Fliesenkleber auf Ausgleichsmasse grundieren?

JanStu8

JanStu8

Hallo zusammen,

ich wundere mich ein bisschen dass ich auf diese Frage im Internet keine Antwort finde... vielleicht ist es tatsächlich eine dumme Frage ;)

Muss ich auf Ausgleichsmasse / Niveliermasse noch eine Grundierung auftragen bevor ich dort Flex-Fliesenkleber aufbringe?
Saugfähigkeit der Nivelliermasse ist gering - habe dort etwas Wasser ausgeschüttet, das Wasser bleibt oben stehen, nach dem Abwischen bleibt aber ein dunkler Fleck...

Die Ausgleichsmasse wurde vor 5 Jahren gegossen. Seitdem will ich die Fliesen legen, aber natürlich war immer irgendwas anderes dringender...:confused:
Ist die "Lugato Fliesst und Fertig". In den Infos vom Hersteller finde ich nichts dazu.

Danke und liebe Grüße
Jan
Bau-Sack mit LUGATO Mörtelmischung, geeignet für Rohbau und Fundament
 
KlaRa

KlaRa

Moderator
@JanStu8 :
Bei einer neuen Spachtelmasse hätte ich keine Bedenken, hierauf sofort mit einem Fliesenkleber zu arbeiten.
Bei einer älteren Spachtelmasse jedoch, speziell nach 5 Jahren, wissen wir nicht, was ggf. an der Oberfläche passiert ist.
Hier ist die Abwägung, bei Nichtverwendung einer Grundierung die Gefahr von späteren Ablösungen/Hohllagen zu akzeptieren, oder im Gegenzug hierzu lieber eine von den Kosten her "überschaubare" Dispersionsgrundierung schnell im Rollverfahren aufzubringen und den Aspekt SICHERHEIT mit ins Spiel zu bringen.
Nach 5 Jahren sollte jedoch die alte Spachtelmassenoberfläche unbedingt einem Reinigungsschliff (+ Absaugen der Staubbestandteile) mit Berücksichtigung finden!
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Gutes Gelingen: KlaRa
 
JanStu8

JanStu8

Hallo @KlaRa

erstmal Danke für die superschnelle Antwort!

Ich hatte vor, die Oberfläche mit der Schleifmaschine und 40er Körnung etwas aufzurauen und dann abzusaugen.

Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass es um einen Kellerraum (trocken aber unbeheizt) geht. Ist die Dispersionsgrundierung dafür auch die Richtige?

Die paar Euro mehr werde ich auf jeden Fall investieren.

LG Jan
 
KlaRa

KlaRa

Moderator
Also: eine 40-er Körnung mit einer Einscheibenmaschine entspricht schon fast einem Rückbau der Spachtelmassenschicht. Das würde ich nicht wagen, da die Körnung einfach zu grob ist. Man nimmt sie, um eine nicht optimale Estrichoberfläche zu schleifen.
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Eine Dispersionsgrundierung kann selbstverständlich auch in einem Kellerraum angewendet werden.
Nur, wenn man merkt, dass eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit in dem Raum bestehen würde, hervorgerufen durch stetig aus der Bodenplatte aufsteigende Feuchtigkeit (da gehe ich hier nicht davon aus), dann würde die Gefahr bestehen, dass der Baustoff auf Dispersionsbasis reemulgiert würde.
Ohne es zu kompliziert machen zu wollen: als entscheidend erscheint mir, dass der Untergrund mechnanisch richtig vorbereitet wird.
Führte das Schleifen allerdings dazu, dass dadurch Fehlstellen in der alten Spachtelmassenebene entstünden, wäre es besser, die Spachtelmasse komplett runterzuschleifen und neu aufzubringen.
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KlaRa
 
Zuletzt aktualisiert 07.01.2026
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