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ᐅ Fugenbreite und Tiefe in Mauern


Erstellt am: 02.01.08 01:44

M
madmax
02.01.08 01:44
Wir haben ein „stossgemauertes“ Mauerwerk (Bim.wärmedämmende.hohlblocksteine), das jedoch auch mal größere senkrechte offene Fugen hat! Des weiteren sind die Fugen zwar gemörtelt, aber leider nicht in der vollen Tiefe des Back-Steins. D.h. Bei 30 cm dicken Steinen sind jetzt nur 29 cm vermörtelt. An der Außenseite fehlen 1cm. Nun die Quiz-Frage: Das Haus soll ja verputzt werden. Es ist ein Wärme-Dämmputz von (nur 3cm ) vorgesehen. Ich habe da mal gelesen, dass halt im Falle von nicht optimal vermörteltem Mauerwerk die Gefahr besteht, dass dann die Fugen später sehr unschön durch den Put scheinen bei Nässe?! Stimmt das? Abgesehen davon, dass dann wohl auch die Stabilität des Mauerwerks dadurch eingeschränkt ist, wenn doch nicht sauber gefugt wurde!

Welche Bestimmungen greifen denn da? DIN? Hinsichtlich der Fugenvermörtelung ( Breite und -Tiefe ). Der Bauantrag wurde erst nach Feb. 2002 gestellt, heisst also, das Haus unterliegt der Energieeinsparverordnung.


Thx für Eure Antworten!
W
wurst
02.01.08 01:47
was sind genau (Bim.wärmedämmende.hohlblocksteine) ???

Für die Vermauerung der Stossfugen gilt immer noch die DIN 1053. Und je nach dem verwendeten Stein gelten dann noch unterschiedliche Anforderungen an die Stoss-Fugen.
K
kaster
02.01.08 01:58
?? (Bim.wärmedämmende.hohlblocksteine) ??

Die sollten halt vollfugig zusammen vermauert sein! Als wichtigste Voraussetzung für solch einen geeigneten Putzgrund. Bei etwas einfallenden Fugen, schauen die Fugen dann nicht nur etwa unschön aus, sondern genau an solchen Stellen reisst dann auch der Putz, weil halt der Putzauftrag dann sehr unterschiedliche Dicken aufweist. Hier beispielsweise nur 40mm, anstatt 30mm. Durch ein unterschiedlich langes Austrocknen schwindet dann eben der dickere Putz an den Stoss-Fugen mehr, als derjenige auf der Fläche. Folge davon - Risse!

Die Fugen sind auch vor Beginn der Verputzarbeiten nachzubessern. Und zwar ausreichend lang davor, damit der Mauer-Mörtel auch bis zu den Verputzarbeiten ausgetrocknet ist!

Ob dann die Stossfugen satt dh. vollflächig vermörtelt sein sollten/müssen?
Die Statik ist nur wegen dieser Unzulänglichkeiten wohl eher nicht in Gefahr... Weitere Anforderungen diesbezüglich sind mir für die "Bim.wärmedämmende.hohlblocksteine" nicht bekannt, da halt diese in unserer Region ausgestorben sind...
M
Mauer-Fred
02.01.08 02:03
Fugenbreite/Tiefe im Mauerwerk

Hallo,

Jeder, aber auch wirklich jeder richtige Maurer, hat garantiert keine offenen Lager oder Stossfugen. Das sollte eigentlich auch nur selbstverständlich sein!


Wenn nun aber bei Ihnen so Gemauert wurde, würde ich halt die Wände beim Hersteller der Wand, also beim Bauunternehmer reklamieren und die Bezahlung solange zurückhalten, bis dann nachträglich auch alle Fugen geschlossen wurden, und zwar unbedingt vor dem Verputzen!


Natürlich gibt es dafür auch eine entsprechende DIN, nämlich die DIN-1053.
Aber scheinbar gibt es halt auch immer mehr „möchtegern“ Maurer, die von Mauern leider keine Ahnung haben! Und scheinbar gibt es auch Bauunternehmen, die sich halt trauen, solche Wände den Kunden anzutun!

Bauen macht manchmal etwas traurig
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