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ᐅ Heizung zu überdimensioniert?


Erstellt am: 18.01.2016 11:27

Basti2709 18.01.2016 11:27
Guten Tag,

nach den ersten Tagen im neuen Heim, macht mich die Heizung ein wenig zu schaffen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass dort etwas nicht 100 % läuft...sie heizt sehr unregelmäßig. Nach meinem Empfinden nur, wenn möglichst viele Räume auf Durchfluss stehen. Haben die meisten Räume ihre Temperatur erreicht und sind nur 1-2 offen taktet sie schnell nur noch hoch und runter...

- wir haben ca. 140 qm Grundfläche
- im gesamten Haus Fußbodenheizung
- eine Junkers Cerapur ZBS 22/100 S-3 MA Gastherme mit Warmwasserbereitung (22 KW)
- 17,5 Kalksandstein + 14 cm WDVS (keine besondere Energieeinsparverordnung)

Sind wie gesagt nur wenige Heizkreise offen springt die Therme an (ab ca. 25 Grad Vorlauf), heizt sehr schnell auf (bis ca. 45 Grad Vorlauf) um dann wieder zügig ab zufallen und erneut anzuspringen. Die Heizkreise werden also nur sporadisch beheizt....? Drehe ich mehr Heizkreise auf, dauert die Aufheizzeit länger und es wird warm...ist sie zu überdimensioniert, da sie einzelne Räume nur schlecht beheizt?

wpic 18.01.2016 12:23
Ist die Heizungsanlage mit allen notwendigen Prüfungen, Abnahmebescheiden und Fachunternehmerbescheinigungen in Betrieb genommen worden inkl. dem hydraulischen Abgleich? Ist eine Heizlastberechnung und Anlagendimensionierung vorher durchgeführt worden ? Die Brennerleistung scheint mir überdimensioniert. Überschlägig bemessen sollte der Wärmeerzeuger in etwa die Leistung von (140m2 x 70 W/m2) + (4 x 200 W für Warmwasser-Bereitung/4 Personen) = 9800 W + 800 W = 10,6 KW haben.

Bei 22 KW Brennerleistung und und einem eventuell zu kleinen Pufferspeicher taktet das Gerät vielfach. Wenn die ganze Anlage nicht bemessen und dimensioniert worden ist, kann das passieren. Wende Dich an den Heizungsfachbetrieb oder den GU/GÜ, der das Haus erstellt hat, reklamiere die ungenügende Leistung und fordere die notwendigen Berechnungen und die o.g. Fachunternehmernachweise an.
Du bist innerhalb des Gewährleistungszeitraums von 4 Jahren/VOB oder 5 Jahren Baugesetzbuch und hast hoffentlich einen Gewährleistungseinbehalt von mindestens 5% der Rechnungssumme für solche Fälle durchgesetzt.

Musketier 18.01.2016 12:30
Warum heizt die überhaupt auf 45Grad? Meines Erachtens Heizkurve runter und Thermostate dafür weiter bzw. voll auf.
22KW ist natürlich sehr üppig.

wrobel 18.01.2016 13:05
Moin Moin
Wenn ich mich recht erinnere, bin da bei Junkers nicht wirklich fit, lässt sich die Heizkurve nur in der Fachmannebene weiter runter drehen, bzw. die Möglichkeit dazu einstellen.
Weiterhin ist es, auch in der Fachmannebene, möglich die Leistung beim Heizungsbetrieb über die Gebläsedrehzahl zu reduzieren.


Olli

merlin83 18.01.2016 13:15
wpic schrieb:
Ist die Heizungsanlage mit allen notwendigen Prüfungen, Abnahmebescheiden und Fachunternehmerbescheinigungen in Betrieb genommen worden inkl. dem hydraulischen Abgleich? Ist eine Heizlastberechnung und Anlagendimensionierung vorher durchgeführt worden ? Die Brennerleistung scheint mir überdimensioniert. Überschlägig bemessen sollte der Wärmeerzeuger in etwa die Leistung von (140m2 x 70 W/m2) + (4 x 200 W für Warmwasser-Bereitung/4 Personen) = 9800 W + 800 W = 10,6 KW haben.

Bei 22 KW Brennerleistung und und einem eventuell zu kleinen Pufferspeicher taktet das Gerät vielfach. Wenn die ganze Anlage nicht bemessen und dimensioniert worden ist, kann das passieren. Wende Dich an den Heizungsfachbetrieb oder den GU/GÜ, der das Haus erstellt hat, reklamiere die ungenügende Leistung und fordere die notwendigen Berechnungen und die o.g. Fachunternehmernachweise an.
Du bist innerhalb des Gewährleistungszeitraums von 4 Jahren/VOB oder 5 Jahren Baugesetzbuch und hast hoffentlich einen Gewährleistungseinbehalt von mindestens 5% der Rechnungssumme für solche Fälle durchgesetzt.

Welche Position in der Berechnung sind die 70Watt die Du nanntest?

  • Primärenergie
  • Endenergie
  • Heizwärmebedarf

Habe da bei mir 3 Positionen ausgewiesen.

Basti2709 18.01.2016 13:33
Musketier schrieb:
Warum heizt die überhaupt auf 45Grad? Meines Erachtens Heizkurve runter und Thermostate dafür weiter bzw. voll auf.
22KW ist natürlich sehr üppig.

Die Temperatur schwankt, sie ist von der Außentemperatur abhängig...da ist ein extra Fühler an der Außenwand....aber so in dem Bereich ist es immer. Die Raumregler stehen fast überall auf 20 Grad...

wrobel schrieb:
Moin Moin
Wenn ich mich recht erinnere, bin da bei Junkers nicht wirklich fit, lässt sich die Heizkurve nur in der Fachmannebene weiter runter drehen, bzw. die Möglichkeit dazu einstellen.
Weiterhin ist es, auch in der Fachmannebene, möglich die Leistung beim Heizungsbetrieb über die Gebläsedrehzahl zu reduzieren.


Olli

Und was bewirkt das herunterstellen der Heizkurve?
wpic schrieb:
Ist die Heizungsanlage mit allen notwendigen Prüfungen, Abnahmebescheiden und Fachunternehmerbescheinigungen in Betrieb genommen worden inkl. dem hydraulischen Abgleich? Ist eine Heizlastberechnung und Anlagendimensionierung vorher durchgeführt worden ? Die Brennerleistung scheint mir überdimensioniert. Überschlägig bemessen sollte der Wärmeerzeuger in etwa die Leistung von (140m2 x 70 W/m2) + (4 x 200 W für Warmwasser-Bereitung/4 Personen) = 9800 W + 800 W = 10,6 KW haben.

Ich habe einen Abnahmebescheid vom Schornsteinfeger sowie eine Fachunternehmererklärung erhalten...bei allen anderen müsste ich nachsehen.
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