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ᐅ Erfahrungen mit Vertragsverhandlungen mit Bauträgern/GU

Erstellt am: 29.03.15 15:03
P
Payday
moin

mich würden mal eure Erfahrungen mit Verhandlungen bei Bauträgern zum Vertragsabschluss interessieren. wir haben mittlerweile eine Packung Angebote diverser Bauunternehmer hier liegen und würden nun gerne zum nächsten schritt kommen. wir haben so langsam das Gefühl was was kostet und was welcher Bauträger wie Leisten ("könnte").
während der eine große Bauunternehmer mit vielen "inklusive" preisen wirbt und ständig irgendwelche Preisnachlässe gibt bevor man fragt, schreibt der kleine bu direkt immer Festpreis mit rein. beide Angebote gleichen sich aber mit theoretisch gleichen Umfang +- 2000€. wir haben sogut wie alle extras mit reingepackt die wir uns so vorstellen konnten, kommen damit aber auch schon recht nah an unser Limit. beim durchfahren etlicher Neubaugebiete ist uns aufgefallen, das eigentlich kaum jemand diese extras wirklich hat (rollläden, Verblender, glasierte Dachpfannen und Kamin/Schornstein = machen zusammen locker über 20.000€ aus). das Geld ist halt doch immer knapper als man es sich vorgenommen hat.

mich würde mal interessieren, wie viel eigentlich normal noch raushandelbar ist?! gerade mit einigen extras müßte der Spielraum doch größer sein, schliesslich ist die provion auf extras immer größer als bei Standard. ich weiß natürlich das da irgendwas mit reinkalkuliert wird, wahrscheinlich 5-10% ?!
die Auftragslage hier ist gut, allerdings wird niemand jemanden einfach gehen lassen, wenn er echtes Interesse an einen vertrag hat.
O
oleda222
31.03.15 17:39
Bauexperte schrieb:

Du findest es also gut, dass ein Anbieter einige Tausend Euronen "Spielgeld" in seiner Kalkulation berücksichtigt, damit Dein Zockertrieb befriedigt werden kann? Neugierige Frage: Woher willst Du denn wissen, um wie viel Euro's Du verhandlen musst? Bleibt bei einem solchen Vorgehen nicht immer ein schaler Beigeschmack zurück?

Meines Wissens ist es die erste Aufgabe eines wirtschaftlich handelnden Unternehmens nachhaltige Gewinne zu erwirtschaften.

Das funktioniert abhängig von der Marktsituation in den meisten Branchen mal besser und mal schlechter.

Das gerade die Baubranche durchaus konjunkturanfällig ist, ist glaube ich unstrittig?

Ich finde es deswegen nicht verwerflich wenn ein Unternehmer im aktuellen Marktumfeld mit einer höheren Marge kalkuliert als in einem schlechteren. Oder inkludierst du unabhängig von Umsatz und Aufwand des "individuellen" Bauvorhaben immer den exakt gleichen Betrag?

Wenn das bei allen am Bau beteiligten so wäre, warum steigen den seit ein paar Jahren die Baukosten so erheblich an?

Das ich mir als Bauherr wünsche, das nun gerade bei meinem Bauvorhaben mir der/die Unternehmer den besten aller Preise machen, liegt doch auf der Hand.

Wie ich das verhandle, also meinen gegenüber davon zu überzeugen mir für die zu erbringende Leistung einen guten Preis zu machen, da gibt es doch nun verschiedene Lösungen als nur plump nach 5% Rabatt zu fragen.
unternehmerbauvorhaben