Hallo,
kurze Frage an das Schwarmwissen, dafür kurz die wichtigsten Eckdaten und Infos:
- Neubau geplant, nächste Woche Abgabe des Bauantrags
- Straße: voll erschlossen (Wasser, Abwasser, Strom, Gas, ...), Straße wurde irgendwann zwischen 1990 und 2000 neu gemacht
- Nachbarn sind alle regulär angeschlossen, jedoch auch größtenteils ältere Häuser
- Wasserschild (VA) steht rechts am Zaun neben unserer Einfahrt
Nun habe ich beim Wasserverband einen Leitungsplan angefordert und dieser konnte mir keinen Plan zur Verfügung stellen, da dazu anscheinend keine passenden Unterlagen / Karten vorhanden sind. Das blaue Wasserschild (VA) zeigt an, dass an der Hauptleitung unter der Straße ein Wasserschieber liegt. Der Wasserschieber ist auch exakt an der auf dem Schild angegebenen Stelle am Straßenrand (andere Straßenseite) zu finden.
Der Mitarbeiter vom Wasserverband meinte bei einem Vor-Ort-Termin, dass da ein Rohr liegen sollte, er aber nicht wüsste, wo genau - weil sie das halt nicht auf ihren Karten vermerkt haben. Ich solle doch einfach Suchschachtungen an meiner Grundstücksgrenze vornehmen, wobei der Kanal bei einer Tiefe von 1,50 m zu finden sein müsste.
Die erste Suchschachtung an der vom Mitarbeiter vermuteten Stelle (leicht links vom Wasserschild) war leider erfolglos, wobei ich ca. 80 cm breit und bis 180/190 m tief gebuddelt habe, unterirdisch auch etwas zum Gehweg hin. Das Loch habe ich anschließend wieder gefüllt, da von den Rändern schon Sand/Erde bröckelte. Nun werde ich bei Gelegenheit nochmal rechts davon einen Graben aufmachen und nach dem Rohr suchen.
Detail am Rand: Auch beim Abwasser waren die Karten nicht ganz richtig, hier habe ich jedoch das Abwasserrohr in einer Tiefe von in ca. 1,20 m sowie ca. 80-100 cm weit auf mein Grundstück hereinragend gefunden.
Frage: Was habe ich für Rechte / Möglichkeiten, wenn ich bei weiteren Suchschachtungen nichts finde? Gibt es für mich irgendeine Chance den lokalen Wasserverband zu einer eigenen, für mich möglichst unentgeltlichen, Suche zu veranlassen? Ich hatte den Eindruck, dass der Mitarbeiter nur bedingt gewillt war hier einen Finger zu rühren. Ich mache wie gesagt gerne noch weitere Suchschachtungen, aber es frisst jedes mal auch einfach viel Zeit, Mühe und Schweiß und wir wohnen auch nicht vor Ort.
kurze Frage an das Schwarmwissen, dafür kurz die wichtigsten Eckdaten und Infos:
- Neubau geplant, nächste Woche Abgabe des Bauantrags
- Straße: voll erschlossen (Wasser, Abwasser, Strom, Gas, ...), Straße wurde irgendwann zwischen 1990 und 2000 neu gemacht
- Nachbarn sind alle regulär angeschlossen, jedoch auch größtenteils ältere Häuser
- Wasserschild (VA) steht rechts am Zaun neben unserer Einfahrt
Nun habe ich beim Wasserverband einen Leitungsplan angefordert und dieser konnte mir keinen Plan zur Verfügung stellen, da dazu anscheinend keine passenden Unterlagen / Karten vorhanden sind. Das blaue Wasserschild (VA) zeigt an, dass an der Hauptleitung unter der Straße ein Wasserschieber liegt. Der Wasserschieber ist auch exakt an der auf dem Schild angegebenen Stelle am Straßenrand (andere Straßenseite) zu finden.
Der Mitarbeiter vom Wasserverband meinte bei einem Vor-Ort-Termin, dass da ein Rohr liegen sollte, er aber nicht wüsste, wo genau - weil sie das halt nicht auf ihren Karten vermerkt haben. Ich solle doch einfach Suchschachtungen an meiner Grundstücksgrenze vornehmen, wobei der Kanal bei einer Tiefe von 1,50 m zu finden sein müsste.
Die erste Suchschachtung an der vom Mitarbeiter vermuteten Stelle (leicht links vom Wasserschild) war leider erfolglos, wobei ich ca. 80 cm breit und bis 180/190 m tief gebuddelt habe, unterirdisch auch etwas zum Gehweg hin. Das Loch habe ich anschließend wieder gefüllt, da von den Rändern schon Sand/Erde bröckelte. Nun werde ich bei Gelegenheit nochmal rechts davon einen Graben aufmachen und nach dem Rohr suchen.
Detail am Rand: Auch beim Abwasser waren die Karten nicht ganz richtig, hier habe ich jedoch das Abwasserrohr in einer Tiefe von in ca. 1,20 m sowie ca. 80-100 cm weit auf mein Grundstück hereinragend gefunden.
Frage: Was habe ich für Rechte / Möglichkeiten, wenn ich bei weiteren Suchschachtungen nichts finde? Gibt es für mich irgendeine Chance den lokalen Wasserverband zu einer eigenen, für mich möglichst unentgeltlichen, Suche zu veranlassen? Ich hatte den Eindruck, dass der Mitarbeiter nur bedingt gewillt war hier einen Finger zu rühren. Ich mache wie gesagt gerne noch weitere Suchschachtungen, aber es frisst jedes mal auch einfach viel Zeit, Mühe und Schweiß und wir wohnen auch nicht vor Ort.
