ᐅ Kombination Lüftungsanlage u. Solaranlage für Brauchwasser?
Erstellt am: 29.04.13 10:17
watislav29.04.13 10:17
Hallo,
wir wollen neu bauen und haben uns für eine Einfamilienhaus 1 1/2 geschossig, ca. 140m² entschieden.
Wir möchten gerne Kfw 70 erreichen und wollen deshalb eine Solaranlage für Brauchwasser und zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Als Heizung soll eine Gasbrennwerttherme zum Einsatz kommen. Das Erdgeschoss, plus das Bad im OG sollen mit Fußbodenheizung ausgestattet werden. Nur im Schlafzimmer und den Kinderzimmer wollen wir Heizkörper einsetzen, da eine Fußbodenheizung uns dort zu träge ist.
Meine erste Frage: Ist diese Installation sinnvoll oder macht man da irgendeinen Denkfehler?
Die 2. Frage ist etwas allgemeiner.
Ich kann mir derzeit den Warmwasserkreislauf noch nicht so ganz vorstellen: also Solaranlage, Gasbrennwerttherme, Fußbodenheizung, Heizkörper, Duschwasser, Abwaschwasser. Eine Fußbodenheizung wird ja mit einer geringen Vorlauftemperatur betrieben, meist so um die 28°C. Wie müssen denn dann die Heizkörper ausgelegt sein, bzw. wie erreicht man dann heißes Wasser zum Abwaschen bzw. für die Badewanne/Dusche?
Ich hoffe ihr könnt uns weiterhelfen.
wir wollen neu bauen und haben uns für eine Einfamilienhaus 1 1/2 geschossig, ca. 140m² entschieden.
Wir möchten gerne Kfw 70 erreichen und wollen deshalb eine Solaranlage für Brauchwasser und zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Als Heizung soll eine Gasbrennwerttherme zum Einsatz kommen. Das Erdgeschoss, plus das Bad im OG sollen mit Fußbodenheizung ausgestattet werden. Nur im Schlafzimmer und den Kinderzimmer wollen wir Heizkörper einsetzen, da eine Fußbodenheizung uns dort zu träge ist.
Meine erste Frage: Ist diese Installation sinnvoll oder macht man da irgendeinen Denkfehler?
Die 2. Frage ist etwas allgemeiner.
Ich kann mir derzeit den Warmwasserkreislauf noch nicht so ganz vorstellen: also Solaranlage, Gasbrennwerttherme, Fußbodenheizung, Heizkörper, Duschwasser, Abwaschwasser. Eine Fußbodenheizung wird ja mit einer geringen Vorlauftemperatur betrieben, meist so um die 28°C. Wie müssen denn dann die Heizkörper ausgelegt sein, bzw. wie erreicht man dann heißes Wasser zum Abwaschen bzw. für die Badewanne/Dusche?
Ich hoffe ihr könnt uns weiterhelfen.
€uro29.04.13 11:51
Hallo,
Heizkörper sind ideal, wenn es um eine schnelle Aufheizung, also einer Nutzung ad libitum geht. Je nach Dämmstandard des Gebäudes lassen sich hierdurch Einspareffekte erzielen. Mit besserer Dämmung bis zu einem Übergangsbereich, verliert sich dieser Vorteil allerdings, um dann wieder z.B. bei einem PH erneut aufzutauchen.
Ein Mischsystem ist selten vorteilhaft, da man hiermit die Vorteile keiner der beiden Heizflächenarten vollständig ausnutzen kann. Die Vorlauftemperatur wird von den Heizkörpern bestimmt, da deren Heizfläche geringer ist. Für die Fußbodenheizung ist dann ein zusätzlicher Heizkreis (Mischer) nebst Komponenten (zusätzlicher Investment + Verbrauch) erforderlich.
Technisch ohne Weiteres machbar, aber insgesamt gesehen halt ein Kompromiss.
Zudem dürfte es Gasbrennwert nicht Einfachfallen, mit dieser Vorlauftemperatur einen sicheren Betrieb zu gewährleisten!
