Hallo zusammen,
wir stehen ganz am Anfang unserer Hausbaupläne – haben ein Grundstück gekauft, ein erstes allgemeines Gespräch mit einem GU geführt und viele Fragen.
Es ist ein langer Text, den ich hier schreibe, daher bin ich euch sehr dankbar, wenn ihr mir Rückmeldungen gebt. Zur besseren Übersichtlichkeit habe ich meine Fragen abgesetzt und durchnummeriert.
Wir möchten bei einem Massivbauunternehmen schlüsselfertig bauen lassen. Ein uns bekannter Baugutachter hat uns auf Nachfrage vier Unternehmen in unserer Region empfohlen, mit denen er jahrelang gute Erfahrungen gemacht hat. Mit einem Architekten eines dieser Unternehmen haben wir uns vor dem Kauf unseres Grundstücks über unsere groben Ideen unterhalten. Da wir wissen, dass viele Bauherren mit diesem Unternehmen tatsächlich gute Erfahrungen gemacht haben, wird dieses unser erster Ansprechpartner sein, wenn es nun konkreter wird.
Allerdings fragen wir uns, ob wir entweder die komplette Planung inkl. Angebot von diesem Unternehmen vornehmen lassen sollten, um uns anschließend Angebote von Wettbewerbern erstellen zu lassen, oder ob wir zunächst einen freien Architekten beauftragen sollten und schließlich mit den von ihm erstellten Plänen zu den Bauunternehmen zu gehen. In jedem Fall möchten wir schließlich die Angebote von einem Experten vergleichen lassen, weil wir im Zweifel die Leistungsbeschreibungen gar nicht vollends überblicken.
Ich weiß, dass ähnliche Fragen hier im Forum schon häufig diskutiert wurden, aber da dies z.T. in etwas anderem Kontext geschah, bin ich euch sehr dankbar, wenn ihr mir von euren Erfahrungen berichtet.
Möglichkeit 1: Planung durch Bauunternehmen
Der Architekt des einen Unternehmens, mit dem wir uns unterhalten haben, machte insgesamt einen seriösen und kompetenten Eindruck auf uns. Allerdings hatten wir das Gefühl, dass er uns bei unseren Gedankengängen ein wenig beeinflussen wollte. So riet er uns grundstücksunabhängig von einem Keller ab – mit schwachen Argumenten. Wir empfanden dies als sehr störend und fragen uns, ob er uns bei künftigen Gesprächen tendenziell dahingehend beeinflussen wollen würde, Abstand zu nehmen von Ausstattungsoptionen, die für das Unternehmen weniger lukrativ sind als andere. Im Zweifel würden wir das vielleicht nicht so bemerken wie beim Thema Keller.
Natürlich bekommt man von einem Unternehmen keine solch unabhängige Planung wie von einem freien Architekten. Auf der anderen Seite fragen wir uns, ob ein Haus, das von einem Bauunternehmen geplant wurde, tendenziell deutlich günstiger ist als ein von einem freien Architekten geplantes Haus. Viele Massivbauer weisen ja weit von sich, Häuser von der Stange zu verkaufen, aber es ist doch naheliegend, dass sie bewährte Schemata im Kopf haben, die für sie ökonomisch für günstig sind. Daher meine erste Frage:
1. Ist es eurer Einschätzung nach so, dass man als Bauherr finanziell besser wegkommt, wenn man vom Bauunternehmen planen lässt?
Für uns wäre es völlig ok, einen Grundriss von der Stange zu nehmen, der ggf. noch in Details angepasst wird. Wir brauchen an und für sich kein individuelles Architektenhaus. Allerdings würden wir uns schon eine ehrliche Beratung bei der Planung wünschen, die nicht ausschließlich geprägt ist durch finanzielle Interessen seitens des Bauunternehmens.
Noch eine zweite Frage dazu:
2. Angenommen, wir würden das Haus von besagtem Unternehmen planen lassen und uns anschließend mit diesen Plänen an Wettbewerber wenden. Ist es eurer Erfahrung nach so, dass die Wettbewerber etwas mit den Plänen anfangen und ein Angebot unterbreiten könnten oder müssten wir eher damit rechnen, dass wir bei jedem Wettbewerber wieder alles von vorne bis hinten durchplanen müssten?
Abgesehen davon, dass der zweite Fall zeitaufwendig wäre, fragen wir uns auch, inwieweit die Angebote auf Basis verschiedener Pläne überhaupt vergleichbar wären.
