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ᐅ Grundstück in Aussicht, Hausbau finanziell möglich?


Erstellt am: 12.08.23 10:39

motorradsilke25.09.23 11:02
HungrigerHugo schrieb:

Rechne mal die Kaufnebenkosten für ein 200.000€ Grundstück und für ein 500.000€ Haus aus.
Grunderwerbsteuer für 300000 Euro je nach Bundesland um die 20000 Euro. Notar ca. 1200 Euro. Grundbucheintrag ca 500 Euro.
Wobei die Differenz eher bei 200000 bis 250000 Euro liegen dürfte bei einer gebrauchten Immobilie in dem Alter, wo Sanierungen nötig sind.
xMisterDx25.09.23 11:25
Ach so... gerade weil Bestand in der Regel "fertig" ist, nimmt man die Medizin quasi mit einem Mal ein. Das ist im Moment bei 4% Zinsen natürlich erstmal ne Hausnummer, klar. Der Preis ist dann fix.

Aber wenn man im Neubau über Jahre nach und nach alles fertig macht, nimmt man natürlich alle Preissteigerungen mit.
Die Terrasse kostet in 5 Jahren halt 20, 25% mehr.

So schlecht ist Bestand nicht, abgesehen davon natürlich, dass man ein Haus finden muss, welches einem gefällt. Individuell planen kann man ja nicht, wenn man was fertiges kauft.
WilderSueden25.09.23 11:28
motorradsilke schrieb:

Ich denke, man kann das einfach jetzt nicht mehr verallgemeinern. Noch vor 1 Jahr hattest du Recht, inzwischen kehrt sich das wieder etwas um.
Mag jetzt anders sein, als wir gesucht haben, war nichts mit verhandeln. Da war eher die Frage, wie viel man im Bieterverfahren noch nach oben geht. Es gab da ein einziges Haus, das länger drin war. Da ging der Verkäufer aber selbst von einem Sanierungsbedarf von 200k aus, nachdem wir mit einer Schätzung von 100-150k abgelehnt haben. Inseriert war das natürlich als "guter Zustand".
xMisterDx schrieb:

Eine Bestandsimmobilie ist (wesentlich) günstiger als ein Neubau, wenn man den Neubau nicht nur als Haus auf einem Schotterbett betrachtet, sondern inkl. fertiger Außenanlagen, Innenausbau, Garten, usw.
Wir liegen etwa gleichauf mit einer Bestandsimmobilie, die eine Teilsanierung zu 100k benötigt. Das bestätigt mir auch meine Excel-Tabelle. Nennenswerte Eigenleistung nur an den Außenanlagen, da würde sich beim Material auch noch sparen lassen (kein Carport oder billigeren, billiges Pflaster, Abböschen statt Natursteinmauer, keine Terrassenüberdachung). Lust auf Baustellenarbeit habe ich langsam auch keine mehr, aber über das lange Wochenende steht noch Pflaster für Einfahrt, Carport und einen Weg zur Haustür an, dann sind wir mit dem Meisten fertig. Müllhäuschen und anderen Kleinkram schiebe ich auf nächstes Jahr. Gegenüber der Sanierung eines Bestandshauses mit viel Eigenleistung ist das immer noch recht gesittet, denn die zieht sich nicht nur über 1-2 Jahre, sondern leicht über ein Jahrzehnt.
Nicht zu vergessen ist auch, dass wir an vielen Stellen einen höheren Standard haben als eine Bestandsimmobilie. Nicht nur was die Geschichten im Garten anbelangt, auch Gebäudehülle, Fußbodenheizung, Photovoltaik mit Batterie, große Fenster, Lüftung, modernen Grundriss...
Der einzige Punkt ist die Sache mit dem Keller, wobei der auch nicht bei allen Bestandsimmobilien vorhanden war.
Mangolicious10.10.23 23:40
Haben mittlerweile mehrere Immobilien angeschaut und uns heute ein Angebot von Dr. Klein machen lassen.. 4,51% effektiver Jahreszins, obwohl wir deutlich mehr als die Kaufnebenkosten mit unserem Eigenkapital stemmen könnten.. letzten Monat meinte der Berater im ersten Treffen noch, dass er eine 3 vor das Komma bekäme.

Mir kam dabei Ringelnatz in den Sinn.

In Hamburg lebten zwei Ameisen,
Die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona auf der Chaussee
Da taten ihnen die Beine weh,
Und da verzichteten sie weise
Dann auf den letzten Teil der Reise.

So will man oft und kann doch nicht
Und leistet dann recht gern Verzicht
dr. kleinbestandsimmobilieeigenleistungcarportpflaster