ᐅ Sockel - Altbau - XPS vs Holzfaser - wie aufbauen?
Erstellt am: 06.05.26 08:03
D
derspeck84D
derspeck8406.05.26 08:03Hallo zusammen. Wir dämmen gerade unser Haus. Gröstenteils mit Holzfaser. An den anderen wänden hab ich 30cm xps, dann Holzfaser 60mm im Sockel/Kellerbereich. Jetzt musste ich an der letzten Wand den Altputz runterhauen, da er teils lose war und sehe jetzt, dass die Horizontalsperre recht hoch liegt (1m). Man hat wohl die Horizontalsperre einfach auf der Sockelebene weitergezogen. Sollte ich jetzt das Verfahren beibehalten ODER bis zur Horizontalsperre xps nehmen? Innen ist heizungskeller ). Ich habe angst das die Feuchtigkeit gar net raus geht wenn ich zu viel xps habe…
Die Horizontalsperre liegt auf höhe der grünen rohre:

Im nächsten Bild kann man auch den Übergang zw HF u XPS in der anderen Wand erkennen:

Einfach nur mineralisch verputzen fällt jetzt aus, weil ich ja die andere Wand ( da wo die Armierung links im Bild zu sehen ist ) schon fertig gemacht habe und damit auch 60mm überbrücken muss. Hier habe ich den Altputz drann gelassen, da der noch fest war.. Wusste aber daher auch nicht, dass die H-Sperre so weit oben liegt.
Es gab von einem befreundeten Maurer noch die Idee erst mit Zementputz vorzuputzen ( als "Bremse" ) und dann wieder Holzfaser zu nehmen. ( also nur ganz unten XPS )
Danke im Vorraus
Die Horizontalsperre liegt auf höhe der grünen rohre:
Im nächsten Bild kann man auch den Übergang zw HF u XPS in der anderen Wand erkennen:
Einfach nur mineralisch verputzen fällt jetzt aus, weil ich ja die andere Wand ( da wo die Armierung links im Bild zu sehen ist ) schon fertig gemacht habe und damit auch 60mm überbrücken muss. Hier habe ich den Altputz drann gelassen, da der noch fest war.. Wusste aber daher auch nicht, dass die H-Sperre so weit oben liegt.
Es gab von einem befreundeten Maurer noch die Idee erst mit Zementputz vorzuputzen ( als "Bremse" ) und dann wieder Holzfaser zu nehmen. ( also nur ganz unten XPS )
Danke im Vorraus
Wenn du stumpf mit XPS hochgehst, machst du dir die Wand nach außen hin praktisch dicht, und die Feuchte sucht sich dann eben den Weg, meistens nicht da wo man sie haben will.
Der Gedanke mit nur 30–40cm XPS im Spritzwasserbereich ist schon deutlich näher an dem, was langfristig funktioniert. Darüber mineralisch zu bleiben ist nicht nur „Lehrbuch“, sondern verhindert genau diese Verschiebung der Tauzone, die man erst nach ein paar Jahren merkt, wenn der Putz langsam schlapp macht.
Holzfaser oben drauf klingt gut, aber in Kombi mit XPS darunter hast du halt einen Materialbruch, der bauphysikalisch nicht ganz ohne ist. Man kann das machen, aber dann muss der Übergang wirklich sauber geplant sein, sonst bringt dir die ganze Diffusionsoffenheit nichts.
Der Gedanke mit nur 30–40cm XPS im Spritzwasserbereich ist schon deutlich näher an dem, was langfristig funktioniert. Darüber mineralisch zu bleiben ist nicht nur „Lehrbuch“, sondern verhindert genau diese Verschiebung der Tauzone, die man erst nach ein paar Jahren merkt, wenn der Putz langsam schlapp macht.
Holzfaser oben drauf klingt gut, aber in Kombi mit XPS darunter hast du halt einen Materialbruch, der bauphysikalisch nicht ganz ohne ist. Man kann das machen, aber dann muss der Übergang wirklich sauber geplant sein, sonst bringt dir die ganze Diffusionsoffenheit nichts.
D
derspeck8406.05.26 12:49Ja, das war auch genau mein Gedanke bzw. meine Sorge mit dem XPS.
Das Problem ist halt: „darüber mineralisch bleiben“ funktioniert bei mir nur begrenzt, weil ich auf die gleiche Dämmstärke kommen muss. Die andere Hausseite ist bereits fertig aufgebaut – ich kann jetzt schlecht auf dieser Seite plötzlich einen Rücksprung bzw. eine Stufe im Sockel machen.
Der Materialwechsel XPS → Holzfaser ist mir bewusst. Den Übergang habe ich deshalb auch mehrfach armiert.
Was ich aktuell versuche einzuordnen, ist eher die bauphysikalische Abwägung:
Wenn ich das XPS bis hoch zur Horizontalsperre ziehe, sperre ich den Sockel nach außen stärker ab. Dann könnte vorhandene Feuchte eher nach innen bzw. nur noch nach oben austrocknen.
Wenn ich – wie auf der anderen Wand – die Holzfaser schon nach ca. 30 cm beginnen lasse, hätte ich eher die Sorge, dass im Bereich unterhalb der relativ hoch liegenden Horizontalsperre zu viel Feuchte nach außen kommt und die Holzfaser dauerhaft belastet wird. Der Sockel ist aber aktuell eher trocken.
Das eigentliche Problem ist halt, dass ich die genaue Lage der Horizontalsperre erst jetzt erkannt habe. An der anderen Wand ist der Aufbau nun bereits wie er ist.
Deshalb versuche ich gerade abzuwägen, welche Lösung in der Praxis das kleinere Risiko darstellt. 🙂
Das Problem ist halt: „darüber mineralisch bleiben“ funktioniert bei mir nur begrenzt, weil ich auf die gleiche Dämmstärke kommen muss. Die andere Hausseite ist bereits fertig aufgebaut – ich kann jetzt schlecht auf dieser Seite plötzlich einen Rücksprung bzw. eine Stufe im Sockel machen.
Der Materialwechsel XPS → Holzfaser ist mir bewusst. Den Übergang habe ich deshalb auch mehrfach armiert.
Was ich aktuell versuche einzuordnen, ist eher die bauphysikalische Abwägung:
Wenn ich das XPS bis hoch zur Horizontalsperre ziehe, sperre ich den Sockel nach außen stärker ab. Dann könnte vorhandene Feuchte eher nach innen bzw. nur noch nach oben austrocknen.
Wenn ich – wie auf der anderen Wand – die Holzfaser schon nach ca. 30 cm beginnen lasse, hätte ich eher die Sorge, dass im Bereich unterhalb der relativ hoch liegenden Horizontalsperre zu viel Feuchte nach außen kommt und die Holzfaser dauerhaft belastet wird. Der Sockel ist aber aktuell eher trocken.
Das eigentliche Problem ist halt, dass ich die genaue Lage der Horizontalsperre erst jetzt erkannt habe. An der anderen Wand ist der Aufbau nun bereits wie er ist.
Deshalb versuche ich gerade abzuwägen, welche Lösung in der Praxis das kleinere Risiko darstellt. 🙂