Liebe alle,
nach den ersten Gesprächen mit regionalen Generalunternehmen und dem Lesen von Bauleistungsbeschreibungen ergaben sich Fragen zum Wandmaterial (Aufbau).
Wir würden (da es offensichtlich nicht so weit vom Standard abzuweichen scheint) gerne KfW-55 bauen. Weiterhin möchten wir eine gute Schallisolierung (der Flugverkehr des BER lässt sich leider im Osten Berlins nicht ganz überhören, auch wenn die Flieger nicht direkt über uns fliegen werden).
Daher bin ich noch etwas überfordert von den vielen Außenwandmöglichkeiten.
Prinzipiell erscheint mir monolitisch als Vorteil, da Steine ja eine WDVS deutlich überleben dürften und pflegeleichter sind? Gibt es hier schon belastbare Erfahrungen zum WDVS? Außerdem bin ich mir mit Kalksandstein etwas unsicher (beste Schallisolierung, aber ich will ja nicht ständig beim Bohren den Sand rieseln haben?!)
Wie hält es sich denn mit der Erneuerung von Putz auf der Fassade? Ich kann mich zumindest bei meinen Eltern in den letzten knapp 30 Jahren nicht erinnern, dass das gemacht wurde (Haus aus Ende der 70er).
Ab 36,5er Wandstärke dürfte Porenbeton die Anforderungen an den KfW-Standard erfüllen (U-Wert <0,2), während Poroton zusätzliche Füllung mit Perlit benötigt.
Dafür ist die Schallisolierung von Poroton besser als von Porenbeton, wenn ich richtig recherchiert habe (zumindest auf dem Papier). Wie verhält sich das in der Praxis?
Blähton wurde uns auch angeboten (Allerdings als fertige Systemwand). Da müsste man aber dann sehr viel WDVS drauf packen um auf den KfW-Standard zu kommen (und wie sieht es mit dem Schall hier aus)?
Und vor allem: Was kosten die Optionen (Kalksandstein+WDVS vs Porenbeton vs gedämmter Poroton) bei z.B. einer Stadtvilla mit 10x10m Grundriss? Die meisten GUs bauen ja nur mit dem einen oder mit dem anderen (wobei ich gedämmten Poroton noch gar nicht gefunden habe?!).
Um es auch im Haus nicht zu hellhörig zu haben, erschienen mir normale Porotonwände sinnvoll (12 bzw 24 wenn tragend)? Kalksandstein dürfte etwas schwer sein (und die Sandproblematik)?
Vielen Dank für eure Meinung
Stephan
P.S.: Sind wir wirklich bei "normalem Standard" Haus inzwischen auch in Brandenburg bei 2100-2500€/qm? Oder waren wir bei den falschen GUs?
nach den ersten Gesprächen mit regionalen Generalunternehmen und dem Lesen von Bauleistungsbeschreibungen ergaben sich Fragen zum Wandmaterial (Aufbau).
Wir würden (da es offensichtlich nicht so weit vom Standard abzuweichen scheint) gerne KfW-55 bauen. Weiterhin möchten wir eine gute Schallisolierung (der Flugverkehr des BER lässt sich leider im Osten Berlins nicht ganz überhören, auch wenn die Flieger nicht direkt über uns fliegen werden).
Daher bin ich noch etwas überfordert von den vielen Außenwandmöglichkeiten.
Prinzipiell erscheint mir monolitisch als Vorteil, da Steine ja eine WDVS deutlich überleben dürften und pflegeleichter sind? Gibt es hier schon belastbare Erfahrungen zum WDVS? Außerdem bin ich mir mit Kalksandstein etwas unsicher (beste Schallisolierung, aber ich will ja nicht ständig beim Bohren den Sand rieseln haben?!)
Wie hält es sich denn mit der Erneuerung von Putz auf der Fassade? Ich kann mich zumindest bei meinen Eltern in den letzten knapp 30 Jahren nicht erinnern, dass das gemacht wurde (Haus aus Ende der 70er).
Ab 36,5er Wandstärke dürfte Porenbeton die Anforderungen an den KfW-Standard erfüllen (U-Wert <0,2), während Poroton zusätzliche Füllung mit Perlit benötigt.
Dafür ist die Schallisolierung von Poroton besser als von Porenbeton, wenn ich richtig recherchiert habe (zumindest auf dem Papier). Wie verhält sich das in der Praxis?
