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ᐅ Kaminofen mit Dreh- oder Schiebetür? Rauch-/Ascheproblem

Erstellt am: 14.08.20 11:05
A
annab377
Hallo zusammen,

letzte Woche waren wir bei zwei verschiedenen Ofenbauer im Raum Stuttgart (wir wollen einen Tunnelkaminofen mit etwa 56-70 cm Breite und mit zwei Scheiben, der durch eine Wand zwischen Esszimmer und Wohnzimmer liegt). Da beide leider fast das Gegenteilige gesagt haben, sind wir nun leicht verwirrt und wollten euch mal nach Erfahrungen fragen.

- Dreh- oder Schiebetür: Ofenbauer A empfehlt explizit auf der Stelle, wo man den Kaminofen befeuert, eine Schiebetür, die man zum Öffnen nach oben schiebt ("bei einer Schiebetür nach oben hat man kein Problem, dass beim Öffnen Asche rausfällt und Rauch in den Raum kommt - das hat man nur bei Drehtüren") - Ofenbauer B hat uns für die Befeuerungsseite eine Klapp-/Drehtür empfohlen ("die Drehtüren, bei welchen man eben die Glasscheibe bei der Feuerstelle nach rechts oder links aufdreht, schließen besser als die Schiebetüren" Auf das Rauch- und Ascheproblem beim Öffnen der Drehtür hat er nichts gesagt)
- Dimensionierung / Speicher: nur Ofenbauer B hat gemeint, man solle auf den Kaminofen noch etwa 6 runde Speichersteine legen, bevor man die Abgase in den Schlot leitet. In diesen Speichersteinen werden die Abgase spiralförming abgeführt und die speichern die Hitze halt etwas. Geht etwas in Prinzip Grundofen, aber natürlich weit entfernt vom Grundofen. Wir haben ein KFW 55-Massiv-Porotonhaus und wollen eben keine Überhitzung beim Schüren des Kaminofens. Er meinte, durch die runden Speichersteine, wo man die Abgase durchleitet, kann man einen 10 KW-Ofen auf 5 KW reduzieren und man hätte somit keine Gefahr des Überheizens mehr? Stimmt das so? Ofenbauer A will mit Schamot etwas mauern, wo er die Abgase durchleitet.

Primär geht es mir um die Erfahrungen mit Schiebetüren oder Drehtüren: ist Asche und Rauch bei Schiebetüren wirklich kein Problem mehr? Oder ist es bei Drehtüren, die man eben nach rechts oder links aufdreht / klappt, bei richtig geplanten Kaminöfen auch kein Thema?

Vielen Dank und Grüßle
A
annab377
16.08.20 12:48
ja ich versteh nur nicht, wie ein Speicherstein oberhalb des Ofens (also beim Abzug / Abgasen) es verhindern will, dass der Ofen über die Scheibe seine volle Leistung mit 10 KW abgibt? Über die Scheibe geht doch das meiste weg oder nicht? Wie hat der Speicherstein großen Einfluss auf die Scheibe, das ist doch schon danach (wenn man den Weg der heißen Abgase betrachtet). Oder geben halt die Abgase mit Speichersteinen nicht die direkte Hitze ab, sondern eben in den Speicherstein und das reduziert dann die Leistung oder?
S
Snowy36
16.08.20 15:06
Das weiß ich leider auch nicht wie genau das funktioniert aber es funktioniert sehr gut
Klar kommt über die Scheibe einiges aber ich hab das Gefühl das ein Teil dann „weg gespeichert“ wird ....
ohne empfände ich den Ofen als nutzlos da ich ihn nicht anmachen würde wenn ich dann eine Sauna hab ...
H
hampshire
16.08.20 16:07
Es ist ganz simpel. Ein Kilo trockenes Buchenholz hat ca. 4kW Energie. Was an Wärme daraus in welcher Zeit in den Raum gerät ist eine Frage des sauberen Abbrandes und des Ofenprinzips. Stahlöfen wie z.B der Haase Sendai 165 wie im Apartment unseres älteren Sohnes geben die Wärme sehr schnell in den Raum ab. Mit recht wenig Feuerholz wird es ruckzuck sehr warm. Nach ein paar Stunden ist der Ofen wieder kühl. Die Heizleistung über eine Zeit (ich meine es wären 2 Stunden) wird als Nennleistung angegeben. Hier 6,5 kW. Der Ofen ist toll für romantisches Feuer und bullige Hitze.
Der Grundofen in unserem Hausteil kann mit 13kg Holz gefüttert werden und hat eine Nennleistung von „nur„ 4kW. Die Energie des Feuers und der Rauchgase werden in üner einer Tonne Schamotte gespeichert und nur langsam abgegeben. Die Glastüre ist ein Faktor für Direktwärme aber extrem ausgeführt. Die Energie geht zu großen Teilen in die Speichermasse. Der Ofen bleibt einmal angeheizt bis zu 24h recht gleichmässig warm und heizt Wohn-, Schlaf-, Ess-, Relax- und Kochbereich auf 2 Ebenen in ausgesprochen angenehmer Weise.
ofenspeichersteinenergienennleistung