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ᐅ Kontrollierte Wohnraumlüftung - Ja oder Nein?!


Erstellt am: 26.11.2010 22:20

S.D. 27.12.2011 20:58
Hallo Perlenmann,

schön, wenn Du Dich auf Deine neue Anlage freust. Ich wünsche Dir natürlich, daß das alles nach Deiner Zufriedenheit funktioniert.
Ich selber behaupte ja nicht, daß eine solche Anlage nichts taugt. Ich weise nur darauf hin, daß es eben auch Menschen gibt, die eine Lüftungsanlage als unangenehm empfinden.
Mein Physiotherapeut beispielsweise. Er berichtet mir regelmäßig, daß er ständig eine leichte Zugerscheinung spürt und die Anlage deshalb nur auf der allerkleinsten Stufe fahren läßt.
Ich selber reagiere auch extrem empfindlich auf Zugerscheinungen. Für mich total unangenehm.
Eine Klimaanlage im Auto vertrage ich übrigens auch nicht. Wenn das Teil im Sommer eine halbe Stunde gelaufen ist, habe ich hinterher eine satte Nebenhöhlenentzündung.
Aber in der letzten Diskussion ging es Letztendlich darum, ob ein mit WDVS versehenes Gebäude anfälliger für Schimmel ist, als ein Gebäude ohne WDVS.
Und da bin ich halt der Meinung, daß dies bei falscher Lüftung durchaus sein kann (wobei ich da keinen Unterschied zwischen einem genausogut gedämmten Haus ohne WDVS sehe) aber andererseits u. U. auch eine Schimmelbildung verhindert werden kann, da man durch eine nun Wärmere Außenwand dem Schimmel die Grundlage entzieht.
Bei Wanddämmung in Verbindung mit neuen Fenstern dürften ja die Fenster immer noch der kälteste Punkt sein. Sollte sich die Feuchtigkeit durch fehlende Lüftung irgendwo niederschlagen, dann wohl dort.
Aber zu diesem Thema findet man so viele Unterschiedliche Meinungen und Thesen, daß man Letztendlich völlig verunsichert wird.

Gruß

betschw 03.01.2012 14:17
Hallo,
wir haben uns nun doch entschieden, ein Haus zu bauen. Irgendwie war der Gedanke wichtig, nicht so stark von der Ölindustrie abhängig zu sein, daher recherchieren wir im Moment quer Beet, mein Mann hat sich auf die Kontrollierte-Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung festgebissen. Im Sommer hat mir ein Bekannter dazu einen Vortrag gehalten und mir etwas von Überdruckerzeugung und Kopfschmerzen erklärt. Mein Mann hat jetzt heraus gefunden, das die dezentrale Lüftung dies erzeugt.
Goldbeere schrieb:
Und ist die dezentrale Lüftung tatsächlich so viel schlechter wie die zentrale Lüftung?
Wäre das die Antwort auf diese Frage?
Meine Logik sagt mir allerdings, dass dies bei beiden Systemen irgendwie so einen Unterdruck erzeugen müssten. Habe ich da einen logischen Knoten?

Beste Grüße

€uro 03.01.2012 20:12
Hallo,
betschw schrieb:
...wir haben uns nun doch entschieden, ein Haus zu bauen. Irgendwie war der Gedanke wichtig, nicht so stark von der Ölindustrie abhängig zu sein, ...
Man kann sich hiervon vollständig unabhängig machen.
betschw schrieb:
.... Im Sommer hat mir ein Bekannter dazu einen Vortrag gehalten und mir etwas von Überdruckerzeugung und Kopfschmerzen erklärt.
Welche Ausbildung hat denn dieser Bekannte? Vom Fach scheint er jedenfalls nicht zu sein!

betschw schrieb:
.... Wäre das die Antwort auf diese Frage?
Nein!
betschw schrieb:
.... Habe ich da einen logischen Knoten?
Ja. Die vorteilhafteste Lösung ist die im Bild letztgenannte. Hier wird die effektivste Lüftung erreicht. Die mittlere ist eine aus Kostengründen häufig gewählte Alternative. Im Einfamilienhaus durchaus noch akzeptabel/vertretbar. Beide können als Überdruck-, Gleichdruck-oder Unterdrucksystem, letzteres bei Abluftvolumenstromüberschuß, ausgebildet werden. Die Drücke betragen wenige Pa und sind vom menschlichen Körper so gut wie nicht wahrnehmbar. Jeder der etwas Anderes behauptet ist ein Märchenerzähler! Sinnvollerweise, allerdings aus anderen Gründen, sollte man ein Gleichdrucksystem wählen. Ein kundiger Berater der das BV begleitet und auch die Planung der Haustechnik (Heizung, Warmwasser, Lüftung) übernimmt, sollte hier hinreichend Auskunft geben können. Hat man diesen nicht, läuft man Gefahr, reinen Verkaufsargumenten auf den Leim zu gehen
Die dezentrale Lüftung verwendet man eigentlich nur, wenn es um Einzelräume geht.

v.g.

betschw 03.01.2012 20:43
Vielen Dank!

Nein, das war kein Fachmann. Ich bin das ja auch nicht. Es war sozusagen nur ein Redeschwall über das, was er von seinem Bauplaner selbst mitgeschnitten hat und dann auch noch in meiner bestimmt nicht richtigen Merkweise über die Zeit verfälscht wieder gegeben.
Immerhin gehen wir jetzt wissender in ein Gespräch mit Bauunternehmen, zumindest, was dieses Belüftungssystem angeht.

Ich bilde mich nun zu Passivhäusern allgemein weiter...

MaHaus 05.04.2015 14:55
Häuslebauer40 schrieb:


Es ist schon ein Irrsinn in Deutschland. Einerseits verfolgt man mit der Energieeinsparverordnung das Ziel, soviel Energie wie möglich zu sparen, andererseits lebt man dann in hermetisch abgeriegelten Bunkern und kann dann die Energie zum Fenster rauspusten.
Wir haben auf eine Kontrollierte-Wohnraumlüftung verzichtet und stattdessen 4 Fenster mit Lüftungsfunktion versehen. Ich bin ja mal gespannt.
Hi,
welche hast Du und wie läuft es damit? Wie ist Deine Meinung dazu?
Kannst Du auch was über die Kosten sagen?

Gruß
MaHaus

MaHaus 05.04.2015 15:00
Bauexperte schrieb:


Hallo,


Eher selten ....


Zur Vermeidung einer Wasserdampfkondensation bei mehrschichtigen Bauteilen soll von innen nach außen der Wärmedurchlasswiderstand zunehmen (Wärmedämmschicht außen) und die Dampfdurchlasswiderstände abnehmen. Diese Bedingungen werden zum Beispiel beim Wandaufbau: Innenputz, Kalksand, Vollsteine, Mineralwolle, Luftschicht, Fassadenplatte (Wand mit hinterlüfteter Fassade), erfüllt. Bleibt die Wand feucht, das ist gerade beim Neubau zu beachten, so kann das Wasser hinter einer wasserdichten oder -abweisenden Außenschicht, wie es zum Beispiel bei der Thermohaut der Fall sein kann, schlecht durch Diffusion entweichen und das Mauerwerk wird über lange Zeit geschädigt.[1]

[Quelle 1] Kur, Friedrich; Wohngifte, Handbuch für gesundes Bauen und Einrichtungen
...schnipp...
Hi,
wie macht man das bei einer Innendämmung?
Wir haben ein Fachwerkhaus, was Innengedämmt werden soll.

Danke für Infos und Tipps.

Gruß
MaHaus
lüftungwdvsgebäudeschimmel