Möglichkeit 2: Planung durch freien Architekten
Wir sehen aufgrund der Unabhängigkeit freier Architekten Vorteile, fragen uns aber wie oben geschrieben, ob ein vom Architekten geplantes Haus deutlich teurer wird als eines, das mit ein paar Modifikationen auf einem Grundriss beruht, den ein Bauunternehmen schon x-mal umgesetzt hat.
3. Darüber hinaus können wir nicht einschätzen, ob Bauunternehmen auch sicher etwas mit den Plänen eines Architekten anfangen können oder ob es gelegentlich vorkommt, dass diese vor Angebotserstellung eigene Pläne anfertigen wollen, wodurch doppelter Zeit- und Geldaufwand entstünde. Eigentlich möchten wir von den vier erwähnten Bauunternehmen Angebote einholen, sodass wir daran interessiert sind, dass keines ausscheidet, nur weil es nicht selbst geplant hat.
4. Ich habe mitbekommen, dass oft diskutiert wird, welche Leistungsphasen man von einem freien Architekten in Anspruch nehmen sollte, wenn man von einem GU bauen lassen möchte. Tobias Beuler & Co. empfehlen ja die Phasen 1-3, andere raten entschieden davon ab. Was meint ihr? Welche Leistungsphasen braucht es tatsächlich, welche sind nice to have?
Und zum Abschluss:
5. Wir fragen uns, welche der beiden Möglichkeiten 1 und 2 unter dem Strich zeitsparender ist. Klar ist, dass der Hausbau zeitintensiv sein wird, allerdings sind wir aktuell in einer Lebenssituation, in der wir recht eng getaktet sind. Lässt sich guten Gewissens Zeit einsparen, ist das schon ein wichtiges Kriterium für uns.
Ganz herzlichen Dank schon mal für eure Antworten!
wir stehen ganz am Anfang unserer Hausbaupläne – haben ein Grundstück gekauft, ein erstes allgemeines Gespräch mit einem GU geführt und viele Fragen.
Es ist ein langer Text, den ich hier schreibe, daher bin ich euch sehr dankbar, wenn ihr mir Rückmeldungen gebt. Zur besseren Übersichtlichkeit habe ich meine Fragen abgesetzt und durchnummeriert.
Wir möchten bei einem Massivbauunternehmen schlüsselfertig bauen lassen. Ein uns bekannter Baugutachter hat uns auf Nachfrage vier Unternehmen in unserer Region empfohlen, mit denen er jahrelang gute Erfahrungen gemacht hat. Mit einem Architekten eines dieser Unternehmen haben wir uns vor dem Kauf unseres Grundstücks über unsere groben Ideen unterhalten. Da wir wissen, dass viele Bauherren mit diesem Unternehmen tatsächlich gute Erfahrungen gemacht haben, wird dieses unser erster Ansprechpartner sein, wenn es nun konkreter wird.
Allerdings fragen wir uns, ob wir entweder die komplette Planung inkl. Angebot von diesem Unternehmen vornehmen lassen sollten, um uns anschließend Angebote von Wettbewerbern erstellen zu lassen, oder ob wir zunächst einen freien Architekten beauftragen sollten und schließlich mit den von ihm erstellten Plänen zu den Bauunternehmen zu gehen. In jedem Fall möchten wir schließlich die Angebote von einem Experten vergleichen lassen, weil wir im Zweifel die Leistungsbeschreibungen gar nicht vollends überblicken.
Ich weiß, dass ähnliche Fragen hier im Forum schon häufig diskutiert wurden, aber da dies z.T. in etwas anderem Kontext geschah, bin ich euch sehr dankbar, wenn ihr mir von euren Erfahrungen berichtet.
Möglichkeit 1: Planung durch Bauunternehmen
Der Architekt des einen Unternehmens, mit dem wir uns unterhalten haben, machte insgesamt einen seriösen und kompetenten Eindruck auf uns. Allerdings hatten wir das Gefühl, dass er uns bei unseren Gedankengängen ein wenig beeinflussen wollte. So riet er uns grundstücksunabhängig von einem Keller ab – mit schwachen Argumenten. Wir empfanden dies als sehr störend und fragen uns, ob er uns bei künftigen Gesprächen tendenziell dahingehend beeinflussen wollen würde, Abstand zu nehmen von Ausstattungsoptionen, die für das Unternehmen weniger lukrativ sind als andere. Im Zweifel würden wir das vielleicht nicht so bemerken wie beim Thema Keller.
