ᐅ Erschließeung und Anschluss Gebäude an Versorger
Erstellt am: 02.05.26 14:26
L
LukMei94Hallo zusammen,
Wir sind gerade in der Planungsphase unseres Hausprojektes und haben vermeintlich den richtigen Baupartner gefunden.
Der Großteil der Bau- und Leistungsbeschreibung ergibt soweit Sinn, wir sind jedoch über diesen Absatz hier etwas irritiert:
Erschließung
Die Gebäude werden an die Ortskanalisation und die Wasser- und Stromleitungen der
Versorgungsunternehmen angeschlossen. XXX GmbH stellt mindestens einen
Hausanschluss (digital oder analog), über welchen eine Signallieferung
(TV/Internet/Telefon) möglich ist, zur Verfügung. Sollte für den TV-Anschluss kein
Breitbandkabel oder eine ausreichende Bandbreite (Internet) garantiert sein, behält sich
XXX GmbH vor, eine zentrale SAT-Anlage zu erstellen.
Die Hausanschlusskosten bzw. die laufenden Kosten für die Signallieferung (z.B.
Kabelfernsehen oder Telekom) trägt der Erwerber.
Nach unserem Verständnis bedeutet das, dass das Hausbauunternehmen tatsächlich auch das Haus und die entsprechenden Anschluss mit den Versorgungsunternehmen verbindet. Lediglich die Hausanschlusskosten bleiben, die nach unserem Verständnis lediglich die Gebühr darstellen, dass z.B. die EnBW den Anschluss zuläst (Oder ist diese Annahme schon nicht korrekt??).
Der Verkäufer hat das so mehr oder weniger bestätigt, wir sind darüber jedoch etwas verwundert, da unseres Wissens nach nur die Versorger selbst derartige Anschlüsse umsetzen.
Kann hier jemand Licht ins Dunkle bringen und Hinweise / Erfahrungen zu obigem Absatz geben?
Womöglich wäre es hilfreich, wenn mir jemand eindeutig sagen kann, was A) Teil der Leistung ist und B) Zusätzlich von Versorgern sowieso noch erledigt werden muss.
Vielen Dank und viele Grüße
Wir sind gerade in der Planungsphase unseres Hausprojektes und haben vermeintlich den richtigen Baupartner gefunden.
Der Großteil der Bau- und Leistungsbeschreibung ergibt soweit Sinn, wir sind jedoch über diesen Absatz hier etwas irritiert:
Erschließung
Die Gebäude werden an die Ortskanalisation und die Wasser- und Stromleitungen der
Versorgungsunternehmen angeschlossen. XXX GmbH stellt mindestens einen
Hausanschluss (digital oder analog), über welchen eine Signallieferung
(TV/Internet/Telefon) möglich ist, zur Verfügung. Sollte für den TV-Anschluss kein
Breitbandkabel oder eine ausreichende Bandbreite (Internet) garantiert sein, behält sich
XXX GmbH vor, eine zentrale SAT-Anlage zu erstellen.
Die Hausanschlusskosten bzw. die laufenden Kosten für die Signallieferung (z.B.
Kabelfernsehen oder Telekom) trägt der Erwerber.
Nach unserem Verständnis bedeutet das, dass das Hausbauunternehmen tatsächlich auch das Haus und die entsprechenden Anschluss mit den Versorgungsunternehmen verbindet. Lediglich die Hausanschlusskosten bleiben, die nach unserem Verständnis lediglich die Gebühr darstellen, dass z.B. die EnBW den Anschluss zuläst (Oder ist diese Annahme schon nicht korrekt??).
Der Verkäufer hat das so mehr oder weniger bestätigt, wir sind darüber jedoch etwas verwundert, da unseres Wissens nach nur die Versorger selbst derartige Anschlüsse umsetzen.
Kann hier jemand Licht ins Dunkle bringen und Hinweise / Erfahrungen zu obigem Absatz geben?
Womöglich wäre es hilfreich, wenn mir jemand eindeutig sagen kann, was A) Teil der Leistung ist und B) Zusätzlich von Versorgern sowieso noch erledigt werden muss.
Vielen Dank und viele Grüße
LukMei94 schrieb:
Kann hier jemand Licht ins Dunkle bringen und Hinweise / Erfahrungen zu obigem Absatz geben?
