Hyponex: Aktuelle Zinslage aus der Sicht der Forenitglieder

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Zuletzt aktualisiert 23.06.2024
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WilderSueden

WilderSueden

Auf der anderen Seite wird man das Haus nicht teurer verkaufen können nur weil man noch lebt. Insofern wird man entweder länger wohnen bleiben, mieten oder eine Bestandswohnung kaufen die dann ja auch im Preis sinken wird. Viele ältere hatten bisher den Luxus, dass sie die alte Bude für ein Heidengeld verticken konnten und dann woanders in den Neubau. Bei uns im Gebiet haben das 3 durchgezogen...Haus in Stuttgart/Köln/nochmal irgendwo in NRW verkaufen und im ländlichen Süden einen Neubau.
 
mayglow

mayglow

Für den Bestandsmarkt ist die Lösung eigentlich recht klar. Die Käuferseite kann sich bei den immer noch hohen Immobilienpreisen und den gestiegenen Zinsen nicht bewegen.
Was ich mich so frage, jemand der sonst eher nach nem Neubau geschaut hat, jetzt aber die Preise sich nicht mehr leisten kann, fängt doch dann ggf. sich an, mehr im Bestand umzuschauen und auch da die Ansprüche zu senken. Aktuell ist vielleicht bei vielen erstmal "abwarten" allgemein angesagt, aber wenn die Gesamtsituation länger ähnlich bleibt (Gaspreise und Lieferprobleme lassen Neubaupreise sehr hoch bleiben und die Marge ist vermutlich eh schon dahingeschmolzen) dann seh ich weniger Interessenten für Neubauen und mehr beim Bestand. D.h. ich könnte mir auch sowas vorstellen, wie "Neubauen wird im Verhältnis NOCH teurer, daher schauen finanzstarke Menschen trotzdem im Bestand und da bleiben die Preise dadurch doch recht konstant". Kann aber natürlich sein, dass "kann sich einfach keiner mehr leisten" am Ende auchbim Bestand dann der stärke Effekt ist, also mal gucken. So sicher bin ich mir da aber auch nicht.


Was soll da noch groß geforscht werden? Wasserstoff bzw. Methan erzeugen und in vorhandene Speicher einleiten.
Es tut sich im Speicherbereich schon noch einiges und da gibts auch (nach meiner Laienmeinung) vielversprechendes. Im Kopf hab ich gerade vorwiegend Redox-Flow und Natrium-Ionen-Speicher (fest oder als Salzwasserspeicher), aber es gibt glaube auch noch andere Ecken, aka Massespeicher oder Wärme/Kältespeicher oder Schwungmassespeicher und vermutlich noch 50 andere, die ich nicht kenne. Nicht alles ist für alles gleich gut geeignet (Speicherdauer, Lade/Entladedauern, Verluste), aber gerade da ist auch der Punkt, dass Elektrolyse auch nicht so mega toll für alle Fälle geeignet ist.
 
WilderSueden

WilderSueden

Was ich mich so frage, jemand der sonst eher nach nem Neubau geschaut hat, jetzt aber die Preise sich nicht mehr leisten kann, fängt doch dann ggf. sich an, mehr im Bestand umzuschauen und auch da die Ansprüche zu senken
Das Problem beim Bestand ist weniger die Sache mit den Ansprüchen. Wir hatten eigentlich ursprünglich was im Bestand geplant und sind mehr oder weniger zufällig zum Hausbau gekommen. Ich finds toll dass wir dann niedrige Heizkosten, Erdwärme, Fußbodenheizung, Photovoltaik mit Batterie, Bodenbeläge nach Wahl, nagelneue Bäder mit Walk-In Duschen und eine Küche mit Induktion, hochgesetztem Ofen und Spülmaschine sowie Dampfgarer haben. Auf der Wunschliste war - außer vernünftigen Heizkosten und vielleicht der Photovoltaik - vor 2 Jahren nichts davon.
Die Preise im Bestand waren aber schon ziemlich abgehoben und ziemlich nah an Neubaupreisen, dafür größerer Sanierungsstau. Ölheizungen aus den 80ern die sofort ausgetauscht werden müssen, Wasserleitungen aus Kupfer, teils originale aber leider gammlige Bäder, energetisch bestenfalls 150 kWh/qm meistens aber eher deutlich über 200 kWh/qm. Dazu die Nebenkosten und man hat am Ende mehr Geld als für den Neubau ausgegeben aber immer noch keinen vergleichbaren Standard.
Ob das die letzten beiden Jahre besser geworden ist...ich weiß es nicht. Die Baupreise haben ziemlich angezogen, aber das trifft halt auch die Sanierung und die Bestandspreise gehen auch jetzt erst runter. Dafür sind die Energiekosten deutlich gestiegen, entsprechend müsste der Unterschied zwischen Neubau und Bestand noch größer werden
 
F

Finch039

Das Problem beim Bestand ist weniger die Sache mit den Ansprüchen. Wir hatten eigentlich ursprünglich was im Bestand geplant und sind mehr oder weniger zufällig zum Hausbau gekommen. Ich finds toll dass wir dann niedrige Heizkosten, Erdwärme, Fußbodenheizung, Photovoltaik mit Batterie, Bodenbeläge nach Wahl, nagelneue Bäder mit Walk-In Duschen und eine Küche mit Induktion, hochgesetztem Ofen und Spülmaschine sowie Dampfgarer haben. Auf der Wunschliste war - außer vernünftigen Heizkosten und vielleicht der Photovoltaik - vor 2 Jahren nichts davon.
Für niedrige Heizkosten ist natürlich Investment nötig, aber was davon lässt sich denn im Bestand nicht umsetzen? Küche, Bodenbeläge, Fußbodenheizung, Photovoltaik, neue Bäder … ist doch alles in sämtlichen Variationen machbar.
 
WilderSueden

WilderSueden

Für niedrige Heizkosten ist natürlich Investment nötig, aber was davon lässt sich denn im Bestand nicht umsetzen? Küche, Bodenbeläge, Fußbodenheizung, Photovoltaik, neue Bäder … ist doch alles in sämtlichen Variationen machbar.
Machbar ist alles, kostet halt Geld. Unser Neubau war auf 545k kalkuliert, das ist all-in mit Grundstück, Küche, Außenanlagen, Versorgeranschlüsse und so weiter, auch Grunderwerbsteuer und Notargebühr. Realistisch werden wir den geplanten Puffer von 15k wohl brauchen, dann sind wir bei ca 560k. Häuser in ähnlicher Lage gab es damals für ~400k, da kommen dann gleich nochmal 50k für Kaufnebenkosten dazu. Und dann fängst du an erstmal Dinge rauszureißen für die du gerade 450k bezahlt hast, teuer zu entsorgen und neu zu machen. 100k sind da schnell versenkt und du bist immer noch nicht auf dem gleichen Standard. Die Heizkosten sind immer noch höher, die Räume und Fenster kleiner,...
Wären die Häuser zu eurem Preis zu bekommen, dann würde ich die Diskussion nicht führen. Aber wenn ich für ein Bestandshaus >80% eines Neubaus zahle und dafür dann noch jede Menge Geld reinstecken muss, dann ist das einfach kein gutes Geschäft mehr
 
Zuletzt aktualisiert 23.06.2024
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