ᐅ Feuchte Wand im Keller mit Dichtschlämme abdichten
Erstellt am: 18.05.26 15:58
P
PhonicServus und Hallo an das Forum,
ich bin der Daniel und seit ein paar Wochen Eigentümer eines älteren Hauses das mitte 70er bis Mitte 80er gebaut wurde.
Wir haben im Kellergeschoss eine Aussenwand wo Rigips-Styropor Verbundplatten angeklebt waren. Diese habe ich entfernt das sie locker waren und darunter kam die befürchtete Überraschung. Feucht Wand, mit Mauersalpeter.
Die Wand möchte ich von innen mit einer Dichtschlämme abdichten und nächstes Jahr von aussen aufgraben wenn das ganze Haus von aussen gedämmt wird.
Innen möchte ich eine Trockenbauwand davorstellen damit die Wand erstmal nicht so kalt ist, soll schließlich Wohnraum/Kinderzimmer werden. Möchte aber aich nicht das mein Junior dort sein Zimmer bekommt wenn das nicht vernünftig gemacht wird, dann müssen wir ausweichen.
Meine Frage ist nun kann ich auf den Putz die Schlämme auftragen oder muss ich zwingend alles bis zum Mauerwerk entfernen? Ich würde gerne mit Remmers Kiesol und WP Sulfatex abdichten, bin mir aber nicht sicher ob das auf diesem Untergrund funktioniert. Den grauen Putz werde ich auf jedenfall entfernen bzw. ist schon größtenteils entfernt, mir geht es um den "sandigen bräunlichen" Putz. Später werde ich noch ein aktuelleres Bild hochladen.
Bilder von der Wand habe ich angehängt.
Schonmal vielen Dank für Eure Unterstützung!
ich bin der Daniel und seit ein paar Wochen Eigentümer eines älteren Hauses das mitte 70er bis Mitte 80er gebaut wurde.
Wir haben im Kellergeschoss eine Aussenwand wo Rigips-Styropor Verbundplatten angeklebt waren. Diese habe ich entfernt das sie locker waren und darunter kam die befürchtete Überraschung. Feucht Wand, mit Mauersalpeter.
Die Wand möchte ich von innen mit einer Dichtschlämme abdichten und nächstes Jahr von aussen aufgraben wenn das ganze Haus von aussen gedämmt wird.
Innen möchte ich eine Trockenbauwand davorstellen damit die Wand erstmal nicht so kalt ist, soll schließlich Wohnraum/Kinderzimmer werden. Möchte aber aich nicht das mein Junior dort sein Zimmer bekommt wenn das nicht vernünftig gemacht wird, dann müssen wir ausweichen.
Meine Frage ist nun kann ich auf den Putz die Schlämme auftragen oder muss ich zwingend alles bis zum Mauerwerk entfernen? Ich würde gerne mit Remmers Kiesol und WP Sulfatex abdichten, bin mir aber nicht sicher ob das auf diesem Untergrund funktioniert. Den grauen Putz werde ich auf jedenfall entfernen bzw. ist schon größtenteils entfernt, mir geht es um den "sandigen bräunlichen" Putz. Später werde ich noch ein aktuelleres Bild hochladen.
Bilder von der Wand habe ich angehängt.
Schonmal vielen Dank für Eure Unterstützung!
Hi
Diese alten Rigips Styropor Verbundplatten sind im Keller leider oft genau das Überraschungsei das keiner haben will. Außen kommt Feuchte rein, innen wird dicht gemacht und dahinter gammelt es dann gemütlich vor sich hin. Dass die Platten locker waren, war fast schon freundlich angekündigt vom Haus.
Den sandigen braunen Putz würde ich ehrlich gesagt ebenfalls runternehmen wenn du schon dabei bist. Gerade bei Salzen und feuchtem Untergrund bringt dir die beste Dichtschlämme wenig, wenn darunter ein mürber oder belasteter Altputz sitzt der keine vernünftige Haftung mehr hat. Die Hersteller schreiben zwar gern „tragfähiger mineralischer Untergrund“, aber genau an dem Wort tragfähig scheitert es im Altbau dann oft. Wenn du mit der Drahtbürste oder dem Spachtel schon Material rauskratzt wie trockenen Kuchenboden, würde ich keine Abdichtung drauf aufbauen wollen.
Kiesol und Sulfatex funktionieren grundsätzlich schon vernünftig zusammen, allerdings eher auf sauberem mineralischem Untergrund und nicht auf irgendeinem historischen Putzmix aus den 70ern, bei dem keiner mehr weiß was da alles drin steckt. Und Mauersalpeter heißt halt auch, dass dort dauerhaft Feuchtigkeit transportiert wurde oder noch wird. Innen abdichten ist da eher Schadensbegrenzung bis ihr außen ran geht. Die eigentliche Lösung liegt sowieso draußen, das scheint euch ja klar zu sein.
