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ᐅ Neubau Einfamilienhaus, Gas oder Wärmepumpe, Ziel KfW55


Erstellt am: 15.08.2013 20:51

Elektrofuzzi 15.08.2013 20:51
Hallo Forum,

seit einiger Zeit lese ich hier mir und bin über die Qualität einiger Antworten sehr begeistert,
daher hoffe ich, dass auch mir der richtige Schubs gegeben wird.

Derzeit sitze ich an der Planung meines Einfamilienhaus mit 171m2 Wohnfläche im Kfw70 Standard
Über den Bauträger würde ich eine Gasbrennwerttherme mit Warmwasser Solar und eine Zehnder ComfoAir Wohnraumbelüftung bekommen.
Über einen befreundeten Heizungsinstallateur würde ich eine Ochsner Luft-Wasser-Wärmepumpe GMLW9 plus VX mit Split-Außenteil Millennium MSV 14 für die Heizung
und eine Ochsner Europa 323DK Luft-Warmwasser-Wärmepumpe mit integrierter Wohnraumbelüftung bekommen. Diese Pumpe würde im Hauswirtschaftsraum installiert und saugt im Flur und Bad die
warme Luft ab, über Membranklappen am Fenster wird dem Raum wieder Frischluft hinzugeführt.

Ich bekomme beides zum selben Preis.

Zum Haus:

Staffelgeschoss, 171m2 Wohnfläche
Fußbodenheizung Vorlauf ca. 35°C
2-schaliger Maueraufbau 17,5cm Ytongg, 14cm Dämmung, Klinker
10cm Perimitterdämmung
3-fach Verglasung 6-Kammerprofil Ug Wert 0,7

Ergebnis der Energieberatung nach DIN 4108-6 und DIN 4701-10
Jahres-Primärenergiebedarf 56,92 kWh/m2
Transmissionswärmeverlust 0,27 W/(m2K)
Gebäudehüllfläche 534,65m2
Gebäudevolumen 705,65m2
beheiztes Luftvolumen 536,29m2
Gebäudenutzfläche 225,81m2
A/V-Verhältnis 0,76 1/m
Fensterfläche 39,36m2

Sohlplatte U-Wert 0,23 W/(m2K)
Außenwand U-Wert 0,17 W/(m2K)
Holzbalkendecke U-Wert 0,19 W/(m2K)
Decke gegen Außenluft nach oben U-Wert 0,23 W/(m2K)
Decke gegen Außenluft nach unten U-Wert 0,22 W/(m2K)

absoluter Bedarf Heizung 10704 kWh/a
absoluter Bedarf Trinkwassererwärmung 2823 kWh/a

Ich hoffe, das reicht erstmal.

Zur Frage:

Welches der o.g. Heizungsmodelle ist sinnvoller?
Sind die Werte passabel?
Würde ich mit dem Wärmepumpe-Modell und einer 5kWp Photovoltaikanlage eventuell KFW 55 erreichen?

Ich freue mich schon auf die Antworten.

Danke
Elektriker

Elektrofuzzi 15.08.2013 21:00
Noch was zur Wärmepumpe:
inkl Kühlfunktion und einem Pufferspeicher für geplante Photovoltaikanlage

