeben, aber wenn der Parkettlieferant meint, dass er seine Ware noch extrem teuer verkaufen kann, dann muss der GU halt wo anders günstiger Parkett kaufen...und irgendwann muss sich der Parkettfabrikant nach günstigerem Holz umschauen (Stichwort: Holzpreise brechen ein).
Aber dauert halt alles ein bisschen und Inflation steuert natürlich etwas dagegen.
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