Natürlich bekommt man von einem Unternehmen keine solch unabhängige Planung wie von einem freien Architekten. Auf der anderen Seite fragen wir uns, ob ein Haus, das von einem Bauunternehmen geplant wurde, tendenziell deutlich günstiger ist als ein von einem freien Architekten geplantes Haus. Viele Massivbauer weisen ja weit von sich, Häuser von der Stange zu verkaufen, aber es ist doch naheliegend, dass sie bewährte Schemata im Kopf haben, die für sie ökonomisch für günstig sind. Daher meine erste Frage:
1. Ist es eurer Einschätzung nach so, dass man als Bauherr finanziell besser wegkommt, wenn man vom Bauunternehmen planen lässt?
Für uns wäre es völlig ok, einen Grundriss von der Stange zu nehmen, der ggf. noch in Details angepasst wird. Wir brauchen an und für sich kein individuelles Architektenhaus. Allerdings würden wir uns schon eine ehrliche Beratung bei der Planung wünschen, die nicht ausschließlich geprägt ist durch finanzielle Interessen seitens des Bauunternehmens.
Noch eine zweite Frage dazu:
2. Angenommen, wir würden das Haus von besagtem Unternehmen planen lassen und uns anschließend mit diesen Plänen an Wettbewerber wenden. Ist es eurer Erfahrung nach so, dass die Wettbewerber etwas mit den Plänen anfangen und ein Angebot unterbreiten könnten oder müssten wir eher damit rechnen, dass wir bei jedem Wettbewerber wieder alles von vorne bis hinten durchplanen müssten?
Abgesehen davon, dass der zweite Fall zeitaufwendig wäre, fragen wir uns auch, inwieweit die Angebote auf Basis verschiedener Pläne überhaupt vergleichbar wären.
Möglichkeit 2: Planung durch freien Architekten
Wir sehen aufgrund der Unabhängigkeit freier Architekten Vorteile, fragen uns aber wie oben geschrieben, ob ein vom Architekten geplantes Haus deutlich teurer wird als eines, das mit ein paar Modifikationen auf einem Grundriss beruht, den ein Bauunternehmen schon x-mal umgesetzt hat.
3. Darüber hinaus können wir nicht einschätzen, ob Bauunternehmen auch sicher etwas mit den Plänen eines Architekten anfangen können oder ob es gelegentlich vorkommt, dass diese vor Angebotserstellung eigene Pläne anfertigen wollen, wodurch doppelter Zeit- und Geldaufwand entstünde. Eigentlich möchten wir von den vier erwähnten Bauunternehmen Angebote einholen, sodass wir daran interessiert sind, dass keines ausscheidet, nur weil es nicht selbst geplant hat.
4. Ich habe mitbekommen, dass oft diskutiert wird, welche Leistungsphasen man von einem freien Architekten in Anspruch nehmen sollte, wenn man von einem GU bauen lassen möchte. Tobias Beuler & Co. empfehlen ja die Phasen 1-3, andere raten entschieden davon ab. Was meint ihr? Welche Leistungsphasen braucht es tatsächlich, welche sind nice to have?
Und zum Abschluss:
5. Wir fragen uns, welche der beiden Möglichkeiten 1 und 2 unter dem Strich zeitsparender ist. Klar ist, dass der Hausbau zeitintensiv sein wird, allerdings sind wir aktuell in einer Lebenssituation, in der wir recht eng getaktet sind. Lässt sich guten Gewissens Zeit einsparen, ist das schon ein wichtiges Kriterium für uns.
Ganz herzlichen Dank schon mal für eure Antworten!
