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ᐅ Kostenrahmen Baugenehmigung – Architekt (23-50k) vs. Bauingenieur (5k) für Kernsanierung mit Anbau. Übersehen wir etwas?


Erstellt am: 29.03.26 18:31

W
wpic
30.03.26 11:39
Meine sehr eindeutige Haltung zu der angekündigten Vorgehensweise ist die Konsequenz aus vielen Bauberatungssituationen. 2-3mal im Jahr werde ich zur Beratung zu solchen Projekten gebeten, die genau auf diese Art und Weise begonnen worden sind und die sich festgefahren haben. In solche Projekte ist i.d.R. bereits viel Zeit und manchmal auch viel Geld investiert worden, ohne das ein stimmiges und benutzbares Schlussergebnis erreicht worden ist. Das Fazit meiner Beratung ist meistens, das zu einem früheren Zeitpunkt andere Entscheidungen hätten getroffen werden müssen und das bestimmte Arbeiten ggf. zurückgebaut oder stark verändert werden müssen, um zu einem gewünschten Ergebnis zu kommen.

Das Engagement und Selbstvertrauen der Bauherren/Bauherrinnen, die ein paar Fachbücher quergelesen oder einige Wochenenden im Internet recherchiert haben, ersetzt aber kein mehrjähriges Studium und darauffolgende jahrzehntelange Erfahrungen aus Projektplanungen im Bestand. Bauen im Bestand kann komplizierter und risikobehafteter sein, als einen Neubau auf der grünen Wiese hochzuziehen. Das von Bauherren-/Bauherrinnenseite zu unterschätzen oder zu ignorieren, ist fahrlässig. Abgesehen gibt es bei diesen Projekten auch bau- und planungsrechtliche Aspekte, die beachtet werden müssen und die dem privaten Laien meist gänzlich unbekannt sind. Stichwort : genehmigungspflichtige Eingriffe in die Bausubstanz, statisch relevante Änderungen am Bauwerk und die Notwendigkeit, ggf. einen Bauantrag durch einen bauvorlageberechtigten Architekten stellen zu müssen.

Natürlich mag es auch Bestandsanierungen geben, die in Eigenregie zu einem benutzbaren Ergebnis führen. Dann meistens von Eigentümern, die selbst Handwerker sind, Bauerfahrung haben und auf einen Stamm von bekannten/befreundeten Firmen zurückgreifen können, die aus dieser privaten Verbindung heraus bereits sorgfältiger arbeiten als für einen beliebigen Auftraggeber. Der Nachteil dieser Selbstsanierungen ist jedoch, das es keine Planungsunterlagen gibt, aus denen später zu entnehmen ist, mit welchen Materialien/Konstruktionen etc. umgebaut worden ist. Die Dokumentation der Sanierung fehlt und damit auch der Nachweis einer sach- und fachgerechten Planung. Für eine spätere Bewertung der Immobilie durch eine Bank ist das durchaus ein Kriterfium, das geprüft wird.

Ich hätte kein Problem damit, im Forum darzustellen, daß ich Architekt bin. Das wird durch die Forumsregeln aber untersagt. Ein Interesse an einer solchen Sanierung besteht nicht, da mein Büro über eine gesicherte Auftragslage verfügt. Mein Interesse besteht darin, (Um-)Bauwillige davor zu bewahren, die gleichen Fehler immer wieder neu machen zu wollen, in der Annahme, das sie bei Ihnen zu einem wesentlich besseren Ergebnis führen.
H
hanghaus2023
30.03.26 15:02
Kernsanierung mit Anbau? Das kann ein Haus mit 70m2 WF oder 250m2 sein. Wie soll man das beurteilen ohne wenigstens den Bestand und den Wunsch des TE zu kennnen? 

1
11ant
30.03.26 15:53
MachsSelbst schrieb:
In diesem Zusammenhang finde ich es ehrlich gesagt auch unter aller Kanone, dass hier ein Architekt seinen Senf dazugibt, ohne sich als hauptberuflicher Architekt zu kennzeichnen...

