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dollartas

arbeiten Luxusgüter Bett sparen

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@Samtpfote
ein schöner Bericht wie ich finde. Sicher gibt es Kinder wie du, die es zu schätzen wissen, was Eltern für sie tun und dass ist lobenswert. Nur bist du leider m. E. eine Ausnahme.
Was die Methoden der Erziehung angeht, zeigt sich dann, ob Kinder im Poesiealbum oder auf einem Fahndungsfoto erscheinen. :) ;)
 
Ich find auch deine Eltern haben es richtig gemacht @ Samtpfote. Ich stamme aus einem Sozialhilfehaushalt (alleinerziehende Schwerbehinderte) und meine Kindheit war nicht nur bettelarm, sondern auch sonst ziemlich mies. Ich hatte irgendwann ein viel zu großes Fahrrad vom Schrottplatz, kein Bett, keinen Schreibtisch und zu Weihnachten und Geburtstag gabs 100 DM. Übrigens kriege ich immer noch dasselbe, jetzt in Euro (50). Führerschein oder Auto waren daher undenkbar und unerreichbar teuer.
Irgendwann bin ich dann in die Betreuung vom Jugendamt gewechselt, die ich selbst als Kind beantragt habe. Da wurde man dann leider auch nicht mit Geld überhäuft... Nebenbei arbeiten sinnlos, da jegliches Einkommen direkt auf die Jugendhilfe angerechnet wurde.
Taschengeld habe ich zwar bekommen, aber zuwenig. Konkret waren es zuletzt (bei Muttern) ab 13 Jahren 250 DM. Davon habe ich mein Essen und Trinken selbst kaufen müssen, für anderes blieb nix übrig.
Daher konnte ich und kann ich Eltern absolut und gar nicht verstehen, die genug Geld haben, ihre Kinder aber arbeiten lassen. Mein Mann zb hatte am Wochenende und teils auch unter der Woche bis tief in die Nacht in der Gastronomie gearbeitet, "nebenbei" Ganztags Schule. Wann soll man sich da erholen? Dafür hab ich einfach kein Verständnis. Kinder kosten nunmal Geld, und wenn man das nicht ausgeben will, dann soll man sich die Kinder sparen. Selbständig wird man noch früh genug, aber Schule ist ein Vollzeitjob und kein Larifari.
Eine Kindheit und Eltern wie von Samtpfote kann ich neidlos jedem gönnen, auch wenns bei mir das krasse Gegenteil war. Ich werd eher sauer wenn wohlhabende Eltern ihre Schulkinder zur Arbeit antreiben.
 
In einen völlig falschen Hals bekommen - niemand treibt ein Kind zu etwas und - so sehe ich das bei unserem - es muss auch sicher nicht bis tief in die Nacht oder am WE durcharbeiten.

Es geht um ein gesundes Maß und die Lehre, sein selbst verdientes Geld zu sparen oder halt zu verprassen - mit allen Konsequenzen.

Es geht dann um zusätzliche Luxusgüter, die man sich (evtl. nur anteilig) mit erarbeiten soll.

Genau diese Fähigkeit, mit Geld umzugehen und vor allem den Respekt vor dem eigens erarbeiteten Lohn, der fehlt m.M.n. vielen Teenies mittlerweile...
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
Und ich meinte nicht die zusätzlichen Luxusgüter sondern arbeiten gehen für (normale!) Kleidung, die Busfahrkarte, die man dringend braucht, um zur Schule zu kommen, ein neues Bett, weil das alte kaputt ging... das ist einfach ein No-Go.
Klar, wenn ein Kind unbedingt die 2000 Euro Stereoanlage braucht kann man als Elternteil sagen, arbeite dafür - aber dennoch darf die Schule nicht drunter leiden. Wenn das Kind im Unterricht mit dem Kopf auf dem Tisch liegt und schläft, weil es bis 2 Uhr nachts arbeiten mußte (oder wollte) dann stimmt da was nicht. Samstags nachmittags freiwillig Zeitungen austragen für reine Luxusgüter ok. Aber nicht für die Busfahrkarte.
Habe übrigens die vorigen Beiträge nicht gelesen, daher hab ich nix falsch verstanden sondern mich rein auf Samtpfotes Beitrag bezogen.
 
Man sollte alles lesen, wenn man sich an so einer Diskussion beteiligen möchte.

Niemand hat solche Sachen hier von seinen Kindern verlangt....
 
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Das hab ich auch nicht behauptet. Ich hab nur geschrieben wie es bei mir im Vergleich zu meinem Mann war. Und alles lesen - nein danke, das muß man beileibe nicht. Das meiste auf den letzten Seiten ist doch nur Polemik, dafür ist mir die Zeit zu kostbar.
 
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