Was du auf keinen Fall machen solltest, ist danach wieder irgendwas dampfdicht vorsetzen. Also keine neuen Styroporverbundplatten oder ähnliche „Baumarkt rettet Kellerwand“ Konstruktionen. Das endet meistens wieder gleich, nur diesmal mit neuer Farbe drauf.
Mich würde interessieren wie feucht die Wand aktuell wirklich ist. Nur oberflächlich feucht und salzig oder richtig nass? Und weißt du ob außen überhaupt eine Abdichtung vorhanden ist oder steht das Haus praktisch direkt mit nacktem Mauerwerk im Erdreich? Bei Häusern aus der Zeit war da ja manchmal eher Optimismus verbaut als Abdichtung.
Diese alten Rigips Styropor Verbundplatten sind im Keller leider oft genau das Überraschungsei das keiner haben will. Außen kommt Feuchte rein, innen wird dicht gemacht und dahinter gammelt es dann gemütlich vor sich hin. Dass die Platten locker waren, war fast schon freundlich angekündigt vom Haus.
Den sandigen braunen Putz würde ich ehrlich gesagt ebenfalls runternehmen wenn du schon dabei bist. Gerade bei Salzen und feuchtem Untergrund bringt dir die beste Dichtschlämme wenig, wenn darunter ein mürber oder belasteter Altputz sitzt der keine vernünftige Haftung mehr hat. Die Hersteller schreiben zwar gern „tragfähiger mineralischer Untergrund“, aber genau an dem Wort tragfähig scheitert es im Altbau dann oft. Wenn du mit der Drahtbürste oder dem Spachtel schon Material rauskratzt wie trockenen Kuchenboden, würde ich keine Abdichtung drauf aufbauen wollen.
Kiesol und Sulfatex funktionieren grundsätzlich schon vernünftig zusammen, allerdings eher auf sauberem mineralischem Untergrund und nicht auf irgendeinem historischen Putzmix aus den 70ern, bei dem keiner mehr weiß was da alles drin steckt. Und Mauersalpeter heißt halt auch, dass dort dauerhaft Feuchtigkeit transportiert wurde oder noch wird. Innen abdichten ist da eher Schadensbegrenzung bis ihr außen ran geht. Die eigentliche Lösung liegt sowieso draußen, das scheint euch ja klar zu sein.
Was du auf keinen Fall machen solltest, ist danach wieder irgendwas dampfdicht vorsetzen. Also keine neuen Styroporverbundplatten oder ähnliche „Baumarkt rettet Kellerwand“ Konstruktionen. Das endet meistens wieder gleich, nur diesmal mit neuer Farbe drauf.
Mich würde interessieren wie feucht die Wand aktuell wirklich ist. Nur oberflächlich feucht und salzig oder richtig nass? Und weißt du ob außen überhaupt eine Abdichtung vorhanden ist oder steht das Haus praktisch direkt mit nacktem Mauerwerk im Erdreich? Bei Häusern aus der Zeit war da ja manchmal eher Optimismus verbaut als Abdichtung.
Wie feucht die Wand ist kann ich nicht wirklich sagen, dazu brauch ich ein Messgerät oder? Ich denke nicht das da viel abgedichtet wurde. Wirklich nass fühlt sich die Wand nicht an aber die Steckdosen in den Verbundplatten waren komplett verostet.
Kann ich dann ne 50mm + 2 x 12,5mm beplanken, einmal OSB und einmal Rigips, in mit 40mm Isover dämmen oder geht das nach hinten los?
Wie gesagt ich möchte daraus einen Wohnraum machen bzw. war das unter dem Vorbesitzer auch ein Wohnraum.
Nächstes Jahr wird dann die Fassade gedämmt und auch aussen aufgegraben, das wird dieses Jahr leider zeitlich nicht passen, da ich das über meinen Schwager aus Polen machen lassen werde.
Könnte der Plan funktionieren?
Kann ich dann ne 50mm + 2 x 12,5mm beplanken, einmal OSB und einmal Rigips, in mit 40mm Isover dämmen oder geht das nach hinten los?
Wie gesagt ich möchte daraus einen Wohnraum machen bzw. war das unter dem Vorbesitzer auch ein Wohnraum.
Nächstes Jahr wird dann die Fassade gedämmt und auch aussen aufgegraben, das wird dieses Jahr leider zeitlich nicht passen, da ich das über meinen Schwager aus Polen machen lassen werde.
Könnte der Plan funktionieren?