EnEV 2014 - Gastherme ohne Solar?

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B

Bauexperte

Hallo,

Da die EnEV 2014 ja ab nächstem Jahr gilt stellen sich mir einige Fragen.
Die gilt schon eine ganze Weile; was Du meinst, ist die EnEV 2016. Als 2016 gekennzeichnet, Verwechslung zu der aktuell gültigen EnEV zu vermeiden.

Was wir wollen ist eine Gasheizung mit FBH
Das ist sicher ein frommer Wunsch, aber damit läßt sich die kommende EnEV nicht erfüllen; noch nicht mal das Referenzhaus erreichen.

Bei der kontrollierten Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sind wir uns noch nicht sicher. Das würde den Kamin verteuern weil dieser dann ja Raumluftunabhängig sein muss.
Da ab 01.04.16 nur noch ab KfW 55 gefördert wird, wirst Du um eine kontrollierte Lüftungsanlage nicht herumkommen.

Bekommt man eine Gasheizung ohne Solar bei der EnEV 2014 durch?
Bei geltender EnEV 2014 und KWL mit WRG vmtl. so gerade eben - es sei denn, Du baust auf dem Kahlen ASten. Nein ab EnEV 2016; noch nicht mal mit Solar

Liebe Grüsse, Bauexperte
 
R

Rafaelsen

Ok. Also EnEV 2016.
Soweit ich das verstanden habe wird das KfW 70 Haus dann zum Standard.
Wenn das Konzept das wir uns überlegt haben mit Gasbrennwerttherme, FBH, KLW nicht machbar ist, dann werden wir uns wohl überlegen müssen ob wir überhaupt bauen wollen und nicht lieber eine Bestandsimmobile wählen.
Bauen wird ja dadurch noch teurer
 
N

nordanney

Verzichtet auf Gas (zumindest als Wärmequelle), zunächst den Kamin (Schornstein kann man ja schon einmal einplanen) und schwenkt auf Wärmepumpe um.
Wenn Euer Herz wirklich an Gas hängt und Ihr nichts anderes wollt, dann tut es mir leid für Euch.
Einen Tod muss man immer sterben, beim Hausbau klaffen bei den meisten Bauherren Gräben zwischen teurem "Wunsch" und finanzierbarer Realität.
Auch ich/wir hatte eine große Wunschliste, die dann den Finanzen zum Opfer fiel
 
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R

Rafaelsen

Die Sache ist ja, dass wenn man schon einen Schornstein für einen Heizkamin baut kann man direkt für einen kleinen Aufpreis einen doppelzügigen nehmen und schließt die Gasheizung an den zweiten Zug an.

Eine Wärmepumpe will ich aus Kosten- und Haltbarkeitsgründen nicht. Ich sehe schon bei den Nachbarn meiner Eltern, dass dauernd Probleme mit den PV Anlagen auftreten und das nach 8 oder 10 Jahren. Oder bei denjenigen die eine Wärmepumpe nutzen und alles andere als zufrieden sind. Hoher Stromverbrauch, niedrige JAZ, dauernd irgendwelche Einstellungsprobleme etc. Es heißt zwar immer Pech, aber irgendwie haben alle Pech.

Dazu kommt ja noch, dass die Investitionskosten einer WP höher liegen und der Betrieb teurer ist. Erdgas wird noch viele Jahrzehnte günstig bleiben. Die Entwicklung der Strompreise kennen wir ja alle und da wird sich sicherlich nichts ändern. Außer die Regierung kippt die Energiewende was eher unwahrscheinlich ist.

Darum keine WP. Eine Solaranlage will ich aus Kostengründen auch nicht. Bis sich so eine Anlage amortisiert ist das Ding längst vergammelt.


Mit wem kann man am besten sprechen? Architekt? Bauunternehmer?
 
M

merlin83

Für uns gilt die aktuelle ENEV. Wir haben Gas + KWL und haben es auch "gerade so" geschafft.

Hat jemand die Normenkette parat, warum Gas mit EnEV 2016 nicht geht?

Ich würde die KWL der Solarthermie und der PV Anlage immer vorziehen, weil ich es nicht mag in stickiger Luft zu sitzen und es dem Neubau gut tun soll.

mE wird sich der Gaspreis über die nächsten Jahre stabil halten, während Strom steigt. Weniger Nachfrage und stabiles Angebot sei dank (y).
 
N

nordanney

P.S. Die Wärmepumpentechnik ist schon uralt und extrem simpel. Wenn Du der Technik nicht vertraust, dann solltest Du Deinen Kühl- und Gefrierschrank entsorgen, da diese dieselbe Technik verwenden. Der Betrieb ist im Unterhält übrigens günstiger, annähernd wartungsfrei und ein Schornsteinfeger ist auch nicht nötig.
Ich glaube, Du hast Dich damit noch nicht ernsthaft beschäftigt und möchtest es auch nicht.
Wir heizen übrigens 300 qm mit einer Wärmepumpe. Inkl. Warmwasser im ersten Nutzungsjahr (was heiztechnisch ja eher teuer ist) für mtl. rd. 55-60€ (5 Personen bei angenehmen 22 Grad).
Gasthermen sind aus eigener Erfahrung extrem anfällig. Im letzten Haus haben wir in 10 Jahren bestimmt 3.000€ für Wartung und Reparaturen bezahlt.
Jetzt hast Du einen negativen Bericht, schwenkt Du nun auf Pellets um
Was ich sagen will ist, dass man sich selber mit der Materie auseinandersetzen muss. Aber nur wegen Vorurteilen (gilt auch für den Preis von Wärmepumpen), seinen Haustraum zu beerdigen? Das wäre Dummheit.
 

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