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ᐅ Schachtbrunnen auf Grundstück mit Altbestand entdeckt


Erstellt am: 19.03.26 09:49

B
BambiBambu
19.03.26 09:49
Hallo Zusammen,

Bisher Stiller Mitleser. Jetzt tun sich aber doch große Fragezeichen auf. Leider etwas früher als wir erwartet haben. Wir, dass sind meine Frau und ich.

Wir haben ein Grundstück mit Altbestand erworben. Kein Schnapper - wenn man den Bodenrichtwert als Referenz herbeinimmt. Altbestand in dem Sinne, dass da noch ein Haus draufsteht welches abgerissen werden soll. Und noch ein paar „kleknigkeiten“ zu abriss.

Jetzt das große Fragezeichen !? Notar ist schon durch, Steuern gezahlt, aber noch nicht der Kaufpreis. Jetzt haben wir einen Schachtbrunnen entdeckt. Zwei Meter hinter dem Haus, war abgedeckt. Makler und die Verkäuferin haben den Brunnen nicht erwähnt. Genau an dieser Stelle soll aber auch die Bodenplatte für das neue Haus stehen. Wie würdet ihr weiter vorgehen bzw. Hat einer auch schon so einen Fall gehabt, da für uns jetzt wahrscheinlich hohe Mehrkosten entstehen. Für uns ist das arglistige Täuschung, da die Verkäufer von dem Abriss und Neubaupläne von uns wussten. Bevor wir jetzt zum Anwalt gehen und es eskalieren lassen, würde ich gerne den freundlichen Weg gehen.
N
nordanney
19.03.26 10:11
BambiBambu schrieb:
Jetzt das große Fragezeichen !? Notar ist schon durch, Steuern gezahlt, aber noch nicht der Kaufpreis. Jetzt haben wir einen Schachtbrunnen entdeckt. Zwei Meter hinter dem Haus, war abgedeckt. Makler und die Verkäuferin haben den Brunnen nicht erwähnt. Genau an dieser Stelle soll aber auch die Bodenplatte für das neue Haus stehen. Wie würdet ihr weiter vorgehen bzw. Hat einer auch schon so einen Fall gehabt, da für uns jetzt wahrscheinlich hohe Mehrkosten entstehen. Für uns ist das arglistige Täuschung, da die Verkäufer von dem Abriss und Neubaupläne von uns wussten. Bevor wir jetzt zum Anwalt gehen und es eskalieren lassen, würde ich gerne den freundlichen Weg gehen.

Kein Fragezeichen. Gekauft wie besichtigt. Ein vorsätzlich nicht genannten Mangel oder eine Täuschung gibt es nicht.

BambiBambu schrieb:
Für uns ist das arglistige Täuschung, da die Verkäufer von dem Abriss und Neubaupläne von uns wussten.

Und? Ihr habt doch die Pläne und nicht die Verkäufer. Die verkaufen Euch ein "Stück Grundstück", aber garantieren doch nicht für die Beschaffenheit. Und bauen könnt Ihr doch.

Spart Euch das Geld für den Anwalt. Der ist nämlich der einzige, der einen Vorteil von der Situation hat - er bekommt Geld und kann Euch nicht helfen.
Y
ypg
19.03.26 10:33
BambiBambu schrieb:
Makler und die Verkäuferin haben den Brunnen nicht erwähnt.

Sie müssen auch nicht - bis auf nicht einsehbare Mängel - alles erwähnen. Man sieht ja, was man kauft.Und was man nicht sieht und doch Sicherheit haben möchte, klärt man mit einem Sachverstand oder akzeptiert es, wenn man auf einem verzichtet.

BambiBambu schrieb:
Zwei Meter hinter dem Haus, war abgedeckt.

Womit? Ein Abwasserschacht gehört ja zB bei einem Haus dazu. Und gerade im Altbestand kann so etwas passieren, dass man "ein Mehr" kauft.
Für Manche mag ein Brunnen auch das Sahnehäubchen des Grundstücks sein. 

BambiBambu schrieb:
Für uns ist das arglistige Täuschung, da die Verkäufer von dem Abriss und Neubaupläne von uns wussten.

Ich würde erst einmal klären, was der Schacht für eine Bewandnis hat. Eventuell gehört er zur Abwasserregulierung. Solche Unterlagen sind häufig gar nicht mehr vorhanden.
Ein Schacht ist kein Mangel. Und ein Verkäufer keine Institution, der Dein Vorhaben auf Machbarkeit prüft. Makler auch nicht. Der vermakelt nur.

Zwei Meter vom Haus entfernt sollte man schon sehen, oder? Deshalb meine Frage: womit war er abgedeckt? Denn Schächte sind nunmal abgedeckt.

Es wäre gut gewesen, wenn man sich das Haus mit dem Architekten, der die Planung gemacht hat, angeschaut hätte.
H
hanghaus2023
19.03.26 13:07
Die Mehrkosten sollten niedriger sein als die Anwaltskosten. Oder soll der Schacht verlegt werden? 

Oder sucht Ihr einen Grund aus dem Vertrag raus zu kommen? 
D
Delicosa
24.03.26 18:38
Moin,

Ich bräuchte ein paar Infos zu den Brunnen. Wir haben bei uns auch einen gefunden. Der war aber zugebuddelt.

Mein Vorschlag:

  1. Firma vom Bodengutachten nach einer Begutachtung und einer Handlungsempfehlung im Bezug auf, die vermutlich schon beschriebene Gründungsempfehlung, befragen. Schriftlich. Das Gutachten kostet ca. 500 bis 900 Euro je nach Aufwand.
  2. Der Empfehlung vom Gutachten folgen. Wenn ihr Glück habt:
    Schacht mit Magerbeton auffüllen, a bissle kies, sand. Kostet vll. 1000 Euro. Alles fein. Wenn ihr Pech habt, Schacht ausbuddeln. Das wäre doof. Weil ihr dann z.b. bei Lehmboden dem Boden die Tragfähigkeit nehmt durch das gebuddel. Und dann müsstet ihr viel auffüllen.  Das wäre relativ teuer. >4000 Euro. Es kann auch rauskommen, das der Boden um den Brunnen schon kaputt ist, durch das verbuddeln vom Schacht (Ist eher nur bei sehr alten Brunnen so).

Jetzt ist es so, dass mein Brunnen damals knapp außerhalb der Bodenplatte lag. Variante Magerbeton hat den Nachteil, dass ihr mehr oder weniger einen Pfahl in den Boden gießt, dass könnte bei Setzungen mit einer Bodenplatte darüber doof sein.

Kurzum: Bodengutachter fragen, Gutachten mit Habdlungsempfehlung bezahlen und das machen was in der Handlungsempfehlung steht.
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