Heizung und Warmwasser sind trotz eines gemeinsamen Wärmeerzeuger, getrennte Verbrauchskreisläufe, die alternierend, mit unterschiedlichen Vorlauftemperatur betrieben werden!
v.g.
NB: Sämtliche Heizflächen sowie Hydraulik werden nach den Raumheizlasten dimensioniert. Hierzu muß eine Heizlastberechnung nach DIN 12831 vorliegen, sonst wird es Murks!
watislav schrieb:Solarthermieanlage wäre für mich keine Option, da im Einfamilienhaus meist wenig wirtschaftlich. Allerdings genügt es der Papierform
...Wir möchten gerne KfW 70 erreichen und wollen deshalb eine Solaranlage für Brauchwasser und zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Als Heizung soll eine Gasbrennwerttherme zum Einsatz kommen.
watislav schrieb:Sinnvoll nach welchen Kriterien? Es existieren konkurrierende Ansprüche!
...Das Erdgeschoss, plus das Bad im OG sollen mit Fußbodenheizung ausgestattet werden. Nur im Schlafzimmer und den Kinderzimmer wollen wir Heizkörper einsetzen, da eine Fußbodenheizung uns dort zu träge ist.
Heizkörper sind ideal, wenn es um eine schnelle Aufheizung, also einer Nutzung ad libitum geht. Je nach Dämmstandard des Gebäudes lassen sich hierdurch Einspareffekte erzielen. Mit besserer Dämmung bis zu einem Übergangsbereich, verliert sich dieser Vorteil allerdings, um dann wieder z.B. bei einem PH erneut aufzutauchen.
Ein Mischsystem ist selten vorteilhaft, da man hiermit die Vorteile keiner der beiden Heizflächenarten vollständig ausnutzen kann. Die Vorlauftemperatur wird von den Heizkörpern bestimmt, da deren Heizfläche geringer ist. Für die Fußbodenheizung ist dann ein zusätzlicher Heizkreis (Mischer) nebst Komponenten (zusätzlicher Investment + Verbrauch) erforderlich.
Technisch ohne Weiteres machbar, aber insgesamt gesehen halt ein Kompromiss.
watislav schrieb:Das würde ich bei einem Kfw70 gern mal sehen Bestenfalls an einem Standort im sonnigen Südeuropa! Eine Fußbodenheizung fühlt sich damit übrigens kalt an! Warme Füße gibt´s da nicht.
...?Eine Fußbodenheizung wird ja mit einer geringen Vorlauftemperatur betrieben, meist so um die 28°C.
Zudem dürfte es Gasbrennwert nicht Einfachfallen, mit dieser Vorlauftemperatur einen sicheren Betrieb zu gewährleisten!
Heizung und Warmwasser sind trotz eines gemeinsamen Wärmeerzeuger, getrennte Verbrauchskreisläufe, die alternierend, mit unterschiedlichen Vorlauftemperatur betrieben werden!
v.g.
NB: Sämtliche Heizflächen sowie Hydraulik werden nach den Raumheizlasten dimensioniert. Hierzu muß eine Heizlastberechnung nach DIN 12831 vorliegen, sonst wird es Murks!
watislav29.04.13 14:34
Eine Solarthermieanlage wird heutzutage schon von den meisten Bauunternehmen standardmäßig mit angeboten. Die Frage ist, ob man KfW 70 ohne Solarthermieanlage dann noch einfach erreichen kann.
Okay 28°C als Vorlauftemperatur ist vielleicht ein wenig gering. Ich habe allerdings vergessen zu sagen, dass wir darüber nachdenken, die Fußbodenheizung gleich so auszulegen, dass man in der Zukunft vielleicht auf eine Wärmepumpe umsteigen könnte.
Durch Ihre Aussagen komme ich dennoch zu dem Schluss, dass es wohl sinnvoller ist sich komplett für Fußbodenheizung zu entscheiden. Verträgt sich denn eine Fußbodenheizung mit Korkfußboden?
