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Jetzt noch neue Ölheizung einbauen?

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Hallo zusammen,

die Tankanlage sieht gut aus und bleibt auch (außerdem befinden sich darin aktuell mehrere Tausend Liter Heizöl, die wir ja ansonsten abpumpen lassen müssten).

Es sind schon weitere energetische Maßnahmen geplant, Fenstertausch, Dachdämmung, etc., aber es kommt bsp.weise voraussichtlich nicht in alle Räume FBH, sodass eine Heizung wie eine Wärmepumpe ausscheidet, da Heizkörper ja eine wesentlich höhere Vorlauftemperatur brauchen als eine FBH.

Wir hatten zwei Energieberater im Haus, auch wegen Kfw-Förderung etc. und im Endeffekt kamen auch sie zu dem Schluss, dass bei uns realistisch betrachtet nur eine neue Ölheizung, Pellets (oder Gas) in Frage käme. Gasanschluss ist nicht vorhanden und ich möchte auch kein Gas, da ich es auch für unsinnig halte einen Tank im Garten zu vergraben, wenn ein großer Öl- bzw. alternativ Pelletspeicher vorhanden ist, Platz, der anderweitig nicht genutzt werden würde.


Und natürlich habe ich auch den Umweltaspekt im Kopf, wobei man eben, so finde ich, auch sehen muss, dass es ja schon viel bringt, dass wir die alte (knapp 30 Jahre) Ölheizung ersetzen und zusätzlich energieeffiziente Maßnahmen ergreifen plus zusätzlichem Holzofen etc.. So werden wir im Vergleich zu vorher einen wesentlich geringeren Heizölverbrauch haben und auch die Schadstoffe, die die neue Heizung ausstößt sind ja, soviel ich informiert bin, nicht mit der alten zu vergleichen.

Ganz schwieriges Thema jedenfalls...
 
Es sind schon weitere energetische Maßnahmen geplant, Fenstertausch, Dachdämmung, etc., aber es kommt bsp.weise voraussichtlich nicht in alle Räume FBH, sodass eine Heizung wie eine Wärmepumpe ausscheidet, da Heizkörper ja eine wesentlich höhere Vorlauftemperatur brauchen als eine FBH.
Warum scheidet die WP dann aus? Schon mal was von Niedertemperaturheizkörpern gehört? Die sind extra für die niedrigen Vorlauftemperaturen der WP ausgelegt.
Wenn schon weitere energetische Maßnahmen vorgenommen werden, schwenke ich von meiner ersten Einschätzung (bei Öl bleiben) mal um auf eine WP.
 
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Du/Ihr plant ja einen Kachelofen mit Heizungspufferspeicher zu verbauen. Wenn ihr diesen konsequent und regelmäßig verwendet und die Zentralheizung nur als Zusatz betrachtet (und nicht andersherum) ist es unter ökologischen Gesichtspunkten Nachrangig, was für eine Heizung du verwendest.
Durch die anderen Maßnahmen reduziert ihr ja euren Heizwärmebedarf und durch den Kachelofen mit Speicher kannst du einen Großteil direkt über Scheitholz abdecken.

Die Wärmepumpe als Kombination mit dem Kachelofen und neuen Heizkörpern kann übrigens gut funktionieren:
Die Heizkörper groß dimensionieren (das ist sowieso immer gut, vor allem, wenn diese in Kombination mit teilweise Fußbodenheizung betrieben werden)! Kostet nur wenige Euro mehr, die man aber schnell einspart durch niedrigere Wassertemperaturen und bessere Speichernutzung.
In der Übergangszeit und im Sommer zur WW-Bereitung ist die Wärmepumpe sehr effektiv, dank der moderaten bis hohen Außentemperaturen. Sobald es draußen kälter wird, heizt ihr den Kachelofen an und die WP läuft nur noch sehr selten bis gar nicht. Die höheren Vorlauftemperaturen im Winter bei niedriger Außentemperatur sind dann egal. Und wenn es doch mal passiert ist das auch keine Katastrophe, sondern lediglich etwas teurer.

Der geringe Restanteil kann aber halt am kostengünstigsten wohl über die Öl-Heizung gedeckt werden. Ökologisch sinnvoller wäre natürlich die WP in Kombination mit PV auf dem Dach - zur WW-Bereitung im Sommer und in der Übergangszeit liefert die PV ja auch genug Strom.
 
Mit den Maßnahmen spricht das absolut für eine Wärmepumpe.

Das wichtigste gerade im Altbau dabei ist die Planung der Heizflächen, wie Deine Berater ja erkannt haben. Lass da Profis an die Berechnung, nicht unbedingt den Installateur oder Leute Energieberater ohne entsprechende Erfahrung, und bezahle am besten separat nur für diese Planung. Viele schätzen leider oder haben schlicht keine Ahnung. Die Planung beginnt bei der raumweisen Heizlastberechnung. Anhand dieser kann die Größe der Wärmepumpe ermittelt werden (ohne Angstaufschläge) sowie die Planung der Heizflächen je Raum.

Und dazu noch viel Photovoltaik auf das Dach, das Gerüst ist ja ohnehin da. PV rechnet sich alleine durch die Förderung und mit Wärmepumpe noch besser.

Edit: Wenn der Ofen nicht als Hauptheizung angesehen wird würde ich ihn nicht an den Heizungskreislauf anschließen, sondern dort die Wärmepumpe ohne Störung und weitere Komplexität ihre Arbeit verrichten lassen. Ein Ofen mit viel eigener Speichermasse ist dennoch super für die Unterstützung im Kernwinter wenn die Wärmepumpe weniger effizient arbeitet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du siehst, dass es hier keine klare Empfehlung für ein System gibt. Für mich scheiden bei neuen Anlagen fossile Energieträger aus, da es inzwischen immer eine ökologisch sinnvollere Alternative gibt.
Prima, dass Du das Haus auf Vordermann bringst. Viel Erfolg dabei.
 

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