Womöglich wäre es hilfreich, wenn mir jemand eindeutig sagen kann, was A) Teil der Leistung ist und B) Zusätzlich von Versorgern sowieso noch erledigt werden muss.Eindeutig kann das nur euer Baupartner sagen. Die Hausanschlusskosten können aber auch einige hundert bis tausend Euro kosten, je nachdem was gemacht wird.
Ich baue in einem Gebiet, da hat meine Hausbaufirma die Grundstücke alle soweit erschlossen, das nur noch das finale Haus anschließen gemacht werden muss. Das ist ganz komfortabel, da die ganze Abstimmung und Zeug alles von der Baufirma gemacht wird und ich nur zusehen brauche. Nur Telekom muss ich machen - und die wollen ca. 900€ für den Glasfaseranschluss im Neubau.
Ich lese nicht so richtig klar heraus, ob Du vom Hausbau mit GU oder von Hauskauf vom BT sprichst. So oder so ist üblich, einen "Mehrspartenanschluß" bereitzustellen. Das ist im Wesen nichts anderes als eine Hausanschlüsse-Durchführungsmanschette für die Rohre und Kabel der Versorger mit Strom-, Gas-, Wasser- und Kommunikationsanschlüssen, also vereinfacht gesagt eine Dichtung mit vier "Fächern". Die Anschlüsse selbst darf keiner dieser beiden Sorten von Hausanbietern herstellen. Bei Strom, Gas und Wasser sind die tatsächlichen Anschlußhersteller Fachunternehmen, die auch von den Versorgungsunternehmen konzessioniert sind. Dein Hausanbieter kann also garkeinen Alldienst-Subunternehmer vom Handwerkerstrich chartern, der dies für ihn täte. Somit ist also auch nicht möglich, daß Dein Hausanbieter die Anschlußkosten mit seinen Provisionen für die Vertragsvermittlung verrechnen würde. Bei Telekommunikation - egal ob über Telefonfestnetz, Kabelfernsehnetz oder wasauchimmer - ist das etwas anders, hier gibt es keine Gesetze zum Schutz des Netzes mit Erfordernis eines zertifizierten Oberförsters.
Aber auch hier gilt: nur Du kannst die Aufträge für die Anschlüsse bei den Versorgern einreichen. Die sagen Dir dann, wer Dir von ihnen geschickt wird oder wer von Dir beauftragt den Schraubendreher oder die Zange in die Hand nehmen darf. All inclusive wie beim Pauschalurlaub ist hier ganz sicher nichts, und auch "rundum sorglos" daß Du nur die Kreditkarte rüberreichst gibt es ebenfalls nicht.
Was Dir hier kompliziert formuliert angeboten wird, ist also maximal die "im Hauspreis enthaltene Multi-Manschette (Vierkammer-Dichtlippe)" - das war´s. Maximal gibt es dazu noch den Telekommunikationsanschluß im Rahmenvertrag. Aber seit Frühjahr 2025 ist auch die bisherige Praxis "Vermieter besorgt Kabelfernsehen für die ganze Wohnanlage" beendet worden. Also: nicht mehr als viele Worte darum, daß ein pizzagroßes Plastikteil da wo die Anschlüsse von der Straße ins Haus kommen und auch der Verteilerkasten für Kupfer oder Glasfaser im Haus nicht separat berechnet wird.
Fühlst Du Dich ernsthaft bei einem "Partner" ansonsten gut aufgehoben, der in seinen Texten primär Deine Verwirrung im Sinn hat ?
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
Aber auch hier gilt: nur Du kannst die Aufträge für die Anschlüsse bei den Versorgern einreichen. Die sagen Dir dann, wer Dir von ihnen geschickt wird oder wer von Dir beauftragt den Schraubendreher oder die Zange in die Hand nehmen darf. All inclusive wie beim Pauschalurlaub ist hier ganz sicher nichts, und auch "rundum sorglos" daß Du nur die Kreditkarte rüberreichst gibt es ebenfalls nicht.
