Ich hoffe, das Thema passt hier ins Forum, wenn nicht, ist der Thread ja auch schnell wieder beendet.
Manchen von Euch ist bereits bekannt, dass wir unser jetziges Wohnhaus verkaufen werden, um unser neues Wohnhaus zu bezahlen. Von Interessenten-Seite habe ich nun ein paar Informationen bekommen, die ich nicht einschätzen kann bzw. mich darüber wundere, dass Banken anscheinend/angeblich so stark Einfluss auf den Kauf einer Bestandsimmobilie nehmen.
Angeblich möchte die Bank ...
... Berechnung der Wohn/Nutzfläche
... vermaßter Grundriss von allen Geschossen, Schnitt-Zeichnungen
... mit einem Bankmitarbeiter vorbeikommen oder einem Gutachter (das weiß ich nicht mehr so genau)
Die Berechnung der Wohn/Nutzfläche und den vermaßten Grundriss aller Geschosse darf man auch nicht selbst machen, das soll eine Firma machen.
... Des Weiteren sagt die Bank eines Interessenten, ohne das Haus gesehen zu haben oder über die Sanierungen/Renovierungen informiert zu sein, ohne jegliche Information über Ausstattung etc., unser Haus wäre "xyz" Euro wert.
Kennt Ihr das auch so? Mir ist diese "Einmischung" der Bank in die Vertragsverhandlungen bzw. die Anforderungen an den Verkäufer Unterlagen für die Bank zu erbringen vollkommen unbekannt. Ich kenne es nur so, dass man (so ist es bei meinem Mann und mir) seine Gehälter, Einkünfte, Sparkonten, Versicherungen etc. offen legt und entweder man bekommt einen Kredit oder eben nicht. Als wir unser Haus kauften haben wir die kreditgebende Bank über unsere Gehälter etc. informiert und damit wir es erledigt. Welches Haus wir mit welchen Quadratmetern in welchen Zimmern kaufen, hat sie nie interessiert.
Danke schon einmal im Voraus für Eure Antworten.
Manchen von Euch ist bereits bekannt, dass wir unser jetziges Wohnhaus verkaufen werden, um unser neues Wohnhaus zu bezahlen. Von Interessenten-Seite habe ich nun ein paar Informationen bekommen, die ich nicht einschätzen kann bzw. mich darüber wundere, dass Banken anscheinend/angeblich so stark Einfluss auf den Kauf einer Bestandsimmobilie nehmen.
Angeblich möchte die Bank ...
... Berechnung der Wohn/Nutzfläche
... vermaßter Grundriss von allen Geschossen, Schnitt-Zeichnungen
... mit einem Bankmitarbeiter vorbeikommen oder einem Gutachter (das weiß ich nicht mehr so genau)
Die Berechnung der Wohn/Nutzfläche und den vermaßten Grundriss aller Geschosse darf man auch nicht selbst machen, das soll eine Firma machen.
... Des Weiteren sagt die Bank eines Interessenten, ohne das Haus gesehen zu haben oder über die Sanierungen/Renovierungen informiert zu sein, ohne jegliche Information über Ausstattung etc., unser Haus wäre "xyz" Euro wert.
Kennt Ihr das auch so? Mir ist diese "Einmischung" der Bank in die Vertragsverhandlungen bzw. die Anforderungen an den Verkäufer Unterlagen für die Bank zu erbringen vollkommen unbekannt. Ich kenne es nur so, dass man (so ist es bei meinem Mann und mir) seine Gehälter, Einkünfte, Sparkonten, Versicherungen etc. offen legt und entweder man bekommt einen Kredit oder eben nicht. Als wir unser Haus kauften haben wir die kreditgebende Bank über unsere Gehälter etc. informiert und damit wir es erledigt. Welches Haus wir mit welchen Quadratmetern in welchen Zimmern kaufen, hat sie nie interessiert.
Danke schon einmal im Voraus für Eure Antworten.
