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ᐅ Finanzierung Folgekosten: Abbruch des geplanten Fertighaus-Baus

Erstellt am: 23.07.22 14:16
G
gplz1980
Hallo zusammen,

meine Frau und ich haben im August 2021 ein Grundstück gekauft, das wir über die lokale Sparkasse finanziert haben.

Entstehen soll ein Fertighaus, das ebenso wie das Grundstück vollfinanziert wird. Unterschrieben haben wir den Vertrag für das Fertighaus im Juni 2021 (da hatten wir schon das Grundstück gefunden).

Nach den zuletzt gestiegenen Bauzinsen hatten wir im April nochmal eine neue Kalkulation bei der Bank machen lassen, die schon deutlich höher war als im letzten Jahr.

Aufgrund der Anhebung des Leitzinses fürchten wir, dass die nächste Kalkulation (die Mitte August gemacht werden soll) unsere Vorstellung für eine wirtschaftlich vertretbare Rate übersteigen wird.

Wir überlegen nun schon, was wir an Folgekosten hätten, wenn wir das ganze Bauprojekt abbrechen würden. Für den Anbieter des Fertighauses wären 8% des eigentlichen Kaufpreises zu bezahlen (in unserem Fall ca. 32.000 Euro). Das Grundstück würde spätestens nach 5 Jahren an die Gemeinde zurückgehen, da eine Bauverpflichtung innerhalb von 5 Jahren besteht. Hier würden wir natürlich auch beim Bürgermeister nachhören, ob ein früherer Verkauf möglich ist.

Auch sind wir uns noch im Unklaren, was die Bank an Vorfälligkeitsentschädigung bekäme, würden wir die Summe für das Grundstück zurückzahlen, sobald wir es verkauft haben. Gibt es da ungefähre Richtwerte? Leider ist jetzt Wochenende und unser Bankberater ist für 3 Wochen im Urlaub. Wir werden uns natürlich an ihn wenden, sobald er wieder da ist.

Wir sind uns unsicher, ob die anfallenden Kosten (für den Fertighausanbieter und Vorfälligkeitsentschädigung) über ein zusätzliches Darlehen finanziert werden könnten.

Ehe wir handeln, warten wir natürlich erstmal die nächste Kalkulation ab, aber vielleicht könntet ihr uns schon mal einige Ratschläge geben.
D
driver55
24.07.22 11:34
Snowy36 schrieb:

Und wie hätte man reagieren sollen ?
Den Architekt etwas beschleunigt und die Top Zinsen gesichert.
(der Fehler war halt die Unterschrift…)
S
Snowy36
24.07.22 11:48
Wie soll man einen Fertiganbieter denn dazu bringen das zu beschleunigen ??
D
driver55
24.07.22 11:58
Snowy36 schrieb:

Wie soll man einen Fertiganbieter denn dazu bringen das zu beschleunigen ??
Es gibt gefühlt noch 378 andere, die auch schöne Hauser bauen und was verkaufen wollen.
Die Langsamkeit merkt man doch schon zu Beginn…

Aber das soll hier nicht das Thema sein.
@TE: wie sieht eure Kalkulation, euer Projekt aus?
Wenn man mit 8k€ kein Einfamilienhaus auf die Beine bekommt, müssten alle Hausbauunternehmen übermorgen schließen.
T
Tassimat
25.07.22 08:19
gplz1980 schrieb:

Wir wollten ohne Eigenkapital finanzieren.
Ist das ein Euphemismus für "Wir haben kein Eigenkapital"? Wieviel habt ihr?
Der Frage nach 8k netto oder 8k brutto Haushaltseinkommen schließe ich mich an.

Also so ein paar Änderungen wie größere Fenster hätte man mit Eigenkapital und Puffer selber zahlen können. Die Summe aus dem (Vor-) Vertrag nehmen, Puffer drauf und dann direkt mit der Bank finanzieren. Fertig ist die Sache.

Hört auf zu trödeln und baut endlich das Haus.
N
Neubau2022
25.07.22 08:40
Tassimat schrieb:

Ist das ein Euphemismus für "Wir haben kein Eigenkapital"? Wieviel habt ihr?
Der Frage nach 8k netto oder 8k brutto Haushaltseinkommen schließe ich mich an.

Also so ein paar Änderungen wie größere Fenster hätte man mit Eigenkapital und Puffer selber zahlen können. Die Summe aus dem (Vor-) Vertrag nehmen, Puffer drauf und dann direkt mit der Bank finanzieren. Fertig ist die Sache.

Hört auf zu trödeln und baut endlich das Haus.

Dann wäre noch die Frage: Was ist dann mit Sachen die die Bank nicht übernimmt. Vor allem Küche inkl. Geräte, Badmöbeln, Kaufnebenkosten wie Eintragungen ins Grundbuch. Bei 8.000 € Brutto seid ihr bei ca. 5.000 € netto. Das ist leider heutzutage eher nicht ausreichend für ein Hausbau. Es sei denn man macht sehr viel Eigenleistung.
Y
Yosan
25.07.22 13:29
Neubau2022 schrieb:

Dann wäre noch die Frage: Was ist dann mit Sachen die die Bank nicht übernimmt. Vor allem Küche inkl. Geräte, Badmöbeln, Kaufnebenkosten wie Eintragungen ins Grundbuch. Bei 8.000 € Brutto seid ihr bei ca. 5.000 € netto. Das ist leider heutzutage eher nicht ausreichend für ein Hausbau. Es sei denn man macht sehr viel Eigenleistung.
Ist ja nicht so, dass Banken sowas generell nicht mitfinanzieren... Kommt ja immer auf diverse Umstände an. Ja, es wurde von 100% Finanzierung und nicht son 110% geschrieben, aber das muss nichts heißen. Habe festgestellt, dass alles ohne /fast ohne Eigenkapital gern als 100% Finanzierung betitelt wird hier.
eigenkapitalfinanzierung