AlexAmy schrieb:
Für jedes Baugrundstück gibt es einen Wasser- und einen Abwasserschieber auf bzw. an der Straße, beide jeweils mit einem Wasser- und Abwasserschild an der jeweiligen Grundstücksgrenze markiert. Daher ja die Frage der Verantwortlichkeiten. Wenn ein Schieber verbaut ist, ist normalerweise auch ein Rohr da dran - sonst ergäbe der Schieber absolut keinen Sinn und wäre völlig sinnfrei verbaut.Ohne Haus macht aber auch keinen Sinn, wenn auf den Schieber auch nur das klitzekleinste Stück Leitung folgen würde.https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
AlexAmy schrieb:
Für jedes Baugrundstück gibt es einen Wasser- und einen Abwasserschieber auf bzw. an der Straße, beide jeweils mit einem Wasser- und Abwasserschild an der jeweiligen Grundstücksgrenze markiert. Daher ja die Frage der Verantwortlichkeiten. Wenn ein Schieber verbaut ist, ist normalerweise auch ein Rohr da dran - sonst ergäbe der Schieber absolut keinen Sinn und wäre völlig sinnfrei verbaut.Das weißt du - oder das vermutest du?Grundstücke werden auch gerne mal geteilt. Ich vermute eher der vorhandene Schieber ist für ein anderes Bauvorhaben installiert worden oder man hat vielleicht vorsorglich bei der Straßensanierung tatsächliche einen SChieber für dein Grundstück eingebaut, aber ne "leere" Stichleitung an die Grundstücksgrenze zu legen ohne zu wissen wo der Anschluss letztlich hingehen soll - nein, das hat man ziemlich sicher nicht gemacht. Deswegen gibt's wahrscheinlich auch keine Unterlagen dazu. Spar dir das Schachtsondeln. Beantrage einfach den Anschluss und gut ist. Die Stichleitung wird eh geschossen da wird jetzt nicht die ganze Straße für dich aufgerissen.
Natürlich weiß ich es nicht sicher. Ich gehe davon aus, da mir bislang von allen Seiten - teils vom Fach bzw. direkt vom Abwasser- und Wasserverband, außer jetzt von euch - gesagt wurde, dass da ein Rohr liegen sollte, wenn auch ein Schieber da ist. Und dass ein Schieber ohne Wasserleitung extrem ungewöhnlich bzw. quasi eine Fehlplanung wäre. Zudem ist z.B. die Leitung vom Abwasser ja auch auf dem Grundstück anliegend.
Aber ja, ich weiß es nicht zu 100 %.
Aber ja, ich weiß es nicht zu 100 %.
AlexAmy schrieb:
da mir bislang von allen Seiten - teils vom Fach bzw. direkt vom Abwasser- und Wasserverband, außer jetzt von euch - gesagt wurde, dass da ein Rohr liegen sollte, wenn auch ein Schieber da ist. Und dass ein Schieber ohne Wasserleitung extrem ungewöhnlich bzw. quasi eine Fehlplanung wäre.Wenn eine Straße aufgerissen wird um eine Leitung zu erneuern, will man das ja nicht bald wieder machen, weil eine anliegende Wiese verkauft wird und nun jemand ein Haus darauf bauen will. Also baut man das T-Stück für dessen Hausanschluss gleich mit ein, und der Schieber ist dessen Abschluss für dann, bzw. später dessen Schnittstelle für die Stichleitung. Die Stichleitung selbst schon gleich mit zu verlegen, wäre dann eine Fehlplanung. Man weiß ja noch nicht wo das spätere eventuelle Haus genau stehen wird, und für die Stichleitung gibt es ja noch keinen Gebührenpflichtigen. Der Schieber wird also im T-Stück in der Leitung liegen, das Wasserschild sollte also die Lage der Leitung anzeigen, da der Schieber an ihr liegt. Zwischen Leitung und Schieber wird das T-Stück so kurz wie möglich gehalten, um kein stehendes Wasser in der Mündung zu erzeugen. Stehendes Wasser bleibt nämlich nicht gut frisch, und die Leitung soll ja Leitung und nicht Brutstätte sein. Mit was für einem Praktikantenurlaubsvertreter hast Du denn da gesprochen ?https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
AlexAmy schrieb:
Es gibt nur keine genauen Aufzeichnungen mehr und der Mitarbeiter vom Wasserverband wälzt das auf uns ab, a la "Na suchen Sie mal...".Also, ich denke, da läuft was falsch. Es kann ja nun nicht sein, dass Ihr in die Pflicht genommen werdet, Wasserrohre zu finden, wo ggf. Gar keine sind. Wenn die keine Aufzeichnungen haben, ist das deren Problem. Denn wo sollt ihr denn noch stochern? Fremde Grundstücke ausbuddeln ist nicht Eure Aufgabe, sondern eine behördliche.Tolentino schrieb:
Beantrage einfach den Anschluss und gut ist.Sehe ich auch so.ypg schrieb:
Sehe ich auch so.Das Problem ist wohl nicht der Hausanschluss für den der Versorger erst seine Leitung wiederfinden muß. Sondern daß der TE mit seinem Bauantrag nicht weiterkommt, so lange er die Entwässerungsplanung nicht fertigstellen kann. Da würde ich eiskalt die Leitungen da einzeichnen, wo sie laut Schild liegen sollen. Was hat der Laie mit dem Digitalisierungsstau der wasserwerklichen Bauzeichner zu schaffen.https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
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