Dino548 schrieb:
er erwähnte, dass uns, wenn wir von ihm Pläne erstellen ließen und uns letztlich für einen anderen GU entscheiden würden, 2000 € in Rechnung gestellt würden. Ich denke, diese Vorgehensweise ist so üblich? [...] Würde jedes Bauunternehmen, von dem wir ein Angebot einholen möchten, komplett eigene Pläne erstellen, sodass wir die gesamte Entwurfs- und Planungsphase mehrfach durchlaufen müssten?Die Schutzgebühr für das Verschleißen eines Pauschalvertragsarchitekten als überqualifiziertem Bauzeichner ist in etwa dieser Größenordnung üblich - und auch, daß diese auf Euch abgewälzt wird, wenn ihr diesen Aufwand nur treiben laßt, um bebilderte unnütze und überzählige Vergleichsangebote zu generieren. Lasse lieber Deinen Nachwuchs wenn er schon laufen kann ein Haus vom Nikolaus kritzeln: das ist erheblich billiger, und es steht zusätzlich von einem Herzchen umkringelt "für Papa" drauf. "Ernsthafte Planungsphasen" wäre ei Etikettenschwindel, es ist eher ein bis Euer Spielgeld verbraucht ist wiederholbares versuchtes Anfahren im dritten Gang. Gewinner ist dabei ausschließlich derjenige Bauunternehmer, bei den ihr um doch noch irgendwie weiterzukommen landet, wenn Ihr müde und mürbe und arm an Reserven und Zeit geworden seid. Bis meine "Weichenstellung" mit USt zwei Mille kostet, sprächen wir schon von einem 340 qm großen Haus - nur mal so zum Vergleich.Dino548 schrieb:
Aus deiner Antwort lese ich aber heraus, dass es wohl nicht der Standard ist, sich mit den Plänen eines Bauunternehmens an Wettbewerber zu wenden?Bei denjenigen Hausbauwilligen, denen dringend zu raten wäre, sich selbst die Freundschaft zu kündigen, kann man diesen Weg leider durchaus als "Standard" betiteln. Das Sprichwort, das erste Haus für einen Feind zu bauen, ist eine Warnung - keine Handlungsempfehlung !Dino548 schrieb:
Wie sähe denn die Alternative ohne Hinzuziehung eines freien Architekten aus?Wozu willst Du denn ausgerechnet zum richtigen Weg eine Alternative haben ?Der wesentliche Unterschied zwischen einem Berater und einem Verräter ist ja gerade der, nicht die Interessen eines Verkäufers im Schilde zu führen. Das Modul A (Leistungsphase 1 und 2) ist eine unverzichtbare und universelle Grundlage, für die Dich der Architekt zusammen nur neun Prozentpunkte seines Honorars nach Tabelle kostet. Von Madame Glaskuglia auf dem Rummelplatz kriegst Du das nur so wenig billiger, das noch eine Portion Zuckerwatte mit drin ist.
Anschnallen und Schulterblick - lasse sie weg, und schon bist Du durch die Prüfung gefallen. Kein noch so häufiges Einkuppeln im dritten Gang kann sie ersetzen.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
W
wiltshire16.03.25 09:54Dino548 schrieb:
Ich denke, diese Vorgehensweise ist so üblich?Diese Frage nach der "Üblichkeit" kann ich Dir mangels eigener Datenlage nicht beantworten. Wenn Du den Plan zu vereinbarten Bedingungen verwenden kannst ist das mit offenen Karten gespielt und OK.S
Serena_Neubau19.03.25 14:08Ihr steht ganz am Anfang der Hausbaupläne. Die Flut der Informationen werden euch erstmal überschwemmen.
Jeder GU/Hausbaufirma oder Architekt hat zumeist seinen eigenen Baustil. Ihr müsst jemanden finden der eurem Geschmack und Preisrahmen passt.
Ein GU hat den Vorteil dass er viel Arbeit für euch übernimmt. Er wird euch viel Sachen vorschlagen und ihr könnt dann etwas aussuchen. Beim Architekten schickt er euch meist zum aussuchen zu seinen Lieferanten/Handwerkern. Dort könnt ihr die Sachen selbst aussuchen. Das ist mehr Arbeit, aber falls ihr eure Wünsche habt schöner. Dafür ist dass aber sehr anstrengend soviel Entscheidungen selbst zu treffen. Zudem haben die Architekten auch nur eine beschränkte Anzahl an Lieferanten/Handwerkern und ebenfalls Tendenzen zu bestimmten Baustilen. Häufig muss man sich um einzeln Sachen auch selbst kümmern wenn man kein Vermögen an den Architekten zahlen will.
Vorteil beim Architekten ist dann dagegen dass man meist mehr Zeit sich zu entscheiden und auch nachher noch viele Sachen ändern kann. Beim GU/Hausbaufirma plant man alles "kurzfristig" und irgendwann wird dann auch schnell gebaut...
