ᐅ Grund verkaufen oder mehr Kredit aufnehmen?
Erstellt am: 25.12.2020 20:09
Ötzi Ötztaler 29.12.2020 15:35
Joedreck schrieb:
Außer du wirst vom Forumsbetreiber bezahlt um traffic zu generieren.Mist, ertappt. Joedreck schrieb:
Diejenigen die darauf ihre Einfamilienhaus bauen, können sich die Miete auch leisten.Man könnte ja auch Mietwohnungen darauf bauen. Und die in die Einfamilienhaus ziehen machen gewöhnlich eine andere Wohnung frei Olli-Ka 29.12.2020 15:37
Ötzi Ötztaler schrieb:
Hat mir Sozialneid nichts zu tun, legt euer Geld gerne in Aktien oder Mietwohnungen angenau, das ist sicherlich sozialer.Teure Mietwohnungen verbessern die Wohnungssituation, schon klar. Siehe (fail) Berlin.
SchaeffnS schrieb:
Ja die ist es schon die ganze Zeit. Man wird verurteilt weil man erbt, einen Diesel fährt oder viel geflogen ist,Es geht mir so langsam auf den Pi... das man sich in dieser komischen Gesellschafft für alles rechtfertigen muss.Joedreck schrieb:
Außer du wirst vom Forumsbetreiber bezahlt um traffic zu generieren.Sorgt doch für Unterhaltung... Joedreck 29.12.2020 15:38
Ötzi Ötztaler schrieb:
Mist, ertappt.
Man könnte ja auch Mietwohnungen darauf bauen. Und die in die Einfamilienhaus ziehen machen gewöhnlich eine andere Wohnung freiUnd die Mieten wären für die finanziell untere Schicht leistbar? Sicher nicht, sofern eine Rendite erzielt werden soll.Nochmal: diejenigen die sich ein Haus leisten können, konkurrieren auf dem Wohnungsmarkt nicht mit den Menschen, welche dringend Wohnraum benötigt.
Bertram100 29.12.2020 15:40
Olli-Ka schrieb:
Es geht mir so langsam auf den Pi... das man sich in dieser komischen Gesellschafft für alles rechtfertigen muss.Nicht für alles. Aber für die Dinge die die Allgemeinheit unnötigerweise und überproportional belasten, ist eine Rechtfertigung ja nicht schlecht, finde ich. Das bedeutet leider für die Privilegierten, mal kurz abzusteigen vom hohen Ross und gucken wie sie eigentlich leben. Spiegel vors Gesicht, ist halt für die meisten eher unerfreulich. Olli-Ka 29.12.2020 15:59
Bertram100 schrieb:
Das bedeutet leider für die Privilegierten, mal kurz abzusteigen vom hohen Ross und gucken wie sie eigentlich leben.Ich halte mich nicht für privilegiert, ich habe im Leben noch nie was geschenkt gekriegt oder geerbt.Ich lebe relativ gut, dafür arbeite ich aber auch.
Na gut, im Moment nicht soviel wegen Kurzarbeit, dafür gibt´s auch weniger Geld.
Noch dazu im Schichtdienst, frag mal wo ich Heiligabend war? oder heute und morgen Nacht bin.
Bin wegen der Arbeit zigmal umgezogen,
Weg aus dem schönen SH, im Moment in NRW (könnte kotzen).
Und dann muss ich mich rechtfertigen dass ich unseren Traum zurück an die Küste verwirklichen will und dafür ein Grundstück "horte".
oder in Urlaub will, ja auch mit dem Flugzeug.
Aber wir segeln auch viel, und das ist garantiert umweltfreundlich, oder doch nicht?
Schließlich verschmutzen wir ja das ganze Wasser...
und dann war da ja noch der SUV...
"hohes Ross" geht nicht, ich kann nicht reiten.
Ich böser Kapitalist.
Gruß Olli
Bertram100 29.12.2020 16:10
Olli-Ka schrieb:
dafür arbeite ich aber auch.da spricht ja schon die Arroganz der Priveligierten: du hast einen Job bei dem du arbeitest und der entsprechend entlohnt wird. Das trifft schon mal nicht auf die Mehrheit der arbeitenden Menschen zu. Du hast zu deinem Einsatz einfach Rückenwind durch Geschlecht, Geburtsort, kulturelle Gegebenheiten und noch ein paar andere komplexer Faktoren. Das haben die wenigsten, auch in diesem Land nicht.Die alte Leier: ich arbeite (hart), also lasse ich es mir auch gut gehen, funktioniert halt nur, weil andere, die genaus hart oder sogar härter arbeiten, eben nicht ein ebenso grosses Stück vom Kuchen abgekommen. Der Kuchen lässt sich nicht in zwei Stücke teilen die jeweisl größer als die Hälft sind. Und du hast anscheinend die größere Hälfte gegriffen und bekommen. Schön für dich. Schön für die (Um-)welt wäre wenn du dir dessen bewust bist und dementsprechen demütig durch die Welt laufen würdest.
Deshalb muss es einem nicht schlecht gehen, man muss nicht auf allen Luxus verzichte.
Verzichten auf die platte "ich arbeite hart" -Denke wäre schon ein grosser Gewinn/
Entschuldigt, ich bin etwas dünnhäutig was das betrifft. Ich arbeite in einem hochqualifiziertem aber niedriegbezahlt/Ausbeuterjob ( Gesundheitssektor!) und es fehlt mir an Vorstellungskraft was Leute damit meinen wenn sie "hart" arbeiten. Geht es um die Stundenzahl (kann jeder im Gesundheitswesen locker auch kloppen), geht es um Verantwortung? (kann jeder im Gesundheitswesen auch was von erzählen). Geht es um körperlichen Einsatz? (können die meisten Gesundheitsarbeiter auch was zu sagen), geht es um emotionelle Belastung (können die meisten (u.a. ich selber) bestimmt aus dem Nähkästchen plaudern.
Also, die Hart-arbeitend-Geschichte ist Unsinn und wird durch Kultur und Gesellschaft einfach so weitergetragen. Substanz hat sie jedenfalls nicht.