@wpic hat hier nie bestritten oder gar verleugnet, hauptberuflich aktiv freiberuflich selbständiger Architekt zu sein. Als ich mich hier anmeldete, war er meines Erinnerns auch schon hier, und gab man in seinem Profil seinen Beruf noch an. Der Betreiber - und nicht die Mitglieder ! - können beeinflussen und hat/haben zu verantworten, daß den Besuchern diese Information(en) mittlerweile nicht mehr weitertransportiert werden. Ich bin froh, zu wissen, daß er meinen damaligen Traumberuf tatsächlich ergriffen hat und ausübt - so kann ich ihn in Threads hinzurufen wie @KlaRa bei Böden.

MachsSelbst schrieb:
Auch wenn das natürlich wieder bitterböse Smileys als Reaktion gibt... das ist hier kein reines Laienforum, manche Leute hier haben ein finanzielles Interesse und so muss man die Beiträge auch lesen.

Gottseidank ist es kein reines Laienforum. Wer hier hin kommt, hat nämlich selten Mangel an weiterem Stammtischgeschwätz. Der Wert eines solchen Fachforums kommt wesentlich aus der Kompetenz der StammdiskutantInnen, die soweit nicht vom Fach häufig (und teils sogar wiederholt) eigene BauherrInnenerfahrungen beisteuern können. Ich selbst wollte als Schüler Architekt werden, bin nach dem Zivildienst technischer Unternehmensberater geworden und habe als solcher architektöse Vorgehensweisen angewandt und später eine Fensterfabrik restrukturerungsgeschäftsgeführt sowie danach ein vertriebliches Spin-Off daraus geleitet, bis ich mich aus einem Burnout damit wieder herauskämpfte, auf meinen offenbar gut frisch gehaltenen Grundmauern der architektischen Sichtweise aufbauend Bauherrenberatung zu betreiben. Mit dem deutlichen Schwerpunkt auf Eigenheimprojekten tue ich dies quasi genau da, wo Leute Investoren werden, deren bisheriger Erfahrungshintergrund derjenige von Konsumenten ist. Viele meiner Ratnehmenden sind Freiberufler, leitende Angestellte oder gar Selbständige (aber eben nicht im Baugewerbe). Traumtänzern können in Forenbeiträgen auch Fachleute kaum helfen, aber ihre Geschichten und Fragenformulierungen sind zumindest hilfreich, um lernwillige Laien für die Fährnisse des Hausbaus zu sensibilisieren.

Und klar, Architekt ist kein Ehrenamt, da muß die schließlich nicht im Wochenendkurs erworbene Qualifikation hinter eine Paywall, wenn dem Projekt allein mit den in Forenbeiträgen pro bono gegebenen Einblicken noch nicht abschließend geholfen ist. Das ist nicht gleich unchristlich, wenn das berufliche Wirken nicht von Gott vergolten wird (was für die Anlagenwartung wohl ebenfalls gilt, und das bißchen Laptopanklemmen kann eigentlich auch jedes Kind selber, oder ?).

MachsSelbst schrieb:
Die Konsequenz wäre ja, dass jede Sanierung, die nicht von einem Architekten begleitet wird komplett in die Hose geht und in einem unbewohnbaren Haus bzw. dem finanziellen Ruin endet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jeder, der ein altes Haus kauft, sei Bj. 1930 oder Bj. 1975 einen Architekten für 25-50k beauftragt, um zu sanieren.
Und ich glaube auch nicht, dass sowas grundsätzlich schief geht... so wie ja auch nicht jeder Hausbau schief geht, wenn kein Architekt und Sachverständiger für 10.000nde EUR im Boot ist...

