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ᐅ Ermittlung von Baukosten 2024 zur Gebotsabgabe für ein Grundstück


Erstellt am: 11.05.22 20:55

jabri0911.05.22 20:55
Hallo zusammen,

Wir haben die Möglichkeit, für mehrere private Grundstücke innerhalb eines gemeindliches Baugebiets im Grossraum Münster ein Kaufangebot abzugeben.

Die Grundstücke über die Gemeinde wurden zu 260€ angeboten, allerdings sind wir aufgrund der Punktzahl nicht unter den ersten 100 Bewerbern gelandet. Die Gemeinde vergibt 59 Grundstücke, es gab mehr als 700 Bewerber.
Weitere ca. 100 Grundstücke werden jetzt von privaten Eigentümern vergeben, mit einem stehen wir konkret in Kontakt, die anderen haben zumindest eine schriftliche Bewerbung von uns vorliegen. Diese haben sich bisher aber nicht geregt.

Der genannte Mindestpreis auf Basis bereits vorliegender Angebote liegt nach seiner Aussage bei 435-450€ je qm vollerschlossen. Unsere Bewerbung hat er im Oktober erhalten, da sahen die Baukosten und Zinswelt noch anders aus.
Wir wissen, was wir uns leisten wollen und müssen jetzt quasi nur rückwärts rechnen, um unser Gebot rechnerisch ermitteln zu können.
Aber: Welche Werte nehme ich für einen Neubau im Jahr 2024 an (Baukosten plus Nebenkosten).
Puffer werde ich eh zusätzlich berücksichtigen.
Normales Einfamilienhaus für 4 Personen ohne Luxuswünsche. Also ~145qm. Die haben wir in unserer gemieteten Doppelhaushälfte aktuell auch.

Danke schonmal für die ein oder andere Meinung!
Hausbautraum2011.05.22 21:57
Ich würde grob mit 145qm x 3000€/qm + 50.000€ Baunebenkosten rechnen. Mit 500.000 sollte es auf jeden Fall gehen, wenn keine größeren Kostentreiber dabei sind.
Es kann auch günstiger möglich sein, mit Fertighaus von der Stange, Eigenleistung, ....

Außenanlage, Küche kommt aber auch noch dazu.

Die Differenz ist je nach Region und vieler weiterer Faktoren sehr groß, also es lässt sich wirklich nur ganz grob abschätzen.
WilderSueden11.05.22 23:13
Schwierige Frage. Ich vermute, dass 2022 noch einige unangenehme Überraschungen bereithalten wird was das Thema Hausbau anbelangt. Eventuell wird sich da in 2023 wieder manches normalisieren, garantiert ist aber nichts. Weder in die eine, noch in die andere Richtung. Entsprechend ist jede Schätzung mit größerer Vorsicht zu genießen. Unter 3000€/qm würde ich auf keinen Fall rechnen, besser mit etwas mehr. Eine Photovoltaik-Pflicht würde ich an eurer Stelle auf jeden Fall einkalkulieren, ebenso die mögliche Pflicht zur Effizenzhaus 40 Gebäudehülle. Damit hinkt dann auch jeder Vergleich zu heutigen Aktionshäusern, selbst wenn die eigentlichen Baukosten sich nicht ändern sollten.

Vergesst an der Stelle auch das Thema Zins nicht. Der ist aktuell ebenso schwer kalkulierbar wie die Baukosten. Für eure Finanzierung sind 2,5% genauso plausibel wie 3,5-4% Zins.
11ant12.05.22 00:05
jabri09 schrieb:

Wir wissen, was wir uns leisten wollen und müssen jetzt quasi nur rückwärts rechnen, um unser Gebot rechnerisch ermitteln zu können.
Diese auf den ersten Blick verblüffend einleuchtend wirkende Idee hatten schon viele Bauträumende vor Euch, dann kam die Wirklichkeit. Das ist in Zeiten besonders dynamischer Wirklichkeiten keine wirklich sturmfeste Strategie.
jabri09 schrieb:

Normales Einfamilienhaus für 4 Personen ohne Luxuswünsche. Also ~145qm.
180 qm wären besser gewesen, da hätte ich gesagt, die Strategie kann noch funktionieren: davon hätten nach Marktturbulenzen noch 110 übrig sein können. Mit 145 qm klappt das Spiel "was übrig bleibt, kann noch reichen" schon deutlich schlechter.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
driver5512.05.22 01:09
Manche machen es sich auch einfach. Frage stellen und zurücklehnen.
Bist ja auch schon 3 Jahre hier unterwegs. Was hat Deine Recherche ergeben?
Du kannst hier ohne Probleme 8 Wochen querlesen und findest dann 782 Beiträge mit mehr oder weniger nützlichen Infos.

Wie sieht denn Deine Rechnung aus?
Grundstückskosten sind quasi fix (bekannt)…
jabri09 schrieb:

Wir wissen, was wir uns leisten wollen und müssen jetzt quasi nur rückwärts rechnen, um unser Gebot rechnerisch ermitteln zu können.
Heißt in Euronen was?
jabri0912.05.22 10:17
Vielen Dank an alle für die Meinungen/Hinweise.
Ein paar Anmerkungen:
Bisher habe ich mit 3.000€ pro qm und 100k€ Nebenkosten gerechnet. Dazu mit 3,5% Zins.

Um die Dynamik zu berücksichtigen, könnten wir die monatliche Rate noch um ca 1.000€ erhöhen. Das wollen wir aber nicht, dann bleiben wir tendenziell eher Mieter. Die Entscheidung fällt aber erst später, wenn wir tatsächlich konkreter vor dem Bau stehen. Selbst wenn wir das Grundstück wieder mit Verlust verkaufen sollten, wäre das u.U. die wirtschaftlich sinnvollere Entscheidung.

Grundstückspreis: Für uns ist dieser nicht fix, wir machen ein für uns passendes Angebot. Ob dem Verkäufer das gefällt, steht auf einem anderen Blatt. Dieses Blatt wendet sich aber gerade etwas und in Anbetracht der Anzahl der Grundstücke und der mir jetzt schon bekannten Anzahl an nicht mehr Bauwilligen (obwohl Zugriff auf günstiges Gemeindegrundstück), gehe ich davon aus, dass er seine Preisvorstellung nicht komplett durchsetzen kann.
Sollte er unser Angebot nicht attraktiv finden, dann ist das so und wir bleiben in unser Doppelhaushälfte zur Miete.

Zur Recherche: Ich lese seit langem in diesem Forum sehr viel. Daher habe ich auch einen ziemlich realistischen Blick auf die aktuelle Situation. Das hat mir sehr geholfen!
Allerdings geht es bspw im großen Thread zu Baukosten um alles, nur nicht (zu 90%) um die Entwicklung der Baukosten.
baukostengrundstückezinsnebenkostendoppelhaushälfte