ᐅ Hausbauplanung mit meinem Budget machbar? Oder Traum aufgeben?
Erstellt am: 13.12.2021 22:38
Marc240 13.12.2021 22:38
Hallo zusammen,
Ich schätze das Forum sehr, habe schon viel gelesen und die Rückmeldungen kommen aus der Praxis und sind ungeschönt. Danke dafür. Deswegen stelle ich mal meine Frage ein, um bitte um Rat.
Ich befinde mich gerade in einem Dilemma mit meinem Traum von Haus. Vorab, ich bin ein recht vorsichtiger Mensch, der lieber das finanzielle Risiko scheut und alles 100x durchrechnet. Ich führe seit nun fast einem Jahr Haushaltsbuch, um mich nicht zu überschätzen. Durchschnittlich bleibt mir im Monat 800€ ( abzügl. der Miete 1400 € ) über für mein Projekt. Monatliches Netto beträgt bei mir ca. 3100€-3200€. Gelebt habe ich in der Zeit ganz normal, ohne Einschränkungen.
Ich besitze ein Grundstück in guter Lage, ohne Restschuld dessen Wert ich auf min. 100k schätze ( konservative Einschätzung ).
Eigenkapital beträgt ca. 60k. Wovon davon aber mindestens die Hälfte als Puffer verbleiben soll.
Ganz ganz grob gefragt, ist es möglich, da was auf die Beine zu stellen?
Ich war da eigentlich ganz optimistisch. Aber die aktuell steil ansteigenden Preisen und Reaktionen auf Anfragen, zumindest bei Fertighausanbietern, vermittelt mir etwas ganz anderes.
Vorstellung von mir war tatsächlich, ein Haus zu bauen, schlüsselfertig, bis auf Malern, Bodenbeläge, 110m2 Wohnfläche,, 2 Vollgeschossig, einfache quadratische Form, ohne Keller, keine Gauben, Balkone, Vorsprünge, normaler Standard von heute, kein Smart Home, o.ä. mit Bodenplatte für doch deutlich unter 300k. Also einen qm Preis von rund 2300-2500 €. Ist das nicht machbar heut zu Tage?
So das ich mit Nebenkosten wie Erdarbeiten, Anschlusskosten, Architektenkosten, Zuwegung Pflastern, etc. nicht über 350k Gesamtvolumen komme. Möbel, Küche, etc. nicht mit einberechnet.
Diesen Betrag hab ich mir als Grenze gesetzt und ich mir bei meiner Sparrate zugetraut.
Leider macht es mir überhaupt nicht mehr den Anschein, dafür etwas zu bekommen. Bestätigt ihr mich da? Oder gibt es doch noch etwas Hoffnung?
Gebaut werden soll in RLP.
Ich wohne derzeit günstig!! zur Miete, manchmal frage ich mich wieso ich mich Tag und Nacht verrückt mache, mache mir Gedanken darüber das Grundstück zu verkaufen und ein schönes Leben zu führen. Aber dann ist da wieder dieser Funken, der mich einfach nicht loslässt, der den Traum nicht aufgeben will.
Könnt ihr mir Ratschläge geben?
Ich schätze das Forum sehr, habe schon viel gelesen und die Rückmeldungen kommen aus der Praxis und sind ungeschönt. Danke dafür. Deswegen stelle ich mal meine Frage ein, um bitte um Rat.
Ich befinde mich gerade in einem Dilemma mit meinem Traum von Haus. Vorab, ich bin ein recht vorsichtiger Mensch, der lieber das finanzielle Risiko scheut und alles 100x durchrechnet. Ich führe seit nun fast einem Jahr Haushaltsbuch, um mich nicht zu überschätzen. Durchschnittlich bleibt mir im Monat 800€ ( abzügl. der Miete 1400 € ) über für mein Projekt. Monatliches Netto beträgt bei mir ca. 3100€-3200€. Gelebt habe ich in der Zeit ganz normal, ohne Einschränkungen.
