albert-pin schrieb:
Kann das so schnell passieren? Gibt es bestimmte Materialeigenschaften bei Ikea KALLAX, die so reagieren könnten?KALLAX Regale bestehen großteils aus Spanplatte mit Melaminbeschichtung. Spanplatte kann unter Einfluss von Feuchtigkeit minimal anschwellen oder sich verziehen. Feuchtigkeitsschwankungen während oder nach dem Transport können durchaus Auswirkungen zeigen, insbesondere an den Auflageleisten und Tischböden.
Die Melaminbeschichtung hat eine begrenzte Flexibilität; durch kleine Feuchtigkeits- oder Temperaturschwankungen kann es zu minimalen Maßänderungen kommen. Das führt häufig dazu, dass die Böden nicht mehr so stramm sitzen wie vorher.
Eine dauerhafte Verformung ist bei normalem Gebrauch eher selten, kann aber nicht ausgeschlossen werden.
chenlen schrieb:
Spanplatte kann unter Einfluss von Feuchtigkeit minimal anschwellen oder sich verziehen.Ergänzend dazu: Wichtig ist bei der Problemlösung auch das genaue Maß der Einlegeböden im Vergleich zur Nut. Messt im Millimeterbereich nach, ob sich die Breite der Regalöffnung verändert hat oder ob die Nut der Auflageleisten offensichtlich beschädigt oder ausgebeult ist.
Falls der Boden in einem Bereich stärker belastet wurde (längere Lagerung liegend oder gestapelt), kann es auch zu leichten Verformungen an der Platte kommen, die das Einlegen erschweren.
Außerdem können kleine Unebenheiten auf dem Untergrund, auf dem das Regal steht, zu einer Schiefstellung führen, wodurch die Böden nicht mehr sauber aufliegen.
Hilfreich ist die Verwendung einer Wasserwaage beim Aufbau und ein genauer Check der Winkel.
P
pauPierce11.10.15 15:37Eine weitere Überlegung, die manchmal übersehen wird: Das Regal wird von IKEA ohne Verschraubung der Böden gebaut. Die Stabilität ergibt sich durch Konstruktion und Passgenauigkeit. Beim Umbau oder Transport kann leichte Spannung in den Korpus eingebaut werden, gerade wenn die Seitenwände nicht exakt rechtwinklig sind oder wenn leichte Verdrehungen vorkommen.
Praktisch heißt das, die Auflageleisten sind ggf. nicht mehr parallel ausgerichtet. In diesem Fall würde ich empfehlen, das gesamte Regal noch mal komplett auseinander zu nehmen und mit einer Wasserwaage und einem Winkelmesser neu aufzubauen. Achte besonders auf die Montagereihenfolge, die Spannelemente und den Druck, die das Regal beim Aufbau erhält.
Nur so kannst du am besten vermeiden, dass die Einlegeböden lockern.
Praktisch heißt das, die Auflageleisten sind ggf. nicht mehr parallel ausgerichtet. In diesem Fall würde ich empfehlen, das gesamte Regal noch mal komplett auseinander zu nehmen und mit einer Wasserwaage und einem Winkelmesser neu aufzubauen. Achte besonders auf die Montagereihenfolge, die Spannelemente und den Druck, die das Regal beim Aufbau erhält.
Nur so kannst du am besten vermeiden, dass die Einlegeböden lockern.
pauPierce schrieb:
Praktisch heißt das, die Auflageleisten sind ggf. nicht mehr parallel ausgerichtet.Eine präzise Ausrichtung ist tatsächlich entscheidend. Ich empfehle außerdem, die Auflageleisten auf Beschädigungen oder Verunreinigungen zu prüfen und gegebenenfalls zu tauschen oder abzuschleifen, falls Unebenheiten die passgenaue Auflage behindern.
Sollte das Regal auf einem leicht unebenen Boden stehen, könnte auch eine Bodenanpassung mit Filzpads unter den Standfüßen helfen, um ein Wackeln zu minimieren.
Midra schrieb:
Sollte das Regal auf einem leicht unebenen Boden stehen, könnte auch eine Bodenanpassung mit Filzpads unter den Standfüßen helfen, um ein Wackeln zu minimieren.Da stimme ich voll und ganz zu! Ich würde außerdem ausprobieren, ob sich das Regal durch leichtes Anheben der Seitenwände quasi "eindrücken" lässt - manchmal benötigt es nur einen kleinen Druck, damit die Platten perfekt anliegen. Ein bisschen "Muskelarbeit" beim Aufstellen wirkt manchmal Wunder. 😉
A
albert-pin12.10.15 10:55suru61 schrieb:
Ein bisschen "Muskelarbeit" beim Aufstellen wirkt manchmal Wunder.Danke euch allen für die hilfreichen Tipps! Ich werde das Regal noch einmal komplett auseinandernehmen und besonders auf die rechtwinklige Ausrichtung aller Seiten achten. Danach versuche ich, mit leichter Muskelkraft die Teile spannungsfrei zusammenzusetzen und achte darauf, dass der Untergrund eben ist.
Anschließend werde ich die Auflageleisten genau inspizieren und ggf. mit Filzpads experimentieren. Ich melde mich, wenn ich neue Erkenntnisse habe. Danke für die Unterstützung und die vielen guten Erklärungen – hat wirklich geholfen!