In Deutschland gibts ja für fast alles Gesetze und Verordnungen, hier gehts wahrscheinlich um die
Verordnung über die Ermittlung der Beleihungswerte von Grundstücken nach § 16 Abs. 1 und 2 des Pfandbriefgesetzes (Beleihungswertermittlungsverordnung - BelWertV), dort vllt einfach mal einen Blick reinwerfen, zB Gutachten in § 5 iVm § 24 BelWertV
Verordnung über die Ermittlung der Beleihungswerte von Grundstücken nach § 16 Abs. 1 und 2 des Pfandbriefgesetzes (Beleihungswertermittlungsverordnung - BelWertV), dort vllt einfach mal einen Blick reinwerfen, zB Gutachten in § 5 iVm § 24 BelWertV
Pinkiponk schrieb:
Der Beleihungswert ist üblicherweise allerdings sehr weit unter dem Marktwert oder ist das falsch? Hinzu kommt, dass damit die Bank bestimmt, wie viel Geld ein Verkäufer für seine Bestandsimmobilie verlangen darf, ohne diese je gesehen zu haben, richtig?Das ist korrekt, der Beleihungswert soll den Wert widerspiegeln der langfristig und ohne konjunkturelle Wertschwankungen erzielen lässt. Dazu kommt das von dem bestimmten Beleihungswert die Banken (je nach Bankenform) dann auch nur bis 60 bzw. 80% beleihen.
R
Reini123414.03.20 21:53Ich bin selber Bankkaufmann und in der Kredit-Sachbearbeitung tätig d.h. die Hausbewertung ist mein täglich Brot.
Die angeforderten Unterlagen sind alle ganz normal, sonst ist eine Beleihungswertermittlung nicht möglich. Dieser Wert ist immer unter dem Marktwert da er langfristig ausgelegt ist. In einigen Gegenden wie z.B. München wird noch mit Multiplikatoren gearbeitet aufgrund der besonderen Marktlage.
Wir sind hier sehr ländlich, eine Besichtigung innen findet von uns nicht statt obwohl die neue Beleihungswertrichtlinie dies fordert. Bei Kauf einer Bestandsimmobilie machen wir einen Sicherheitsabschlag von 10% vom Kaufpreis und setzen dann von diesem Wert 80% an. Der Kaufpreis selber muss aber auch auf Plausibiliät geprüft werden.
Die Bank mischt sich aber nicht selber in irgendwelche Verhandlungen ein. Der Kunde kommt mit einem Kaufpreis und die Bank schaut dann ob der Kunde sich das leisten kann bzw. ausreichend Sicherheiten zur Verfügung stehen. Dann gibts ein "Ja" oder "Nein". Die Bank wird aber nicht zum Verkäufer gehen und dort dann den Preis drücken oder ähnliches. Finanzierungsbestätigung einholen, danach zum Notar und der kümmert sich um alles weitere.
Ich kann allerdings nur für unsere kleine Bank auf dem Land sprechen. Bei großen Instituten in der Stadt läuft das sicherlich auch anders.
Die angeforderten Unterlagen sind alle ganz normal, sonst ist eine Beleihungswertermittlung nicht möglich. Dieser Wert ist immer unter dem Marktwert da er langfristig ausgelegt ist. In einigen Gegenden wie z.B. München wird noch mit Multiplikatoren gearbeitet aufgrund der besonderen Marktlage.
Wir sind hier sehr ländlich, eine Besichtigung innen findet von uns nicht statt obwohl die neue Beleihungswertrichtlinie dies fordert. Bei Kauf einer Bestandsimmobilie machen wir einen Sicherheitsabschlag von 10% vom Kaufpreis und setzen dann von diesem Wert 80% an. Der Kaufpreis selber muss aber auch auf Plausibiliät geprüft werden.
Die Bank mischt sich aber nicht selber in irgendwelche Verhandlungen ein. Der Kunde kommt mit einem Kaufpreis und die Bank schaut dann ob der Kunde sich das leisten kann bzw. ausreichend Sicherheiten zur Verfügung stehen. Dann gibts ein "Ja" oder "Nein". Die Bank wird aber nicht zum Verkäufer gehen und dort dann den Preis drücken oder ähnliches. Finanzierungsbestätigung einholen, danach zum Notar und der kümmert sich um alles weitere.
Ich kann allerdings nur für unsere kleine Bank auf dem Land sprechen. Bei großen Instituten in der Stadt läuft das sicherlich auch anders.
N
nordanney15.03.20 18:01Reini1234 schrieb:
Ich kann allerdings nur für unsere kleine Bank auf dem Land sprechen. Bei großen Instituten in der Stadt läuft das sicherlich auch anders.Prinzipiell ist es bei den großen Banken auch nicht anders. Auch nicht bei den Direktbanken.