Mein Tipp:
Ihr müsst am besten vorher genau wissen wie euer Haus aussehen soll und versuchen einen GU/Architekten zu finden der in ähnlicher Bauweise baut. Nehmt euch am besten Zeit erstmal zu überlegen was euer Baustill ist und was ihr unbedingt haben wollt. Nach einigen Recherchen hat man plötzlich auch eine ganz andere Ansicht/Verständnis was man eigentlich will. Versucht euch vorab schon in jedes Gewerk/Thema vorab zu informieren, dann könnt ihr bei vielen Sachen auch schon mitreden. Die vielen Informationen überfluten einen zum Teil und man hat zu wenig Zeit sich zu entscheiden und das führt häufig zu Fehlentscheidungen... Am besten sollte man sich erstmal 3-6 Monate Zeit nehmen und sich alles anschauen gehen, Hausbaupark, Fliesenausstellung, Klinker, Putz, in Neubaugebiete fahren, Rohstoffhändler und natürlich im Internet alles durchforsten.
Der Vorschlag aus dem Forum ist auf jeden Fall nicht schlecht, sich erstmal mit einem Architekten hinzu setzen und ein Haus zu Planen. Dann kann man mit dem Entwurf nacher noch schauen ob man mit einem GU/Hausbaufirma oder dem Architekten baut.
Zudem die Hausbaufirmen machen auf jedenfall Druck wenn sie einige mit euch geplant haben...
Als weiteren Richtlinie gilt. 3000 Euro pro Qm2 Haus günstiger Standard plus Grundstück und plus Baunebenkosten die nicht unerheblich sind...
Jeder GU/Hausbaufirma oder Architekt hat zumeist seinen eigenen Baustil. Ihr müsst jemanden finden der eurem Geschmack und Preisrahmen passt.
Ein GU hat den Vorteil dass er viel Arbeit für euch übernimmt. Er wird euch viel Sachen vorschlagen und ihr könnt dann etwas aussuchen. Beim Architekten schickt er euch meist zum aussuchen zu seinen Lieferanten/Handwerkern. Dort könnt ihr die Sachen selbst aussuchen. Das ist mehr Arbeit, aber falls ihr eure Wünsche habt schöner. Dafür ist dass aber sehr anstrengend soviel Entscheidungen selbst zu treffen. Zudem haben die Architekten auch nur eine beschränkte Anzahl an Lieferanten/Handwerkern und ebenfalls Tendenzen zu bestimmten Baustilen. Häufig muss man sich um einzeln Sachen auch selbst kümmern wenn man kein Vermögen an den Architekten zahlen will.
Vorteil beim Architekten ist dann dagegen dass man meist mehr Zeit sich zu entscheiden und auch nachher noch viele Sachen ändern kann. Beim GU/Hausbaufirma plant man alles "kurzfristig" und irgendwann wird dann auch schnell gebaut...
Mein Tipp:
Ihr müsst am besten vorher genau wissen wie euer Haus aussehen soll und versuchen einen GU/Architekten zu finden der in ähnlicher Bauweise baut. Nehmt euch am besten Zeit erstmal zu überlegen was euer Baustill ist und was ihr unbedingt haben wollt. Nach einigen Recherchen hat man plötzlich auch eine ganz andere Ansicht/Verständnis was man eigentlich will. Versucht euch vorab schon in jedes Gewerk/Thema vorab zu informieren, dann könnt ihr bei vielen Sachen auch schon mitreden. Die vielen Informationen überfluten einen zum Teil und man hat zu wenig Zeit sich zu entscheiden und das führt häufig zu Fehlentscheidungen... Am besten sollte man sich erstmal 3-6 Monate Zeit nehmen und sich alles anschauen gehen, Hausbaupark, Fliesenausstellung, Klinker, Putz, in Neubaugebiete fahren, Rohstoffhändler und natürlich im Internet alles durchforsten.
Der Vorschlag aus dem Forum ist auf jeden Fall nicht schlecht, sich erstmal mit einem Architekten hinzu setzen und ein Haus zu Planen. Dann kann man mit dem Entwurf nacher noch schauen ob man mit einem GU/Hausbaufirma oder dem Architekten baut.
Zudem die Hausbaufirmen machen auf jedenfall Druck wenn sie einige mit euch geplant haben...
Als weiteren Richtlinie gilt. 3000 Euro pro Qm2 Haus günstiger Standard plus Grundstück und plus Baunebenkosten die nicht unerheblich sind...
N
nordanney19.03.25 14:33Serena_Neubau schrieb:
Jeder GU/Hausbaufirma oder Architekt hat zumeist seinen eigenen Baustil. Ihr müsst jemanden finden der eurem Geschmack und Preisrahmen passt.