Was Dir hier kompliziert formuliert angeboten wird, ist also maximal die "im Hauspreis enthaltene Multi-Manschette (Vierkammer-Dichtlippe)" - das war´s. Maximal gibt es dazu noch den Telekommunikationsanschluß im Rahmenvertrag. Aber seit Frühjahr 2025 ist auch die bisherige Praxis "Vermieter besorgt Kabelfernsehen für die ganze Wohnanlage" beendet worden. Also: nicht mehr als viele Worte darum, daß ein pizzagroßes Plastikteil da wo die Anschlüsse von der Straße ins Haus kommen und auch der Verteilerkasten für Kupfer oder Glasfaser im Haus nicht separat berechnet wird.
Fühlst Du Dich ernsthaft bei einem "Partner" ansonsten gut aufgehoben, der in seinen Texten primär Deine Verwirrung im Sinn hat ?
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
Ganneff schrieb:
Ich baue in einem Gebiet, da hat meine Hausbaufirma die Grundstücke alle soweit erschlossen, das nur noch das finale Haus anschließen gemacht werden muss. Das ist ganz komfortabel, da die ganze Abstimmung und Zeug alles von der Baufirma gemacht wird und ich nur zusehen brauche. Nur Telekom muss ich machen - und die wollen ca. 900€ für den Glasfaseranschluss im Neubau.Natürlich kannst Du dem BT oder GU eine Vollmacht erteilen, in Deinem Namen Anschlüsse bei den Versorgern zu beauftragen. Der BT oder GU kann Dich auch davon frei stellen, selber Zahler und Rechnungsnehmer dieser Anschlußherstellungen zu sein. Vertragspartner der Versorger wirst aber immer Du. Glasfaser kommt nicht überall von der Telekom, an manchen Orten war ein anderer schneller, das Netz aufbauen zu dürfen. Du kannst als ggf. maximal noch wählen, ob Du einen Anschluß vom Glasfaser- oder vom Koax- oder gar Kupfer-Netzbetreiber haben willst. Bei TK ist es meist so, daß der Anschluß vom Vertragspartner für die erste Nutzungs-Vertragslaufzeit hergestellt wird. An vielen Orten gibt es dreierlei konkurrierende Angebote für "Triple Play", über die Du Internet, Rundfunk und Festnetztelefonie abwickeln kannst.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
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Da die Frage aufkam: Es handelt sich um einen Generalübernehmer.
Je länger ich aber über den ersten Satz nachdenke, desto mehr gehe ich davon aus, dass wahrscheinlich der Anschluss an den Mehrspartenanschluss gemeint ist.
"Die Gebäude werden an die Ortskanalisation und die Wasser- und Stromleitungen der Versorgungsunternehmen angeschlossen."
Würde ich das jetzt mal wortwörtlich verstehen, müsste man streng genommen annehmen, dass auch der Anschluss zum öffentlichen Netz erfolgt. Ist der Mehrspartenanschluss "leer" erfolgt ja schließlich auch kein Anschluss an die Wasser- und Stromleitungen der Versorgungsunternehmen.
Anhand eurer Rückmeldung sehe ich aber, dass es definitiv keine "gängige" Passage in Bau- und Leistungsbeschreibungen ist.
Wenn der Verkäufer also definitiv der Meinung ist, dass es sich um einen Anschluss direkt an das öffentliche Netz handelt, ist er ja sicher bereit die Leistungsbeschreibung dahingehend zu verbessern
Je länger ich aber über den ersten Satz nachdenke, desto mehr gehe ich davon aus, dass wahrscheinlich der Anschluss an den Mehrspartenanschluss gemeint ist.
"Die Gebäude werden an die Ortskanalisation und die Wasser- und Stromleitungen der Versorgungsunternehmen angeschlossen."
Würde ich das jetzt mal wortwörtlich verstehen, müsste man streng genommen annehmen, dass auch der Anschluss zum öffentlichen Netz erfolgt. Ist der Mehrspartenanschluss "leer" erfolgt ja schließlich auch kein Anschluss an die Wasser- und Stromleitungen der Versorgungsunternehmen.
Anhand eurer Rückmeldung sehe ich aber, dass es definitiv keine "gängige" Passage in Bau- und Leistungsbeschreibungen ist.
Wenn der Verkäufer also definitiv der Meinung ist, dass es sich um einen Anschluss direkt an das öffentliche Netz handelt, ist er ja sicher bereit die Leistungsbeschreibung dahingehend zu verbessern
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