ᐅ Hauskauf - Keine Ahnung was man sich leisten kann
Erstellt am: 02.05.16 01:36
Wastl04.05.16 16:00
Abzahler schrieb:
Zum Thema:
Wir haben eine Excelliste als Jahresübersicht mit allen Einnahmen und Ausgaben angelegt. Ist einmalig etwas Aufwand, aber so schwierig dann doch nicht. Die Liste wird einfach auf dem Laufenden gehalten, wenn sich z.B. Ausgaben ändern, oder die Gehaltserhöhung da ist.
Ausgaben wie Mittagsessen, Benzin etc. sind als realistische Schätzwerte enthalten, reicht uns.
Jedenfalls haben wir so einen guten und schnellen Überblick über unsere Finanzen. was pro Monat überbleibt, welcher Monat viele Ausgaben hat etc.
Das gesparte Geld, gehört auf ein Tagesgeldkonto, damit wird nicht spekuliert.Wir haben es ähnlich gemacht, ABER: Es ist halt immer nur eine Vergangenheitsbetrachtung!Den FC nur auf Basis der Historie zu erstellen ist oftmals gefährlich. Gerade beim ersten Kind kommen so viele Neuanschaffungen (Laufrad, Roller, Fahrrad, Autositz 1-3, und und und) die man irgendwie mit einplanen muss. Da bringt es nichts, dass man letztes Jahr nur 100 € an Sonderthemen hatte. Dann heiraten im nächsten Jahr vielleicht 5 Freunde statt nur 2 und schon hat man wieder 300 € mehr an Geschenken ausgegeben.
Das Leben ist nicht so leicht planbar, deshalb: Schau dir die Zahlen als Datenbasis an und schalt danach deinen Kopf ein: Was soll / wird in den nächsten Jahren passieren?!
Henrik081712304.05.16 16:20
Abzahler schrieb:
Ja, das kann sich richtig lohnen.
Wenn ihr nicht beides, also Konsumkredite und BAföG, sondern nur eins von beide zurückzahlen könnt, würde ich die Konsumkredite lieber laufen lassen, sparen und dann BAföG auf einen Schlag zurückzahlenAlso da steht Rückzahlung 10k Grenze durch Gesetz und Zahlung auf einen Schlag auch 10k.
Da scheinen auch gar keine Zinsen auf den 10k zu liegen, sofern die Informationen da stimmen.
Musketier04.05.16 16:48
Gerade wenn man kein/wenig Eigenkapital hat und dafür ein monatlich gutes Einkommen wie der TE, kann es durchaus sinnvoller sein, das unverzinste BAföG in Raten und nicht auf einmal voll abzuzahlen. Das muß man sich natürlich durchrechnen.
Meine Frau hatte damals auch die Wahl 10T€ über Raten oder 8,xT€ auf einen Schlag zurückzuzahlen.
Das haben wir damals auch gemacht, aber es war auch noch ein Stück hin bis zum Hausbau.
Wenn aber statt einer 100% Finanzierung eine 110% Finanzierung wird und das Baudarlehen um 8,x T€ höher wird, zahlt man die 1,xT€ Ersparnis aus der vorzeiten Bafögablöse ganz sicher an Zinsen obendrauf.
Ich hab gerade mal ein kleines Beispiel über 10 Jahre mit einer Zinsdifferenz von 0,2% und ein um 8T€ niedrigeres Darlehen gerechnet. Das mach 4700€ Zinsunterschied in 10 Jahren aus.
Meine Frau hatte damals auch die Wahl 10T€ über Raten oder 8,xT€ auf einen Schlag zurückzuzahlen.
Das haben wir damals auch gemacht, aber es war auch noch ein Stück hin bis zum Hausbau.
Wenn aber statt einer 100% Finanzierung eine 110% Finanzierung wird und das Baudarlehen um 8,x T€ höher wird, zahlt man die 1,xT€ Ersparnis aus der vorzeiten Bafögablöse ganz sicher an Zinsen obendrauf.
Ich hab gerade mal ein kleines Beispiel über 10 Jahre mit einer Zinsdifferenz von 0,2% und ein um 8T€ niedrigeres Darlehen gerechnet. Das mach 4700€ Zinsunterschied in 10 Jahren aus.
Henrik081712304.05.16 17:02
Ja... guter Hinweis. Die 100% Finanzierung bezieht sich immer auf den Hauswert ohne Baunebenkosten, richtig?
