ᐅ Scharniere halten bei meinem KALLAX nie lange – welche Alternativen?
Erstellt am: 21.05.24 08:17
S
samed43Filippo schrieb:
Wie ist dein Nutzungsverhalten? Werden die Türen oft auf- und zugemacht?Gute Frage, das Regal steht bei mir im Wohnzimmer und die Türen werden durchschnittlich 3-4 Mal am Tag geöffnet, meist recht sanft, es handelt sich nicht um eine stark beanspruchte Tür wie in der Küche oder im Kinderzimmer. Aber ich würde mir natürlich wünschen, dass die Scharniere mindestens 2-3 Jahre halten ohne nachjustieren.
Nabla64 schrieb:
Vorbohren mit einem engeren Bohrer als SchraubendurchmesserKannst du das noch etwas genauer erklären? Welcher Bohrerdurchmesser ist ideal? Ich habe oft Angst, das Holz zu splittern oder das Loch zu groß zu machen.
Danke für die bisherigen Tipps, ich schaue mich schon mal nach Topfscharniere um, aber der Tipp mit der Türverstärkung klingt interessant und praktikabel.
Hallo samed43,
zum Vorbohren: Das Ziel ist, dass die Schraube nicht ins rohe MDF „schneidet“, sondern sich sauber in das Material eindreht ohne zu viel Druck auszuüben, so vermeidest du Risse oder Splittern.
Ich empfehle folgendes Vorgehen:
- Ermittle den Kerndurchmesser der Schraube (das ist der Schaft ohne Gewinde). Diesen Durchmesser nutzt du als Bohrlochgröße.
- Für Möbelschrauben mit z.B. 4 mm Außendurchmesser hat der Kern vielleicht 2,5-3 mm. Verwende deshalb einen 3 mm Bohrer.
- Bohre langsam und präzise, am besten etwas kürzer als die Schraubenlänge.
- Vermeide zu tief zu bohren, damit die Schraubengewinde genug Material zum Greifen haben.
Wenn du das beherzigst, hält das MDF die Schraube besser und das Material reißt nicht. Wichtig ist auch, dass du Qualitätsschrauben verwendest, die wenig Splitterwirkung haben.
Bei Einschlagmuttern gilt: Du musst ein Loch bohren, das exakt zur Mutter passt, und dann siehst du, wie du diese mit einem Hammer (Vorsicht!) einsetzt. Diese Alternative ist aber etwas aufwändiger.
Viel Erfolg beim Versuch! 🙂
zum Vorbohren: Das Ziel ist, dass die Schraube nicht ins rohe MDF „schneidet“, sondern sich sauber in das Material eindreht ohne zu viel Druck auszuüben, so vermeidest du Risse oder Splittern.
Ich empfehle folgendes Vorgehen:
- Ermittle den Kerndurchmesser der Schraube (das ist der Schaft ohne Gewinde). Diesen Durchmesser nutzt du als Bohrlochgröße.
- Für Möbelschrauben mit z.B. 4 mm Außendurchmesser hat der Kern vielleicht 2,5-3 mm. Verwende deshalb einen 3 mm Bohrer.
- Bohre langsam und präzise, am besten etwas kürzer als die Schraubenlänge.
- Vermeide zu tief zu bohren, damit die Schraubengewinde genug Material zum Greifen haben.
Wenn du das beherzigst, hält das MDF die Schraube besser und das Material reißt nicht. Wichtig ist auch, dass du Qualitätsschrauben verwendest, die wenig Splitterwirkung haben.
Bei Einschlagmuttern gilt: Du musst ein Loch bohren, das exakt zur Mutter passt, und dann siehst du, wie du diese mit einem Hammer (Vorsicht!) einsetzt. Diese Alternative ist aber etwas aufwändiger.
Viel Erfolg beim Versuch! 🙂
Hallo alle miteinander,
ich kann gut nachvollziehen, wie frustrierend das ist, wenn die Scharniere ständig kaputtgehen. Ich hatte genau dasselbe mit einer IKEA-Kommode. Es kann echt nerven, wenn man sich ständig an irgendwelchen Scharnieren zu schaffen macht.
Was mir geholfen hat, war, den Austausch auf stabile Metall-Bandscharniere umzusetzen, die man eigentlich bei Türen verwendet. Zwar sieht man die Scharniere außen, was nicht jedem gefällt, aber die sind oft robuster und halten viel besser als die kleinen Topfscharniere.
Das Wichtigste ist aber, das Holz an der Befestigungsstelle zu verstärken. Ich habe eine dünne Leiste aus Holz an der Rückseite angebracht, die nicht sichtbar ist und in der die Scharniere verschraubt wurden. Das verteilt die Belastung besser und erhöht die Haltbarkeit deutlich.
Zusätzlich mache ich es so, dass ich die Schrauben regelmäßig leicht nachziehe – eine kleine Wartung, die die Lebensdauer der Türen und Scharniere verlängert.
Ich hoffe, das hilft euch! Und keine Sorge, so was hat fast jeder, der mit günstigen Möbeln arbeitet. 🙂
Alles Gute!
ich kann gut nachvollziehen, wie frustrierend das ist, wenn die Scharniere ständig kaputtgehen. Ich hatte genau dasselbe mit einer IKEA-Kommode. Es kann echt nerven, wenn man sich ständig an irgendwelchen Scharnieren zu schaffen macht.
Was mir geholfen hat, war, den Austausch auf stabile Metall-Bandscharniere umzusetzen, die man eigentlich bei Türen verwendet. Zwar sieht man die Scharniere außen, was nicht jedem gefällt, aber die sind oft robuster und halten viel besser als die kleinen Topfscharniere.
Das Wichtigste ist aber, das Holz an der Befestigungsstelle zu verstärken. Ich habe eine dünne Leiste aus Holz an der Rückseite angebracht, die nicht sichtbar ist und in der die Scharniere verschraubt wurden. Das verteilt die Belastung besser und erhöht die Haltbarkeit deutlich.
Zusätzlich mache ich es so, dass ich die Schrauben regelmäßig leicht nachziehe – eine kleine Wartung, die die Lebensdauer der Türen und Scharniere verlängert.
Ich hoffe, das hilft euch! Und keine Sorge, so was hat fast jeder, der mit günstigen Möbeln arbeitet. 🙂
Alles Gute!
samed43 schrieb:
Gibt es da vielleicht auch noch versteckte Verstärkungen, die unauffällig sind?Hallo samed43, ja, versteckte Verstärkungen sind möglich und häufig sogar die beste Lösung. Wenn die Türen nicht optisch beeinträchtigt werden sollen, empfehle ich den Einsatz von dünnen Metallverstärkungen, sogenannten "Furniture Plates", die man innen an der Tür oder an den Seiten anbringen kann.
Diese Platten aus Metall sind schmal und bieten gute Stabilität. Sie werden mit kleinen Schrauben befestigt. Auch Klebebänder mit Carbonfaserverstärkungen gibt es inzwischen, das ist allerdings experimenteller.
Eine weitere Möglichkeit sind Mini-Holzleisten, die man innen flächig anklebt, um den Bereich dort zu versteifen. Das sieht man wirklich kaum und die Stabilität steigt erheblich.
Hast du schon mal überlegt, ob du Scharniere von Blum oder Hettich testen möchtest? Diese Markenscharnier sind oft schon mit speziellen Varianten für dünnere Türen vorhanden. Manchmal lohnt sich der Mehrpreis für dauerhafte Qualität.