ᐅ Kauf von Haus in Holzständerbauweise bewerten
Erstellt am: 29.01.17 16:53
ashley29.01.17 16:53
Hallo, ein Haus in Holzständerbauweise der Firma Streif Haus aus den 1990er Jahren: wie bewertet ihr hier einen möglichen Kauf? Wie lange hält ein solches Haus? Was sind Vor- und Nachteile? Danke und Grüße Ashley
DG29.01.17 20:00
Hallo ashley,
das Haus ist mit diesen wenigen Angaben nicht zu bewerten. Wenn Du eine halbwegs aussagekräftige Antwort haben willst, such' dir einen Architekten/Sachverständigen vor Ort und lass' das Haus bewerten bzw. mach' bei ernsthaftem Kaufinteresse eine Begehung mit Sachverständigen/Architekt. Alles andere ist Kaffeesatzleserei. Das Haus kann grundsätzlich gut in Schuss sein und bei einer normalen Lebensdauer von 90 Jahren noch ~65 Jahre Restlebensdauer haben, kann genau so gut mit Baufehlern und minderer Substanz schon kurz vor der Abrissbirne stehen. Klingt krass, kommt aber vor.
MfG
Dirk Grafe
das Haus ist mit diesen wenigen Angaben nicht zu bewerten. Wenn Du eine halbwegs aussagekräftige Antwort haben willst, such' dir einen Architekten/Sachverständigen vor Ort und lass' das Haus bewerten bzw. mach' bei ernsthaftem Kaufinteresse eine Begehung mit Sachverständigen/Architekt. Alles andere ist Kaffeesatzleserei. Das Haus kann grundsätzlich gut in Schuss sein und bei einer normalen Lebensdauer von 90 Jahren noch ~65 Jahre Restlebensdauer haben, kann genau so gut mit Baufehlern und minderer Substanz schon kurz vor der Abrissbirne stehen. Klingt krass, kommt aber vor.
MfG
Dirk Grafe
Traumfaenger29.01.17 22:02
An der sachverständigen Begutachtung vor Kauf wird man sicherlich nicht umherkommen, wie schon @DirkGrafe oben geschrieben hat. Aber Ihr seid wohl noch in einem frühen Stadium des möglichen Kaufes und wollt aktuell kein Geld dafür investieren, was auch verständlich ist.
Was Euch optimistisch stimmen kann: Wenn das Baujahr 1990 ist, dann war die große Asbest-Zeit schon vorbei. Die Fertighäuser aus den 70er und teilweise 80er Jahren sind meist noch verseucht, da Asbest damals gemäß DIN-Norm zu verbauen war.
Google einfach mal Fertighaus Sanierung oder Fertighaus Renovierung. Da findest Du spezialisierte Firmen, teilweise bieten die Hersteller einen eigenen RENO-Service an. Dort kannst Du sicherlich mal erfragen was so die grobe Einschätzung zu diesem Hersteller und Baujahr ist.
Was Euch optimistisch stimmen kann: Wenn das Baujahr 1990 ist, dann war die große Asbest-Zeit schon vorbei. Die Fertighäuser aus den 70er und teilweise 80er Jahren sind meist noch verseucht, da Asbest damals gemäß DIN-Norm zu verbauen war.
Google einfach mal Fertighaus Sanierung oder Fertighaus Renovierung. Da findest Du spezialisierte Firmen, teilweise bieten die Hersteller einen eigenen RENO-Service an. Dort kannst Du sicherlich mal erfragen was so die grobe Einschätzung zu diesem Hersteller und Baujahr ist.
wpic29.01.17 23:36
Vor Kauf sollte immer eine detaillierte Immobilienkaufberatung mit einer Begehung des Objektes durch einen sachverständigen Architekten/Bauingenieur stattfinden. Er vertritt Deine Interessen gegenüber dem Eigentümer/Makler und prüft unabhängig den Erhaltungszustand der Bausubstanz, den Sanierungsbedarf, eventuelle Bauschäden und den energetische Dämmstandard des Hauses.
In Deinem Falle lässt sich nur mit der Kenntnis der Baukonstruktion (Wand-, Boden- Decken-, Dachaufbauten) und der Haustechnik (Heizungsanlage) eine Aussage zur Bauqualität treffen. Das Problem dieser Holzfertighäuser vergangener Jahrzehntes sind oft bauphysikalisch nicht korrekte Wandaufbauten, die zur Durchleuchtung / Schimmelbildung führen können, unbefriedigende Dämmwerte der Bauteile und Schadstoffemmisionen aus Baustoffen, die zur Raumluftbelastung führen.
Fordere vom Eigentümer/Makler die Bauanragsunterlagen an mitsamt der Typenstatik und lass´ in einem Vor-Ort-Termin des Sachverständigen diese Unterlagen und das Objekt begutachten.
In Deinem Falle lässt sich nur mit der Kenntnis der Baukonstruktion (Wand-, Boden- Decken-, Dachaufbauten) und der Haustechnik (Heizungsanlage) eine Aussage zur Bauqualität treffen. Das Problem dieser Holzfertighäuser vergangener Jahrzehntes sind oft bauphysikalisch nicht korrekte Wandaufbauten, die zur Durchleuchtung / Schimmelbildung führen können, unbefriedigende Dämmwerte der Bauteile und Schadstoffemmisionen aus Baustoffen, die zur Raumluftbelastung führen.
Fordere vom Eigentümer/Makler die Bauanragsunterlagen an mitsamt der Typenstatik und lass´ in einem Vor-Ort-Termin des Sachverständigen diese Unterlagen und das Objekt begutachten.
ashley30.01.17 10:51
Hallo und danke für eure Einschätzungen. Dann lasse ich das mal von einem Experten begutachten. Kann man hierfür einfach einen Anbieter aus der Region nehmen und reicht dann ein einfacher mündlicher Gebäudecheck (hier gibt es z.B. mehrere Angebote: link entfernt durch Mod Dirk Grafe, bitte Forenreglen beachten.). Sind hierfür ca. 400 Euro realistisch/in Ordnung? Danke Ashley
wpic30.01.17 14:14
Eine detaillierte Immobilienkaufberatung dauert i.d.R. 2-3 Stunden am/im Objekt, inkl. Nachbesprechung und mündlicher Zusammenfassung. Das ist ausreichend, um dem Kaufinteressent eine klare und unabhängige Bewertung des Objektes zu liefern. € 400,- brutto sind dafür angemessen und durchaus üblich, ggf. aber abhängig von den Anfahrtskosten. Die reine Beratung vor Ort (2-3 Std) sollte Max. brutto € 330,- bis 390,- betragen. Der Berater sollte Architekt/Bauingenieur sein mit einem entsprechenden Hintergrundwissen.
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