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ᐅ Sanierung eines 60er Jahre Hauses - Braucht es einen Energieberater?

Erstellt am: 16.05.26 14:19
T
Turmfalke
Turmfalke16.05.26 14:19
Liebe Forenmitglieder,

auf der Suche nach Rat habe ich mich hier angemeldet und auch schon einige Therads quergelesen. Genau das Passende habe ich noch nicht gefunden, weshalb ich mich an einen eigenen Post wage!

Unsere Situation:
Meine Frau und ich wollen das Haus meiner Großeltern komplett sanieren und teils umbauen, der bislang nicht ausgebaute Dachstuhl soll dabei zu einer Einliegerwohnung ausgebaut werden. Das Haus, Baujahr 1961, wurde in den 1980er Jahren, vorrangig aus optischen Gründen, an der Nord und Westseite, sowie teils auf der Südseite verklinkert (5 cm Dämmwolle und 5 cm Klinkersteine). 1992 wurden zudem Holz-Alu-Fenster mit Zweifachverglasung eingebaut. Die Heizkörper stammen aus dem Jahr 1970 und der Öl-Brennwertkessel wurde zuletzt 2017 erneuert. Im Zuge dessen wurde auch ein Energieausweis erstellt. Außer zum Kessel haben wir keine schriftlichen Unterlagen zu den Maßnahmen. In den letzten 3 Jahren wurde in dem Haus inklusive Warmwasseraufbereitung für 3 Personen insgesamt weniger als 5.000 l Öl verbraucht. 
Die Heizung soll sicher durch eine Wärmepumpe mit Fußbodenheizung in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage getauscht werden. Für die anstehende Sanierung stellt sich uns nun die Frage, ob der Erhalt der Klinkerfassade und ggf. der Fenster, in den Bereichen, in denen keine Änderungen am Haus geplant sind, nicht wirtschaftlich sinnvoll ist, obwohl die Dämmung und die Fenster nicht dem aktuellsten Stand entsprechen, da weitere Einsparungen zu gering ausfallen würden, als das sich eine Sanierung lohnen würde.

Die Architekten, mit denen wir Vorgespräche zu unserem Projekt geführt haben, verweisen bzgl. dieser Fragen immer auf einen Energieberater.

Nun liegt uns ein erstes Angebot eines Energieberaters vor, der zunächst einen "Individuellen Sanierungsfahrplan" für 2.500 € (inkl. USt) erstellen würde und in einem zweiten Schritt bei der Beantragung von Fördermitteln unerstützen würde für jeweils 1600 € je Förderantrag.
Ich kann bislang nicht nachvollziehen, ob bzw. inwieweit uns nun ein ISFP bei der Klärung der Fragen, Erhalt der Klinkerfassade und ggfs. Teile der Fenster weiterhelfen soll, da sich der ISFP ja nach den Vorgaben der BAFA richtet und nicht nach unserer individuellen Situation. 

Kann hier jemand mit Erfahrung Licht ins Dunkel bringen?
Ich weiß ja auch ohne ISFP, dass weder Dämmerung noch Fenster die aktuellsten Standards erfüllen. Die Klinker herunterzureißen und 15 cm oder mehr Dämmwolle wieder aufzumauern, ist ja aber kaum bezahlbar und würden sich kaum lohnen.
Auf Nachfrage verweist der Energieberater nur darauf, dass sich ja die Förderung bei Vorliegen eines ISFP um 5% erhöhen würde. 

Wir wissen ja aber noch gar nicht, ob wir tatsächlich Förderungen in Anspruch nehmen oder nicht stattdessen die Steuervergünstigung nach § 35c Einkommensteuergesetz in Anspruch nehmen sollen.
Hierzu gab es hier bereits einen Therad, der aber leider endet (https://www.hausbau-forum.de/threads/energetische-sanierung-foerderung-35-c-einkommensteuergesetz.o5p7i3/ ).

Gibt es hier Erfahrungen, die uns weiterhelfen könnten? Ich wäre für jeden Hinweis zum besseren Verständnis dankbar!

Viele Grüße!

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Hallo Turmfalke,

schau mal hier: Sanierung eines 60er Jahre Hauses - Braucht es einen Energieberater?. Da wird jeder fündig!
wpic16.05.26 16:04
Wenn die Architekten aus den Vorgesprächen Erfahrungen aus Bauprojekten im Bestand haben, würden Sie Ihnen nicht empfehlen, als Erstes die Leistungen eines Energieberaters in Anspruch zu nehmen. Lassen Sie sich die Referenzen dieser Architekten zeigen.

Der "Energieberater" (EB)ist kein geschützter Begriff. Die Eintragung eines EB in die EEE-Liste der dena ist leider keine Garantie dafür, das Sie eine umfassende und zutreffende Beratungsleistung für eine energetische Sanierung erhalten. Den meisten EB fehlt auch die erforderliche Qualifikation, um eine komplexe Sanierungs- und Umbauplanung für alle Gewerke erstellen und in der späteren Bauausführung koordinieren zu können. Das sollte die Aufgabe des Architekten/der Architektin sein, die mit dieser Projektplanung von Ihnen beauftragt wird. Die Grundzüge einer enegetischen Sanierung sollte auch vom Architekten/von der Architektin vorkalkuliert werden können. Erst danach kommt ein kompetenter Energieberater für die Beantragung der Fördermaßnahmen dazu.

Ich habe in den letzten Jahren in Bauberatungsgesprächen diverse "Individuelle Sanierungsfahrpläne" (ISFB) von EB begutachten dürfen, die meistens nichtssagend bis mangelhaft waren und keine verwendbaren Informationen für eine Sanierungsplanung enthielten. Insofern hinausgeworfenes Geld. 

Zu einer energetischen Sanierungsplanung gehört auch eine vorausgehende Bauaufnahme, die den Aufbau mehrschichtiger Bauteile klärt und ihre Leistung für die Erreichung eines gewünschten Dämmstandards untersucht - z.B. den Aufbau Ihrer Klinkerfassade. Diese Bauaufnahme liefert Ihnen kein EB, sondern nur ein Architekt/eine Architektin als Besondere Lesitung HOAI.

Meine Empfehlung : suchen Sie sich einen Architekten/eine Architekten, die diese Grundleistung fachlich liefert und erst im Rahmen einer beauftragten Projektplanung, z.B. in der Leistungsphase 2 HOAI (Vorentwurf) einen Energieberater des jeweiligen Vertrauens um ein Angebot bittet. Dieser EB kann dann auch auf der Grundlage der energetischen Vorplanung des Architekten/der Architektin das für Sie optimale Paket an Fördermaßnahmen zusamenstellen. Mit dieser Aufteilung habe ich bei meinen Projektplanungen bisher gute Erfahrungen gemacht. Der ISFP sollte keinesfalls die erste beauftragte Planungsleistung sein.