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ᐅ KfW430: Effizienzhaus-115 ohne Brennwerttherme und Kellerdämmung?

Erstellt am: 13.06.19 22:51
T
Tassimat
T
Tassimat
13.06.19 22:51
Hallo zusammen,

ich habe mich letztens mit einem KfW-Energieberater getroffen, um mein Vorhaben zu besprechen. Leider scheint er entweder nur die gängige KfW 151/152 Thematik zu kennen, und/oder aber er lässt die Details seinen Mitarbeiter machen.Er hatte im Gespräch kaum Detailwissen einbringen konnte. Leider habe ich das Thema Energieberater zu lange verschlafen. Ich möchte jetzt ungerne mehrere neue Gespräche und Angebote einholen. Ich erhoffe mir hier im Forum eine erste Einschätzung zu meinem Vorhaben zu bekommen, ob ich auf dem Holzweg bin oder nicht.

Mein Vorhaben ist ein REH aus den 60ern umfassend zu sanieren. Dach, Fassadendämmung, Fenster, Türen, Heizungsanlage. Die Frage ist, kann ich mit den Maßnahmen den Effizienzstandard 115 erreichen, aber:
- ohne neue Brennwerttechnik. Ich rüste den bestehenden Kessel (10 Jahre alt) von Öl auf Gas um.
- ohne Kellergeschossdeckendämmung
- ohne regenerative Energieanteile

Eigentlich ist es mir egal welchen Standard ich erreiche, muss aber mindestens der 115er werden. Meint ihr das es generell möglich wäre? Kann man das überhaupt sagen ohne Berechnung? Ich meine der 115er ist ja schlechter als die Energieeinsparverordnung, und die muss ich doch sowieso einhalten.

Vielen Dank und liebe Grüße
Tassimat
T
Tassimat
21.06.19 13:44
Ich bin mit meiner Recherche etwas weiter gekommen. Aber korrigiert mich ruhig, wenn ich irgendwo falsch liege.

Für ein Effizienzhaus (115) ist die Art der Heizung vollkommen egal. Die Definition betrachtet nur den Energiebedarf.

Da ich weder Brennwerttechnik noch Solarthermie bauen möchte bekomme ich für die Heizungsanlage selber keine Kosten angerechnet bzw. gefördert. Macht aber nicht: Mit den Maßnahmen Dach, Fassade und Fenster komme ich nahe an die maximalen anrechenbaren Kosten von 100.000€ heran.

In wieweit ich den Energiebedarf des Hauses auf die Schwelle für die 115er Förderung absenken kann muss leider berechnet werden. Zur Not muss dann doch die Solarthermie auf das Dach oder die Kellergeschossdämmung hinein. Im Gegenzug gibt es 10.000€ mehr Förderung

Montag treffe ich einen neuen KfW-Energieberater direkt im Haus. Dieser wirkt viel engagierter als der vorherige.
N
Niloa
21.06.19 16:36
Ich hatte ein ähnliches Problem. Der erste Energieberater hatte ganz andere Vorstellungen als ich und hat meine Vorschläge nicht beachtet und abgewiegelt. Habe mir dann auch einen anderen gesucht, der meine Vorstellungen umsetzen will bzw. sie für machbar hält.
Wie du schon erkannt hast, braucht man eine Berechnung für die Effizienz. Da können sich auch Fehler einschleichen bzw. falsche Werte und Pauschalen angesetzt werden, also lieber einmal mehr draufschauen.
T
Tassimat
25.06.19 13:19
Habe mittlerweile den Berater getroffen und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass der Aufwand für ein Effizienzhaus leider zu hoch wird.
Ein Beispiel: Der Eingang des Hauses liegt auf einer Halbetrage in einer Art Treppenhaus, sodass zusätzliche Türen zu thermischen Trennnung notwendig wären, Dämmung von Innenwänden und der Kellerdecke Fehlende Solarthermie und Brennwerttherme wäre zwar kein Ausschlusskriterium wirkt sich aber zu negativ auf die Berechnung aus. Der Balkon zu ungünstig. In Summe würden die Maßnahmen die Förderung um mehrere Tausender übersteigen.
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