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GUSTAVO5621.06.21 14:56kulau schrieb:
Noch eine Rückfrage: Planst du das Regal nur statisch zu nutzen, oder wird es auch bewegt oder transportiert?Das ist essentiell. MDF-Rückwände erhöhen zwar die Gerätestabilität allerdings werden sie bei Transporte und häufigem Umstellen schnell zu einer Schwachstelle, da MDF verglichen mit Pappe geringere Biegefestigkeit bei Stoßbelastungen aufweist.
Generell gilt: Beim Zuschnitt genau auf Kante arbeiten, da abstehende Kanten schnell beschädigt werden. Wenn du Einzelteile verschraubst, setze Distanzleisten ein, damit das MDF nicht direkt aufliegt und die Schrauben belastbar bleiben.
Zum Thema Feuchtigkeit: Rückwände aus MDF reagieren sehr empfindlich auf Feuchtigkeitseinfluss – schon leicht erhöhte Luftfeuchtigkeit kann zu Quellungen führen. In Räumen mit normalen Wohnklima ist das meist kein Problem, aber im Bad oder Keller würde ich dringend abraten.
Warum nicht auch über HDF-Nut- und Federplatten nachdenken? Die sind stabil und leichter als MDF, aber teurer und schwieriger zu verarbeiten.
Falls dein Regal Belastungen durch schwere Gegenstände aushalten soll, sind MDF-Rückwände definitiv überlegen. Allerdings würde ich empfehlen, zusätzlich noch eine diagonale Verstrebung anzubringen, um das Kippmoment weiter zu reduzieren.
GUSTAVO56 schrieb:
Beim Zuschnitt genau auf Kante arbeiten, da abstehende Kanten schnell beschädigt werden.Danke, das ist ein wichtiger Hinweis. Ich plane das Regal im Wohnzimmer zu nutzen, also ein vergleichsweise trockenes Umfeld, und statisch wird es stehen. Es wird hauptsächlich Bücher und Dekorationsgegenstände tragen, kein häufiges Umstellen.
LOGEMIN schrieb:
Ich empfehle grundsätzlich die MDF-Variante bei stärkeren Belastungen.Das passt gut, da ich das Regal schon etwas stärker belasten möchte. Könnt ihr noch sagen, ob ich das MDF am besten vor dem Einbau lackieren oder erst nach der Montage? Welche Vorgehensweise bringt den besten Schutz ohne dass die Schrauben schlecht halten?