ᐅ Konsumieren oder sparen?
Erstellt am: 03.06.20 05:47
Tolentino04.06.20 12:32
Dem stimme ich so pauschal nicht zu.
Prioritäten ändern sich. Ob's jetzt am Alter, den Lebensumständen oder einschneidenden Ereignissen liegt, sei mal dahingestellt.
Ein Jungeselle gibt vielleicht wirklich alles aus und "lebt" verschwenderisch, um dann als frischgebackener Familienvater an Haus, Familie und Altersvorsorge zu denken.
Jemand der im Elternhaus immer von der Hand in den Mund gelebt hat und eigentlich gelernt hat sehr sparsam zu leben, wird eventuell mit dem ersten gut bezahltem Job dann nicht mehr auf jeden EUR achten und sogar ins Gegenteil umschlagen.
Ich gebe euch recht, dass runterfahren immer schwerer ist als nach Hungerjahren auf großem Fuß zu leben.
Aber jemand der innerhalb kurzer Zeit zwei bis drei Kinder bekommt, fährt vielleicht freiwillig (nicht aus Kostengründen) nicht mehr 4x Pro Jahr in Urlaub, weil Urlaub mit Kindern selten ebendies ist, sondern oft noch mal Urlaub von jenen erfordert.
Dann lieber zu Hause die Kinder in den Garten schicken und im Wohnzimmer entspannt ein Buch lesen.
Prioritäten ändern sich. Ob's jetzt am Alter, den Lebensumständen oder einschneidenden Ereignissen liegt, sei mal dahingestellt.
Ein Jungeselle gibt vielleicht wirklich alles aus und "lebt" verschwenderisch, um dann als frischgebackener Familienvater an Haus, Familie und Altersvorsorge zu denken.
Jemand der im Elternhaus immer von der Hand in den Mund gelebt hat und eigentlich gelernt hat sehr sparsam zu leben, wird eventuell mit dem ersten gut bezahltem Job dann nicht mehr auf jeden EUR achten und sogar ins Gegenteil umschlagen.
Ich gebe euch recht, dass runterfahren immer schwerer ist als nach Hungerjahren auf großem Fuß zu leben.
Aber jemand der innerhalb kurzer Zeit zwei bis drei Kinder bekommt, fährt vielleicht freiwillig (nicht aus Kostengründen) nicht mehr 4x Pro Jahr in Urlaub, weil Urlaub mit Kindern selten ebendies ist, sondern oft noch mal Urlaub von jenen erfordert.
Dann lieber zu Hause die Kinder in den Garten schicken und im Wohnzimmer entspannt ein Buch lesen.
HilfeHilfe04.06.20 13:14
Tolentino schrieb:
Dem stimme ich so pauschal nicht zu.
Prioritäten ändern sich. Ob's jetzt am Alter, den Lebensumständen oder einschneidenden Ereignissen liegt, sei mal dahingestellt.
Ein Jungeselle gibt vielleicht wirklich alles aus und "lebt" verschwenderisch, um dann als frischgebackener Familienvater an Haus, Familie und Altersvorsorge zu denken.
Jemand der im Elternhaus immer von der Hand in den Mund gelebt hat und eigentlich gelernt hat sehr sparsam zu leben, wird eventuell mit dem ersten gut bezahltem Job dann nicht mehr auf jeden EUR achten und sogar ins Gegenteil umschlagen.
Ich gebe euch recht, dass runterfahren immer schwerer ist als nach Hungerjahren auf großem Fuß zu leben.
Aber jemand der innerhalb kurzer Zeit zwei bis drei Kinder bekommt, fährt vielleicht freiwillig (nicht aus Kostengründen) nicht mehr 4x Pro Jahr in Urlaub, weil Urlaub mit Kindern selten ebendies ist, sondern oft noch mal Urlaub von jenen erfordert.
Dann lieber zu Hause die Kinder in den Garten schicken und im Wohnzimmer entspannt ein Buch lesen.ich tue mir schwer zu glauben das man den Konsum so runterfährt weil man jetzt das ziel Haus hat.
aber interessante Annahme die ich so für uns bestätigen kann
Ich gebe euch recht, dass runterfahren immer schwerer ist als nach Hungerjahren auf großem Fuß zu leben.
Ist vergleichbar mit dem Lockdown...
Nummer1204.06.20 13:38
Ist auch eine Frage der Generation - vielleicht haben wir deshalb auch so eine niedrige Eigentumsquote in D. Mein Eindruck ist, dass es bei der Generation meiner Eltern eine viel höhere Bereitschaft gab, den (ohnehin weit weniger ausgeprägten) Konsum für ein eigenes Häuschen einzuschränken. Diese Sparsamkeit haben sich viele ältere Leute aus meinem Bekanntenkreis bis heute erhalten, obwohl sie es nicht nötig hätten. Heute scheint es für manche schmerzvoll zu sein, auf Dinge wie das neueste Handy, ein teures Auto oder die x-te Fernreise zu verzichten.
HilfeHilfe04.06.20 14:10
Nummer12 schrieb:
Ist auch eine Frage der Generation - vielleicht haben wir deshalb auch so eine niedrige Eigentumsquote in D. Mein Eindruck ist, dass es bei der Generation meiner Eltern eine viel höhere Bereitschaft gab, den (ohnehin weit weniger ausgeprägten) Konsum für ein eigenes Häuschen einzuschränken. Diese Sparsamkeit haben sich viele ältere Leute aus meinem Bekanntenkreis bis heute erhalten, obwohl sie es nicht nötig hätten. Heute scheint es für manche schmerzvoll zu sein, auf Dinge wie das neueste Handy, ein teures Auto oder die x-te Fernreise zu verzichten.naja wir sind auch so von der Wirtschaft erzogen worden
dauerwerbung, Handy, pauschalreisen
Alles erschwinglich
Tolentino04.06.20 14:37
HilfeHilfe schrieb:
ich tue mir schwer zu glauben das man den Konsum so runterfährt weil man jetzt das ziel Haus hat.Nee, ich meine, die Ursache-Wirkung-Kette ist oft anders, als du unterstellst.Also nicht:
Jungeselle->Familie->Haus->sich einschränken müssen
Sondern:
Jungeselle->Familie->Keine Lust/Zeit für Hobbys und Reisen Geld auszugeben->sich einschränken (als Koppelprodukt)->Haus
Ist ja auch nur eine These, die ich aber in meinem Bekanntenkreis durchaus bestätigen kann.
Viel Glück
Tolentino
guckuck204.06.20 14:44
Ist was dran.
Malediven zu zweit 7T€, Malediven zu vier 14T€. Ersteres ging, Letzteres nicht bzw. sehe ich es nicht ein soviel für Urlaub hinzulegen. Den Kids ist sowieso egal ob Malle oder Male.
Malediven zu zweit 7T€, Malediven zu vier 14T€. Ersteres ging, Letzteres nicht bzw. sehe ich es nicht ein soviel für Urlaub hinzulegen. Den Kids ist sowieso egal ob Malle oder Male.