Und dann noch mal die Frage zum Warmwasserkreislauf. Wenn die Gasbrennwerttherme einen eigenen Kreislauf für das Warmwasser hat, was spricht dann für einen eigenen Kreislauf für die Heizkörper?
Okay 28°C als Vorlauftemperatur ist vielleicht ein wenig gering. Ich habe allerdings vergessen zu sagen, dass wir darüber nachdenken, die Fußbodenheizung gleich so auszulegen, dass man in der Zukunft vielleicht auf eine Wärmepumpe umsteigen könnte.
Durch Ihre Aussagen komme ich dennoch zu dem Schluss, dass es wohl sinnvoller ist sich komplett für Fußbodenheizung zu entscheiden. Verträgt sich denn eine Fußbodenheizung mit Korkfußboden?
Und dann noch mal die Frage zum Warmwasserkreislauf. Wenn die Gasbrennwerttherme einen eigenen Kreislauf für das Warmwasser hat, was spricht dann für einen eigenen Kreislauf für die Heizkörper?
ypg29.04.13 15:15
1) 2 Systeme sind wohl nicht wirtschaftlich genug.
2) Korkböden sollen sich gut bei Fußbodenheizung eignen (wohl etwas besser als Parkett, weil nicht so dick)
3) mit einer besseren Dämmung gehts wohl. Wir haben uns dagegen entschieden, da die Dämmung im Dachgeschoss zu viel Höhe nimmt.
2) Korkböden sollen sich gut bei Fußbodenheizung eignen (wohl etwas besser als Parkett, weil nicht so dick)
3) mit einer besseren Dämmung gehts wohl. Wir haben uns dagegen entschieden, da die Dämmung im Dachgeschoss zu viel Höhe nimmt.
€uro29.04.13 15:19
watislav schrieb:
...Eine Solarthermieanlage wird heutzutage schon von den meisten Bauunternehmen standardmäßig mit angeboten. Das ist richtig, weil einfach und bequem -für Wen? watislav schrieb:
...Die Frage ist, ob man KfW 70 ohne Solarthermieanlage dann noch einfach erreichen kann. Kann man, ob einfach, hängt von den spezifischen Randbedingungen des BV ab.watislav schrieb:
..., die Fußbodenheizung gleich so auszulegen, dass man in der Zukunft vielleicht auf eine Wärmepumpe umsteigen könnte. Das ist nicht grundverkehrt.watislav schrieb:
...Verträgt sich denn eine Fußbodenheizung mit Korkfußboden? Über die materialseitigen Eignungen, geben die jeweiligen Hersteller Auskunft.Andererseits, je dämmender der FB Oberbelag, je weniger effizient die Fußbodenheizung. Auch teurer. Ideal sind gut wärmeleitende Oberflächenbeläge, z.B. Fliesen, Granit, Beton (geschliffen)....
watislav schrieb:
.... Wenn die Gasbrennwerttherme einen eigenen Kreislauf für das Warmwasser hat, was spricht dann für einen eigenen Kreislauf für die Heizkörper? Es existieren i.d.R. nur zwei nach außengeführte Vorlauf-Möglichkeiten (Heizung, Warmwasser). Intern kesselseitig sogar nur eine, danach ein internes Dreiwegeventil, welches je nach Bedarf durch die Regelung gesteuert, alternativ auf Heizung oder Warmwasser stellt.v.g.
Musketier29.04.13 19:02
€uro schrieb:
Es existieren i.d.R. nur zwei nach außengeführte Vorlauf-Möglichkeiten (Heizung, Warmwasser). Intern kesselseitig sogar nur eine, danach ein internes Dreiwegeventil, welches je nach Bedarf durch die Regelung gesteuert, alternativ auf Heizung oder Warmwasser stellt.
v.g.Wie funktionieren eigentlich in dem Zusammenhang die Handtuchheizkörper? Bei +/- 30° Vorlauftemperatur und der mäßigen Oberfläche wird da wohl eher wenig geheizt?
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