Kalkulation Immobilienkauf und Sanierung

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Zuletzt aktualisiert 17.04.2024
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S

shibboleet

Ich schlage beim lesen Eurer Antworten gerade wirklich ziemlich hart auf dem Boden der Tatsachen auf.

Zum einen an der Instandsetzung des Gebäudes, wobei ich mit Ansagen, dass alles noch viel teurer wird als gedacht ja ein bisschen gerechnet habe. Plissees sind in meiner Planung bisher auch noch nicht vorgekommen ;-)

Zum anderen was unsere Kalkulation bei der Finanzierung angeht. Bei 5000 EUR Netto als Haushaltseinkommen jeden Monat sind wir tatsächlich von "geht eigentlich locker" ausgegangen.
Außer wenn nochmal 1-2 Jahren Elternzeit kommen, dann wirds in der Zeit evtl. mal knapp.


Der Schnitt vom Gebäude/Grundstück würde theoretisch eine Nutzung als 2 Familienhaus zulassen, wenn man im Flur eine Tür versetzt. Aber wir möchten die Räumlichkeiten ja mittelfristig selbst nutzen.
Bei der Planung würden wird dies aber berücksichtigen, zB indem wir bei der Verkabelung die Trennung der Stromkreise EG/OG vorbereiten.
 
WilderSueden

WilderSueden

Zum anderen was unsere Kalkulation bei der Finanzierung angeht. Bei 5000 EUR Netto als Haushaltseinkommen jeden Monat sind wir tatsächlich von "geht eigentlich locker" ausgegangen.
Die Frage ist halt, was du machen willst. Einen Kredit mit 2000€ Rate kannst du damit schon stemmen. Ist mit 40% vom Netto schon am oberen Ende, aber von 3000€ kann man leben, ohne sich arm zu fühlen. Elternzeit braucht dann den Puffer. Aber, nebenher noch eine Fassadendämmung und ein neues Dach ansparen ist halt nicht wirklich drin. Dann kommt absehbar die Heizung, die ist an sich schon nicht billig. Und damit stellt sich die Frage, ob ihr das nicht vor dem Umzug auf Fußbodenheizung kernsanieren wollt. Ebenso Wasserleitungen, wenn die Wände für die Elektrik ohnehin offen sind. Muss man nicht alles unbedingt vorher machen, aber später machen ist bescheiden. Und das sind noch die planbaren Dinge, böse Überraschungen können bei Sanierungen immer auftauchen
 
Y

Yosan

Zum anderen was unsere Kalkulation bei der Finanzierung angeht. Bei 5000 EUR Netto als Haushaltseinkommen jeden Monat sind wir tatsächlich von "geht eigentlich locker" ausgegangen.
Ich sag mal so: wir haben ca 4200€ Nettohaushaltseinkommen (2 Kinder, aber nur 1,5mal Kindergeld) und eine Rate von 1200. Es geht, ist aber nicht grade locker. Ihr hättet natürlich netto mehr, müsst aber davon dann ziemlich große Summen ansparen...wieviel Jahre soll das dauern? Wird das gesetzlich so dann überhaupt gehen?
Wir sparen jetzt schon alles, was geht, damit wor vor 2027 von Öl auf Wärmepumpe umrüsten können (Haus ist zum Glück schon gedämmt, ein paar Heizkörper werden aber getauscht werden müssen) ohne das quasi komplett aus Kredit machen zu müssen.
Also die 5000 reichen für die Rate natürlich locker, aber die Frage ist eben wieviel ihr insgesamt über welchen Zeitraum ansparen wollt
 
D

dertill

eine objektive zweitmeinung von aussenstehenden
Ich schlage beim lesen Eurer Antworten gerade wirklich ziemlich hart auf dem Boden der Tatsachen auf.
Meine subjektive Meinung: Wenn euch das Haus gefällt und euch grundsätzlich der Preis gerechtfertigt erscheint (170qm Wohnfläche, 1000qm Grundstück plus Scheune und Nebengebäude für 300k bei 290€/m² Richtwert erscheint mir erstmal fair) würde ich es machen.

Wenn der Richtwert von 2022 ist, ist der aktuelle Wert für unsanierte Häuser einfach deutlich niedriger, somit wurde das Haus auch nicht mit 0€ angesetzt. Die liegen einfach wie Blei in den Regalen, solange es nicht in den großen Metropolen ist - was bei 290€ in 2022 nicht der Fall sein wird.
Wir selbst haben in 2018 ein Grundstück mit 140m² Haus für knapp über Bodenrichtwert gekauft und in Summe für 80k € kernsaniert (bis auf das Dach - dafür wären nochmal 40k€ fällig).

JA es gibt, wenn ihr selber nicht die Erfahrung und Sachkenntnis habt, Unsicherheiten, ob da noch Mehrkosten nachkommen.
Auch mit Erfahrung und Fachkenntnis gibt es Unsicherheiten, das bleibt aber auch im Neubau nicht aus. Und hier im Forum wird im allgemeinen Tendenziell der Neubau als Allheilmittel dargestellt und die Kosten kalkuliert mit Einsatz eines Bleistiftes als alleiniges Werkzeug bei der Eigenleistung.
Ein Neubau-Langeweile-Flair 113-Haus (und mehr bekommt ihr mit dem Budget nicht neu, wenn überhaupt) - wird von der Individualität und dem langfristigen (!) Charme niemals mit einem 1900er Altbau mit hofähnlichem Charakter mithalten können. Auch der Wohnwert solcher Anlagen ist ggü. dem Neubaugebiet nicht unterzubewerten.
Und Renovierung/Sanierung geht auch in günstig (und gut) und man kann da auch vieles selber machen oder unterstützen.
 
A

Alibert87

Wir haben vor 4 Monaten anfangen ein ca 40 Jahre altes Haus zu modernisieren, was in einer Sanieren „light“ ausgeartet ist.

auch wenn Architekten etc. es einigermaßen einschätzen können, sind Überraschung nicht auszuschließen . Wir dachten auch, hier und da mal streichen und das ist ja noch ganz gut…
Am schlimmsten fand (finde) ich die Material Preise für die Standard Sachen , Fliesenkleber , Spachtelmasse, Grundierung , Farbe etc. Hätte ich im Leben nicht gedacht …
Man benötigt schon ein paar Reserven , sonst wird es schwer und macht auch keinen Spaß . Mir ist, obwohl Reserven eingeplant der Spaß jetzt schon teilweise vergangen
 
Zuletzt aktualisiert 17.04.2024
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