Das Bauen im Bestand kann durchaus auch mit Architekten in die Hose gehen. Grüne Wiesen entjungfern kann (bitte die Anführungszeichen nicht überlesen !) "jeder" Architekt frisch von der Hochschule, aber das Bauen im Bestand braucht erfahrene "Pastorentöchter", "Frauenversteher" und "Pferdeflüsterer", die sich auch mit der Baupraxis aus der Zeit der Grundsteinlegung auskennen. 25 bis 50k wären schon für beide Halbzeiten hoch gegriffen, hier sollen die ja konkret sogar nur für die erste Halbzeit gelten, und da sprächen wir schon von einem Mehrfamilienhaus. Vermutlich haben die TE hier auch ein Abwehrangebot einer großen Architekturkanzlei bekommen, die mit solchen (Honorar) Peanuts wie EFH grundsätzlich nichts zu schaffen haben wollen. Der beste Einsatz für Sachverstand ist präventiv, der zweitbeste begleitend und zur Begutachtung von Schäden läßt man es am besten garnicht erst kommen.

Der typische Ablauf von "erstgebärender Käufer/Erbe von Bestandsgebäude muß/will es an die Neuzeit anpassen" ist der, daß der wie gesagt bisher gelernte Konsument sich potentielle Auftragnehmer herbeiholt, sie mögen ihre Einschätzung zu (notwendigen) geeigneten Maßnahmen äußern, Wege vorschlagen und Preisangebote dafür in den Raum werfen. Wo der Architekt den Querschnittsüberblick hätte, schaut jeder einzelne Handwerker zwar tiefer, aber dafür nur auf sein Revier verengt. Der Kunde nennt sein Budget und so ziemlich jeder Bauhandwerker träumt dann mit Dollarzeichen in den Augen davon, die Hälfte dieses Topfes mit seinem Können zu verpulvern. Dummerweise werden mehr als zwei Gewerke benötigt, womit also schon gesichert ist, daß in der Summe auch mehr als zwei Hälften des Budgets verbraucht werden (Teuerungen noch nicht eingerechnet). Im Grünen habe ich in einem Beitrag von Bikerin91 vorgerechnet, wie man spielend auch ohne Schlitzohren und Fahrlässigkeit oder gar bösen Willen schafft, das zwo-komma-achtfache des Budgets auszugeben. Da kaum jemand so große Reserven hat, bedeutet das in der Praxis regelmäßig, nach exklusive Eigenleistung 100 (also meist etwa 120) Prozent Budgetverbrauch den Rest der Maßnahmen zu pausieren, auf Erbfall und/oder Gehaltserhöhung zu vertagen und für die dann aber noch nicht erledigten Pflichtmaßnahmen nachzufinanzieren.

Jeder Maßnahmenbeginn ohne vorherige Tiefenprüfung hat zur typischen Folge, daß die ersten Bauteilöffnungen Stiche in Wespennester sind, bei denen sich Abweichungen zwischen Regeln der Technik und Improvisation offenbaren, von denen sich die Schulweisheit bisher nichts träumen ließ. Zuverlässig sind die Siemens Luftanker in sämtlichen Wolpertinger Großhandlungen vergriffen und man kann die Stahlträger eben doch nicht mit Bierdeckeln unterlegen. Nichts findet sich so zuverlässig am Ende der Bohrhammerspitze wie eine Leitung, die da nicht sein sollte. Ein unerfahrener Neubauarchitekt mit seinen schnell_verdient in den Bauantrag eingezeichneten veränderten Wandverläufen ist da keine große Hilfe. Der hat gedacht "das Haus steht ja schon, außer auf der Rechnung brauche ich also keine LP´en 1 und 2" - Pustekuchen.

Regelmäßig erfahren die Um- und Anbauherren (wer nicht hören will, muß fühlen) am eigenen Leib und Portemonnaie, was der unkenrufende 11ant damit meint, daß man die LP 5 IMMER bezahlt, ob nun geleistet und honoriert oder fahrlässig übersprungen und im Verlauf der Arbeiten simultan substituiert.

Natürlich haben die Um- und Anbauherren völlig Recht mit der Einstellung, ihre Wünsche würden sie schließlich auch ohne Architekten kennen, und diese per Mausklick inklusive Rollstuhlwendekreise in den Grundriß zeichnen könnten sie ebenfalls selbst. Und im Traum reicht das ja auch. Hätte, hätte, Feenstaub oder wie ging der Spruch noch gleich ? - chleutert die pöse Wirklichkeit zu Poten !
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