€uro 16.08.2013 09:16
Hallo,
Elektriker schrieb:
....Über den Bauträger würde ich eine Gasbrennwerttherme mit Warmwasser Solar und eine Zehnder ComfoAir Wohnraumbelüftung bekommen.
Das Übliche, bei dem eine Solarthermieanlage zwangsweise mitgekauft werden muß, obwohl im Einfamilienhaus meist unwirtschaftlich :-)
Elektriker schrieb:
....Über einen befreundeten Heizungsinstallateur würde ich eine Ochsner Luft-Wasser-Wärmepumpe GMLW9 plus VX mit Split-Außenteil Millennium MSV 14 für die Heizung
und eine Ochsner Europa 323DK Luft-Warmwasser-Wärmepumpe mit integrierter Wohnraumbelüftung bekommen. Diese Pumpe würde im Hauswirtschaftsraum installiert und saugt im Flur und Bad die
warme Luft ab, über Membranklappen am Fenster wird dem Raum wieder Frischluft hinzugeführt.
Ob im Winter eine Zulufttemperatur von - 12...-25°C sinnvoll ist, muß Jeder selbst entscheiden ;-) Zudem, warum zwei Wärmepumpe und nicht eine Luftwärmepumpe für Heizung, Warmwasser und eine separate Kontrollierte-Wohnraumlüftung m. WRG?
Elektriker schrieb:
...
Ergebnis der Energieberatung nach DIN 4108-6 und DIN 4701-10...
Das sind normierte Randbedingungen für primärenergetische Nachweise, mehr nicht.
Es ist unzulässig, diese für eine Heizungsdimensionierung zu verwenden!
Elektriker schrieb:
...Würde ich mit dem Wärmepumpe-Modell und einer 5kWp Photovoltaikanlage eventuell Kfw 55 erreichen?
Das hängt davon ab, an welcher Stelle es krankt! Entweder Ht´ oder qp´´! Sollte qp´´ der "springende Punkt" sein, ist es relativ sicher, dass KfW 55 erreicht werden kann.
Was ein Pufferspeicher, der bei Wärmepumpe eher effizienzmindernd wirkt, mit einer Photovoltaik zu tun hat, erschließt sich mir nicht ;-)

v.g.

Elektrofuzzi 16.08.2013 09:53
Hallo €uro,

vielen Dank erstmal für die Antwort, leider bin ich nicht viel schlauer als vorher :-(

Zwei wärmepumpen aus folgenden Grund:
Müsste der Heiz& Warmwasserbedarf von einer Wärmepumpe erzeugt werden, so würde das Gerät aufgrund der 2 unterschiedlichen Temperaturen (35° Heizung und 65° Warmwasser) zum überschwingen neigen.
Eine Vorlauftemperarur von 35°C lässt sich selbst im tiefsten Winter gut erreichen.

Die Warmwasser-Wärmepumpe zieht die ca 20°C warme Raumluft ab, was zur folge hat, das weniger Energie aufgewendet werden muss, um die 65° Wassertemperatur zu erreiche, gleichzeitig erschlagen wir das Thema Wohnraumbelüftung.

Wichtig sind uns vor allem die Kosten, ich möchte für das gesamte Heizssytem nicht mehr ausgeben als die Vorgabe vom BU und das haben wir mit diesem Modell erreicht.

Welche DIN muss für eine Heizlastberechnung herangezogen werden?
Soll das heißen, der Heizungsinstallateuer kann mit den ganzen Daten aus der Berechnung nichts anfangen?

Der Pufferspeicher dient letztendendes als Energiespeicher der Photovoltaikanlage und soll den Eigenverbrauch erhöhen.

Die COP der Heizungswärmepumpe liegt bei L2/35W bei 4,0 nach Herstellerangaben.
Die Heizleistung der Warmwasser-Wärmepumpe liegt bei L21/W15-55 bei 2,2kW nach Herstellerangaben.

perlenmann 16.08.2013 10:45
Wenn Du wirklich einen Bauträger hast, dürftest Du schonmal mit Sicherheit keinen anderen die Heizung bauen lassen dürfen.

Wie 2 Wärmepumpe günstiger wie eine etwas größere sein soll, erschließt sich mir nicht.

Zur Logik: Damit die Wasser-Wärmepumpe es nicht so schwer hat, saugt sie die Wärme aus der Bude? Wo kommt diese Wärme her? Richtig: Aus der 2. Wärmepumpe die die Fußbodenheizung versorgt. Sry, Schwachsinn!
Warum eigentlich Wasser auf 65Grad? Dürfte bei einer Luftwärmepumpe vermutlich sogar über Heizstab zugeheizt werden müssen?!

Elektrofuzzi 16.08.2013 11:06
Laut Ochsner wird bis 65°C keine Heizstab benötigt.
Die zweite Pumpe kommt hauptsächlich wegen der Wohnraumbelüftung.
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