Ich besitze ein Grundstück in guter Lage, ohne Restschuld dessen Wert ich auf min. 100k schätze ( konservative Einschätzung ).
Eigenkapital beträgt ca. 60k. Wovon davon aber mindestens die Hälfte als Puffer verbleiben soll.
Ganz ganz grob gefragt, ist es möglich, da was auf die Beine zu stellen?
Ich war da eigentlich ganz optimistisch. Aber die aktuell steil ansteigenden Preisen und Reaktionen auf Anfragen, zumindest bei Fertighausanbietern, vermittelt mir etwas ganz anderes.
Vorstellung von mir war tatsächlich, ein Haus zu bauen, schlüsselfertig, bis auf Malern, Bodenbeläge, 110m2 Wohnfläche,, 2 Vollgeschossig, einfache quadratische Form, ohne Keller, keine Gauben, Balkone, Vorsprünge, normaler Standard von heute, kein Smart Home, o.ä. mit Bodenplatte für doch deutlich unter 300k. Also einen qm Preis von rund 2300-2500 €. Ist das nicht machbar heut zu Tage?
So das ich mit Nebenkosten wie Erdarbeiten, Anschlusskosten, Architektenkosten, Zuwegung Pflastern, etc. nicht über 350k Gesamtvolumen komme. Möbel, Küche, etc. nicht mit einberechnet.
Diesen Betrag hab ich mir als Grenze gesetzt und ich mir bei meiner Sparrate zugetraut.
Leider macht es mir überhaupt nicht mehr den Anschein, dafür etwas zu bekommen. Bestätigt ihr mich da? Oder gibt es doch noch etwas Hoffnung?
Gebaut werden soll in RLP.
Ich wohne derzeit günstig!! zur Miete, manchmal frage ich mich wieso ich mich Tag und Nacht verrückt mache, mache mir Gedanken darüber das Grundstück zu verkaufen und ein schönes Leben zu führen. Aber dann ist da wieder dieser Funken, der mich einfach nicht loslässt, der den Traum nicht aufgeben will.
Könnt ihr mir Ratschläge geben?
ypg 13.12.2021 23:08
Mit viel Eigenleistungen wird es wohl auch möglich sein. Allerdings wird Dir allein die Bank das Geld nicht geben. Die wollen Sicherheit, die Du allein nicht bringen kannst. Meine Meinung.
Von Deinem Alter hast Du jetzt nichts geschrieben…
Von Deinem Alter hast Du jetzt nichts geschrieben…
11ant 13.12.2021 23:25
Vorab: gehörte Dein Thread nicht eigentlich eher in die Finanzierungsrubrik (auch wenn ich Dir dort nicht über den Weg gelaufen wäre, aber das muß ja nicht schlecht sein) ?
Ein Grundstück gibt es bereits in Deinem Besitz - hast Du es nur ererbt oder gekauft und selbst abbezahlt (was ja ein Pluspunkt für Deine Kreditwürdigkeit wäre) ?; und: was würde darauf gebaut werden dürfen ?
Wenn Du vom Grundstück her kannst, dann baue eventuell sogar als "Bungalow", sonst als "Anderthalbgeschösser". Nimmst Du stattdessen eine "Stadtvilla" plus Quadratgrundriss und legst Worst Case noch eine einläufige gerade Treppe obendrauf, dann landest Du bei 140 qm (um genau so viel Platz zu haben wie auf 110 qm ohne diese drei Flächentreiber).
Ein Grundstück gibt es bereits in Deinem Besitz - hast Du es nur ererbt oder gekauft und selbst abbezahlt (was ja ein Pluspunkt für Deine Kreditwürdigkeit wäre) ?; und: was würde darauf gebaut werden dürfen ?