Ein GU hat den Vorteil dass er viel Arbeit für euch übernimmt. Er wird euch viel Sachen vorschlagen und ihr könnt dann etwas aussuchen. Beim Architekten schickt er euch meist zum aussuchen zu seinen Lieferanten/Handwerkern. Dort könnt ihr die Sachen selbst aussuchen. Das ist mehr Arbeit, aber falls ihr eure Wünsche habt schöner. Dafür ist dass aber sehr anstrengend soviel Entscheidungen selbst zu treffen. Zudem haben die Architekten auch nur eine beschränkte Anzahl an Lieferanten/Handwerkern und ebenfalls Tendenzen zu bestimmten Baustilen. Häufig muss man sich um einzeln Sachen auch selbst kümmern wenn man kein Vermögen an den Architekten zahlen will.Der Architekt plant lediglich mit Euch das Haus. Er hat keine Lieferanten oder Handwerker, die Ihr nehmen müsst. Er macht Ausschreibungen nach genau Euren Wünschen und darauf geben die von ihm und von Euch ausgesuchten Unternehmen Ihre Angebote ab.Das ist genauso aufwändig wie beim GU. Hat aber den Vorteil, dass Du nicht zwischen Model A und B bei der Badewanne aussuchen darfst, sondern Deine eigenen Wünsche formulierst.
Kurz: Beim GU suchst Du das aus, was der GU anbietet. Beim Architekten suchst Du den Handwerker aus, der Deine Wünsche erfüllen möchte.
S
Serena_Neubau19.03.25 15:26nordanney schrieb:
Der Architekt plant lediglich mit Euch das Haus. Er hat keine Lieferanten oder Handwerker, die Ihr nehmen müsst. Er macht Ausschreibungen nach genau Euren Wünschen und darauf geben die von ihm und von Euch ausgesuchten Unternehmen Ihre Angebote ab.
Das ist genauso aufwändig wie beim GU. Hat aber den Vorteil, dass Du nicht zwischen Model A und B bei der Badewanne aussuchen darfst, sondern Deine eigenen Wünsche formulierst.Das ist schon richtig. Aber der Architekt schreibt auch nur die Handwerker an, mit denen er häufig zusammen arbeitet, bzw aus der Region... Für die Handwerker ist es ein Riesenaufwand bei so einer Ausschreibung teilzunehmen. Meistens nehmen an den Ausschreibungen dann häufig nur die Handwerker teil die wirklich eine Chance sehen einen Auftrag zu bekommen... Das sind dann die Handwerker mit Beziehungen zu den Architekten. Aus unserer Erfahrung plant der Architekt zuerst auch so wie er zumeist seine Häuser baut bzw für richtig hält. Wenn man dann etwas anderes will bzw andere Vorstellung hat, muss man das auch schwierig durchsetzen, bzw sich selbst um vieles kümmern.
N
nordanney19.03.25 15:35Serena_Neubau schrieb:
Aber der Architekt schreibt auch nur die Handwerker an, mit denen er häufig zusammen arbeitet, bzw aus der RegionDer Architekt macht das, was ich ihm als sein Brötchengeber vorgebe. Und wenn er seine drei Top-Handwerker jeweils in den Ring wirft, nehme ich die von ihm erstellte Ausschreibung (die ich bezahlt habe) und gebe sie an die Handwerker, die ich kenne, die Bekannte kennen und die ich mir vielleicht noch überregional nach guten Bewertungen rausgesucht habe.Serena_Neubau schrieb:
Für die Handwerker ist es ein Riesenaufwand bei so einer Ausschreibung teilzunehmen.Nö. Müssen nur eine detaillierte Liste ausfüllen. Wer seinen Laden und seine Preise im Griff hat, erledigt das schnell. Wir reden über ein Einfamilienhaus und kein 30.000qm-Bürohaus.Serena_Neubau schrieb:
Aus unserer Erfahrung plant der Architekt zuerst auch so wie er zumeist seine Häuser baut bzw für richtig hält.Dann war das Erstgespräch Mist und/oder Ihr hattet nicht die Hosen an. Ergänzung: Was er für richtig hält, hat oft seinen Sinn aus der Erfahrung, die er hat. Sind oft aber eher die Details (Größe Eingangsbereich mit passender Garderobe, Größe/Ausrichtung/Steigung Treppe etc.).Wie viele Häuser hast Du schon mit einem Architekten gebaut?
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