Blähton wurde uns auch angeboten (Allerdings als fertige Systemwand). Da müsste man aber dann sehr viel WDVS drauf packen um auf den KfW-Standard zu kommen (und wie sieht es mit dem Schall hier aus)?
Und vor allem: Was kosten die Optionen (Kalksandstein+WDVS vs Porenbeton vs gedämmter Poroton) bei z.B. einer Stadtvilla mit 10x10m Grundriss? Die meisten GUs bauen ja nur mit dem einen oder mit dem anderen (wobei ich gedämmten Poroton noch gar nicht gefunden habe?!).
Um es auch im Haus nicht zu hellhörig zu haben, erschienen mir normale Porotonwände sinnvoll (12 bzw 24 wenn tragend)? Kalksandstein dürfte etwas schwer sein (und die Sandproblematik)?
Vielen Dank für eure Meinung
Stephan
P.S.: Sind wir wirklich bei "normalem Standard" Haus inzwischen auch in Brandenburg bei 2100-2500€/qm? Oder waren wir bei den falschen GUs?
11ant schrieb:
Du wirst schon nur Energieeinsparverordnung mit Kalksandstein nicht ohne WDVS bauen können, insofern wären wir an dieser Stelle wieder bei der Gretchenfrage, wie Du es mit der Religion halten willst.Also wir bauen KFW 55 mit Kalksandstein und ohne WDVS. 😉 Gut, es gibt noch eine Vormauerschale aus hübschen Klinkern, aber das war hier nicht explizit ausgeschlossen worden, oder?B
Baumeister8616.08.21 16:56motorradsilke schrieb:
Wir haben unser altes Haus abreissen lassen. Das waren ca. 80 qm plus ein kleiner Keller mit ca. 8 qm. Allerdings haben wir selbst entkernt, weil Türen, Fenster und Dachbelag (Blech) noch Verwendung bei meinen Söhnen für Schuppen und Tierunterkünfte finden. Für den Abriss des verbleibenden Mauerwerks und das Wiederauffüllen haben wir ca. 20000 Euro bezahlt.
Wir hätten es auch günstiger haben können (14000), aber wir wollten es von dem Bauunternehmer machen lassen, der auch das Haus baut. Zum Einen, weil es bei uns um nahtloses Hintereinander ging (wir müssen so schnell wie möglich fertig sein, weil wir jetzt nur in einem Container auf dem Grundstück wohnen), zum Anderen, weil dann bei evtl. Problemen (Risse o.ä. im Mauerwerk) es nicht Einer auf den Anderen schieben kann.Puh, das klingt ja irgendwie anders als die 30.000-35.000 die bei uns ungesehen geschätzt wurden von einem der Häuserbauer.
Wenn ihr momentan auch noch im Bauwagen wohnt, kann ich das erst recht verstehen. Uns geht es aber genauso, aus einer Hand hätte den Vorteil, dass es keiner auf den anderen schieben kann. Nur haben wir bisher niemanden gefunden, der abreißt und bauen will (nur bauen und Empfehlungen wer für den Abriss in Frage käme). Darf ich fragen, mit wem ihr das macht @motorradsilke?
@Acof1978 in den Gesprächen mit den ersten beiden GUs wären Kamin, elektrische Fensterläden und KfW-55 inklusive (Stadtvilla mit 250 Lichter Deckenhöhe) gewesen bei diesem qm Preis. Der Eine baut laut Bauleistungsbeschreibung nur leider keine Garage und keine Terrasse und der andere ignoriert meine Anfrage nach einer Bauleistungsbeschreibung. Daher kann ich nicht viel mehr sagen.
Abriss wollen beide nicht machen.. daher ist das irgendwie gerade etwas schwierig.
K1300S schrieb:
Unsere Kalksandstein-Wände sind innen wie außen 15 cm starkK1300S schrieb:
Also wir bauen KfW 55 mit Kalksandstein und ohne WDVS. 😉 Gut, es gibt noch eine Vormauerschale aus hübschen Klinkern, aber das war hier nicht explizit ausgeschlossen worden, oder?15 cm Kalksandstein plus Klinkerverblender, nichts dazwischen, keine Luftschicht, keine Steinwolle oder dergleichen ?https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
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