Marc240 schrieb:Das klingt weitgehend nach vernünftig-bodenständigen Ansprüchen. Rechteckige Form ohne Firlefanz ist gut, aber quadratisch ist eher schlecht, und zwei Vollgeschosse lohnen nicht. In dieser Größe liegst Du im Grenzbereich "Bungalow" / "Anderthalbgeschösser". Was sagt das Grundstück dazu (Gesamtfläche, Grundflächenzahl/Geschossflächenzahl) ?
Vorstellung von mir war tatsächlich, ein Haus zu bauen, schlüsselfertig, bis auf Malern, Bodenbeläge, 110m2 Wohnfläche,, 2 Vollgeschossig, einfache quadratische Form, ohne Keller, keine Gauben, Balkone, Vorsprünge, normaler Standard von heute, kein Smart Home, o.ä. mit Bodenplatte
Wenn Du vom Grundstück her kannst, dann baue eventuell sogar als "Bungalow", sonst als "Anderthalbgeschösser". Nimmst Du stattdessen eine "Stadtvilla" plus Quadratgrundriss und legst Worst Case noch eine einläufige gerade Treppe obendrauf, dann landest Du bei 140 qm (um genau so viel Platz zu haben wie auf 110 qm ohne diese drei Flächentreiber).
hampshire 14.12.2021 11:03
Wäre ich allein, würde ich den Tiny-House Ansatz mal näher betrachten. Rechnete ich damit auch zu zweit im Haus zu leben, fände ich die Beschäftigung mit Ferienhaus-Grundrissen lohnend. Stünde die Möglichkeit einer Familiengründung im Raum, würde ich meine Ausgaben überdenken und ohne verdienenden Partner die Füße still halten.
WilderSueden 14.12.2021 13:09
Knackpunkt ist sicherlich das Thema Baukosten. Die angegeben Preisspanne von unter 2500€ pro qm ist heute oft schwer zu erreichen. Ich würde da auch weniger bei den großen Firmen schauen und mehr bei kleineren Betrieben aus der Region. Dort fallen schon mal zigtausende Euro für Musterhaus und Vertriebsprovision weg.
Bei der Finanzierung sehe ich jetzt weniger Probleme. Wenn du es schaffen würdest im Budget von 350k fürs Haus zu bleiben und ein Grundstück von 100k einbringst, dann hast du ja schon mehr als 20% Eigenkapital eingebracht. Da sollte sich auch eine Bank finden lassen die das für ca 1500€ Rate finanziert. Das ist zwar über den empfohlenen 35% des Nettoeinkommens, halte ich aber noch für tragbar wenn man die bisherigen 1400€ Miete plus 800€ Sparrate dagegen setzt.
Alleine finanzieren war bei mir jetzt nie ein Thema und die Banken haben auch immer deutlich weniger konservativ gerechnet als ich selbst
Bei der Finanzierung sehe ich jetzt weniger Probleme. Wenn du es schaffen würdest im Budget von 350k fürs Haus zu bleiben und ein Grundstück von 100k einbringst, dann hast du ja schon mehr als 20% Eigenkapital eingebracht. Da sollte sich auch eine Bank finden lassen die das für ca 1500€ Rate finanziert. Das ist zwar über den empfohlenen 35% des Nettoeinkommens, halte ich aber noch für tragbar wenn man die bisherigen 1400€ Miete plus 800€ Sparrate dagegen setzt.
Alleine finanzieren war bei mir jetzt nie ein Thema und die Banken haben auch immer deutlich weniger konservativ gerechnet als ich selbst
Tom1978 14.12.2021 13:20
WilderSueden schrieb:
....wenn man die bisherigen 1400€ Miete plus 800€ Sparrate dagegen setzt.Ich habe es etwas anders verstanden:
Marc240 schrieb:
Hallo zusammen,
Durchschnittlich bleibt mir im Monat 800€ ( abzügl. der Miete 1400 € ) über für mein Projekt.1.400 € besteht aus 800 € Sparrate + 600 € Miete. Damit wären 1.500 € Kreditkosten definitiv zu viel. Oder zahlt der TE tatsächlich 1.400 € Miete für sich alleine??
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