Hier habe ich ja auch gelesen, dass man sich überhaupt fragen muss bei den niedrigen Zinsen ob es sich lohnt, erst die Baunebenkosten anzusparen um dann 100% finanzieren zu können im Vergleich direkt 110/120% zu finanzieren?
Wie steht ihr dazu?
Sehe den nächsten Status wie schon erwähnt bei Schuldenfrei, BAföG offen. Wenn man an dem Punkt theoretisch was sofort abschließen WÜRDE; dann würde bis Einzug ja auch Zeit vergehen wo Geld bis dahin noch gespart werden kann. Je länger das bis zum endgültigen Einzug dauert, je mehr kann nebenher gespart werden - ggf.. etwas weniger falls ein Kind "dazwischen" kommt. Aber dann eben eher mit einer Rechnung, wo alles zusätzliche gut ist, aber nicht zwingend erforderlich.
Was ich grade nicht weiß, ab wann man welche Summe beleihen und abzahlen muss, wenn man einen Bau startet und erst Zeitraum X später ja wirklich einziehen kann und seine Miete auch nicht mehr zahlen muss?
Hier habe ich ja auch gelesen, dass man sich überhaupt fragen muss bei den niedrigen Zinsen ob es sich lohnt, erst die Baunebenkosten anzusparen um dann 100% finanzieren zu können im Vergleich direkt 110/120% zu finanzieren?
Wie steht ihr dazu?
Sehe den nächsten Status wie schon erwähnt bei Schuldenfrei, BAföG offen. Wenn man an dem Punkt theoretisch was sofort abschließen WÜRDE; dann würde bis Einzug ja auch Zeit vergehen wo Geld bis dahin noch gespart werden kann. Je länger das bis zum endgültigen Einzug dauert, je mehr kann nebenher gespart werden - ggf.. etwas weniger falls ein Kind "dazwischen" kommt. Aber dann eben eher mit einer Rechnung, wo alles zusätzliche gut ist, aber nicht zwingend erforderlich.
Was ich grade nicht weiß, ab wann man welche Summe beleihen und abzahlen muss, wenn man einen Bau startet und erst Zeitraum X später ja wirklich einziehen kann und seine Miete auch nicht mehr zahlen muss?
RobsonMKK04.05.16 17:12
Henrik0817123 schrieb:
Was ich grade nicht weiß, ab wann man welche Summe beleihen und abzahlen muss, wenn man einen Bau startet und erst Zeitraum X später ja wirklich einziehen kann und seine Miete auch nicht mehr zahlen muss?Stichwort ist Bauzeitzins
Musketier04.05.16 17:26
Henrik0817123 schrieb:
Ja... guter Hinweis. Die 100% Finanzierung bezieht sich immer auf den Hauswert ohne Baunebenkosten, richtig?
Hier habe ich ja auch gelesen, dass man sich überhaupt fragen muss bei den niedrigen Zinsen ob es sich lohnt, erst die Baunebenkosten anzusparen um dann 100% finanzieren zu können im Vergleich direkt 110/120% zu finanzieren?
Wie steht ihr dazu?
Sehe den nächsten Status wie schon erwähnt bei Schuldenfrei, BAföG offen. Wenn man an dem Punkt theoretisch was sofort abschließen WÜRDE; dann würde bis Einzug ja auch Zeit vergehen wo Geld bis dahin noch gespart werden kann. Je länger das bis zum endgültigen Einzug dauert, je mehr kann nebenher gespart werden - ggf.. etwas weniger falls ein Kind "dazwischen" kommt. Aber dann eben eher mit einer Rechnung, wo alles zusätzliche gut ist, aber nicht zwingend erforderlich.Du muß unter Umständen bei Finanzierungsabschluss dein eingebrachtes Eigenkapital am Anfang der Finanzierung nachweisen.Früher galt die 20% Eigenkapital-Regel. Die kann man bei den aktuellen Zinssätzen und den Baupreisentwicklungen meines Erachtens etwas aufweichen. Von 110% Finanzierungen halte ich aber trotzdem nichts. Zumindest die Baunebenkosten sollten meiner Meinung nach aus eigener Tasche bezahlt werden.
Zu beachten gilt, dass man bei einer Gebrauchtimmobilie schneller in einen hohen Beleihungswert rutscht, als bei einem Neubau, da nicht alle Sanierungsmaßnahmen wertsteigernd angesehen werden.
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