LAN Dosen setzen noch zeitgemäß? WLAN/drahtlos ist die Zukunft!

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T

Tamstar

Ich weiß nicht, ob ich hier mal reingrätschen darf: Macht ihr euch Gedanken über Elektrosmog? Oder seht ihr das als Alufolien-Gerede an?
 
B

Bauherr am L

Ich weiß nicht, ob ich hier mal reingrätschen darf: Macht ihr euch Gedanken über Elektrosmog? Oder seht ihr das als Alufolien-Gerede an?
Weder noch. Aber ich glaube, die Diskussion artet teilweise (siehe Beitrag von @fragg ) schon aus und ist weit von objektiver Betrachtung entfernt. Elektrosmog ist (derzeit) nicht objektiv bewertbar. Dem Entziehen ist eh unmöglich geworden.
 
G

guckuck2

Noch einmal: es geht nicht ums geizen.

Ich Stelle LAN als zukunftsorientierte Technologie in Frage. Deine Erkenntnisse zum 5G Mobilfunk sind mir neu. Persönlich glaube ich eher, dass Kommunikationstechnologie (damit meine ich alles was kommuniziert, also auch Geräte, nicht nur Menschen) weg von festen Standorten hin zu größtmöglicher mobiler Flexibilität tendiert. Um es mal radikal zu formulieren:

Wer heute zuhause ein Festnetz-Telefon hat, ist schon aus der Zeit gefallen. Remote-Arbeiten ist auch so ein Beispiel. Keine Ortgebundenheit, ob innerhalb des Gebäudes oder weltweit. Die Diskussion hier mit dem LAN und Bandbreiten und bitte per Kabel erinnert mich an die Geschichte der Telefonnetze in Industrie- vs. Entwicklungsländern. Letztere haben die Technologie der Telefonnetze quasi völlig übersprungen und es wurden nur Mobilfunknetze aufgebaut. Kein Mensch wäre dort noch auf die Idee gekommen Leitungen von Haus zu Haus zu legen... Mag natürlich ein wenig hinken der Vergleich, aber Parallelen sehe ich schon.
Zum Thema 5G empfehle ich den Kommentar "Netzwerk: Warum 5G nicht das bessere Wi-Fi ist" auf Golem . de, um einen Einstieg zu erhalten.

Aus beruflicher, unmittelbarer Erfahrung kann ich berichten, dass der Hype um 5G, Cloud und IoT langsam in der Realität ankommt.
Die Anbindung von IoT Geräten an die Cloud ist zu langsam und zu teuer, die Cloud selbst ist zu teuer. Die aktuelle Sau schimpft sich Edge Computing, was im Prinzip nichts anderes bedeutet als möglichst kompakte Recheneinheiten dicht an den Workload (=das Gerät) zu bringen, damit Latenz und Kosten wieder passen.
Da spielt 10-40Gbit über Kupfer oder Glas eine erhebliche Rolle, das ist bezahlbar, das funktioniert und ist robust. Das ist störungsfrei und funktioniert nicht nur 500m um den nächsten Sendemast herum zuverlässig.

Zur Remote-Arbeit kann ich auch was berichten, nämlich die Häufigkeit der von Usern (=Mitarbeitern) gemeldeten Verbindungsprobleme aus dem Homeoffice. In 90% der Fälle liegt das Problem in der heimischen Infrastruktur, wenn Junior grad netflixt und bei Papa dann die Videokonferenz hakelt. Am besten noch mit WLAN dazwischen. Solche Fälle lehnen wir am Service Desk freundlich aber konsequent ab und verweisen auf eine mittlerweile existierende Richtlinie, dass wir Personal nur Heimarbeit gestatten, wenn die nötigen technischen Vorkehrungen im Form einer Eigenerklärung nachgewiesen wird. Wir fordern einen Internetanschluss mit mindestens 10/0,5 MBit/s Down/Upload und durchgängige Kabelverbindungen. Sagt der MA das nicht zu, gibts kein Homeoffice mehr.

Entwicklungsländern fehlt der nötige Invest in kabelgebundene Infrastrukturen. Ein weiteres Hemmnis sind dünn besiedelte Gebiete, die günstiger mit Funklösungen abzudecken sind. Der Aufbau einer solchen Infrastruktur ist zudem schneller zu bewerkstelligen als Kabel zu buddeln.
In dicht besiedelten Gebieten hemmt der fehlende Glasfaserausbau auch das Funknetz, siehe aktuelle Berichte zum Telefonica Netz, das zum einen die schlechteste Abdeckung aber auch die schlechteste Bandbreite liefert. Wenn man so einen Mast an ne olle DSL-Strecke hängt, ist das auch keine Überraschung. Ohne Glas kein LTW/5G, das auch leistungsfähig ist.
 
S

Scout

Macht ihr euch Gedanken über Elektrosmog?
Ja. Ich empfehle Google, "Scientific evidence contradicts findings and assumptions of Canadian Safety Panel 6: microwaves act through voltage-gated calcium channel activation to induce biological impacts at non-thermal levels, supporting a paradigm shift for microwave/lower frequency electromagnetic field action."

Muss jeder selber wissen was für ihn persönlich wichtiger ist.

Elektrosmog ist (derzeit) nicht objektiv bewertbar
Das waren die Themen Asbest und PCB in der 70ern ebenfalls nicht gewesen. Wer was dagegen sagte waren alles gleich esoterische Spinner Oder Rauchen in den 50ern....

Dem Entziehen ist eh unmöglich geworden.
Einverstanden. Ein Minimieren ist aber immer möglich.
 
S

Scorpy

Wir haben auch einige LAN-Dosen im Neubau und ich hätte aktuell gern an manchen Stellen noch mehr Dosen.
Was ich damals nicht berücksichtigt habe war, dass eine HUE Bridge auch einen LAN Anschluss braucht. Genauso ist es auch bei der Bridge für unsere Rollos.
Weiter habe ich noch einen älteren Denon Receiver der nur übers LAN in Netzwerk eingebunden werden kann. Dies wird genutzt um am Wochenende Internetradio darüber abspielen zu können.
Eine LAN-Dose ging darauf um das Telefonsignal an unser altes vorhandenes Telefon zu bringen (spielt bei euch keine Rolle).
Unsere Eltern rufen immer dort an und der Anschluss ist beim Internet dabei.
 

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