Hallo, wie beschrieben möchte ich hier mal unsere Erfahrungen mit unserer Haussanierung, Dämmung u.a. beschreiben.
Vorweg: Es kann sich lohnen.
Warum schreibe ich kann, weil das Thema komplex und nicht verallgemeinerbar ist.
Ich fang mal an: Wir haben vor neun Jahren eine Doppelhaushälfte Baujahr 1935, doppelwandiges Hartbrandziegelmauerwerk (hält wahrscheinlich tausend Jahre) gekauft.
Doppelglasfenster Plaste. Im Zuge erster Arbeiten haben wir Kellerdämmung (Granulat) rausgeschmissen und eine 15 cm Styropordämmung und Fußbodenheizung im Erdgeschoss eingebaut/lassen. Später war das Dach fällig, auf Schindeldach wurde ein leichtes Blechdach gebaut. Dabei habe ich darauf geachtet (wichtig) das der Dachüberstand zum Giebel verlängert wurde, ca 30 cm.
Vor zwei Jahren nun haben wir die Außenwände, bedingt durch bauliche Gegebenheiten nur mit 8 cm Mineralwollplatten (ich meine besser als Styropor, wegen Durchlässigkeit) gedämmt. Mein Vorteil: Ich habe das woanders unter Anleitung schon mal gemacht, hat sich bewährt, und so hab ich alles in Eigenregie machen können. Deshalb Kosten für ca 80 m2 ca 5000 Euro Material inclusive Gerüstkosten für vier Wochen. Gleichzeitig haben wir die alte Gasheizung mit 80 Liter Warmwasser gegen eine neue Brennwerttherme, wasserstofffähig, mit 20 Liter beiliegendem Warmwasserboiler gewechselt (dazu später mehr).
Heizkosten vorher: 20000 kwh. Jetzt seit zwei Jahren ca 7000 kwh pro Jahr. Wenn man vielleicht einrechnet das die letzten Winter nicht so kalt waren, also ungefähr eine Einsparung um die Hälfte mindestens. Leider, da beide arbeiten im gleichen Jahr ausgeführt, kann ich nicht sagen welche Einsparung auf die Dämmung und welche auf die Heizung entfällt.
Aber in unserem Fall hat es sich auf jeden Fall gelohnt, in ein paar Jahren wird sich das amortisiert haben.
Zur Dämmung kann ich sowieso raten, mal so gesagt, wer läuft im Winter ohne Mantel draußen rum.
Zur Gasheizung: Wir hatten im Kalkül auch eine Wärmepumpe. Wäre langfristig vielleicht besser. Aber erstens keine Erfahrungen damit. Zweitens die Kosten waren fast dreimal so hoch. Und da frage ich mich jetzt, wenn ich lese das die in anderen Ländern, Dänemark, Großbritannien nur ein drittel von dem hier in D kosten, dann ist da was faul, falls das stimmt.
Mehr will ich dazu hier nicht sagen, kann sich jeder selbst ein Bild machen. Nebenbei die E Autos in anderen Ländern kosten auch nur ein Bruchteil von dem in Deutschland.
Will hier erstmal Schluss machen. Wer Fragen hat, gerne.
Gruß Benno
Vorweg: Es kann sich lohnen.
Warum schreibe ich kann, weil das Thema komplex und nicht verallgemeinerbar ist.
Ich fang mal an: Wir haben vor neun Jahren eine Doppelhaushälfte Baujahr 1935, doppelwandiges Hartbrandziegelmauerwerk (hält wahrscheinlich tausend Jahre) gekauft.
Doppelglasfenster Plaste. Im Zuge erster Arbeiten haben wir Kellerdämmung (Granulat) rausgeschmissen und eine 15 cm Styropordämmung und Fußbodenheizung im Erdgeschoss eingebaut/lassen. Später war das Dach fällig, auf Schindeldach wurde ein leichtes Blechdach gebaut. Dabei habe ich darauf geachtet (wichtig) das der Dachüberstand zum Giebel verlängert wurde, ca 30 cm.
Vor zwei Jahren nun haben wir die Außenwände, bedingt durch bauliche Gegebenheiten nur mit 8 cm Mineralwollplatten (ich meine besser als Styropor, wegen Durchlässigkeit) gedämmt. Mein Vorteil: Ich habe das woanders unter Anleitung schon mal gemacht, hat sich bewährt, und so hab ich alles in Eigenregie machen können. Deshalb Kosten für ca 80 m2 ca 5000 Euro Material inclusive Gerüstkosten für vier Wochen. Gleichzeitig haben wir die alte Gasheizung mit 80 Liter Warmwasser gegen eine neue Brennwerttherme, wasserstofffähig, mit 20 Liter beiliegendem Warmwasserboiler gewechselt (dazu später mehr).
Heizkosten vorher: 20000 kwh. Jetzt seit zwei Jahren ca 7000 kwh pro Jahr. Wenn man vielleicht einrechnet das die letzten Winter nicht so kalt waren, also ungefähr eine Einsparung um die Hälfte mindestens. Leider, da beide arbeiten im gleichen Jahr ausgeführt, kann ich nicht sagen welche Einsparung auf die Dämmung und welche auf die Heizung entfällt.
Aber in unserem Fall hat es sich auf jeden Fall gelohnt, in ein paar Jahren wird sich das amortisiert haben.
Zur Dämmung kann ich sowieso raten, mal so gesagt, wer läuft im Winter ohne Mantel draußen rum.
Zur Gasheizung: Wir hatten im Kalkül auch eine Wärmepumpe. Wäre langfristig vielleicht besser. Aber erstens keine Erfahrungen damit. Zweitens die Kosten waren fast dreimal so hoch. Und da frage ich mich jetzt, wenn ich lese das die in anderen Ländern, Dänemark, Großbritannien nur ein drittel von dem hier in D kosten, dann ist da was faul, falls das stimmt.
Mehr will ich dazu hier nicht sagen, kann sich jeder selbst ein Bild machen. Nebenbei die E Autos in anderen Ländern kosten auch nur ein Bruchteil von dem in Deutschland.
Will hier erstmal Schluss machen. Wer Fragen hat, gerne.
Gruß Benno
Frauke187 schrieb:
Nur habe ich deutlich höhere Preise. Geht es dem chinesischen Arbeiter tatsächlich so schlecht?Gemessen an unseren, freiheitlich-sozial ausgerichteten Verhältnissen geht es dem einzelnen Menschen dort von Grund auf schon "schlechter". Selbst wenn er proportional mehr Geld hätte ist sein gesamtes Leben dennoch beeinrächtigt durch diktatorische Zustände, ständige Angst vor staatl. Gewalt, Einschüchterung jeglicher Art, staatl. Gehirnwäsche etc. Wäre es in China tatsächlich besser hätten wir eine messbare Zahl an Abwanderungen dorthin und Du solltest Dich fragen, warum Du noch hier in dieser "schlechten" Situation verharrst. Ich würde mich auf die positiven Berichte aus dem fernen Land schon freuen.Ein solcher Vergleich ist mit den größtmöglichen Äpfeln und Birnen gesucht und klingt eher schon zynisch.
Frauke187 schrieb:
Viele Arbeiter in China haben sich einen kleinen Wohlstand erarbeitet.Das, was Du hier "Arbeit" nennst würde man nach unseren, also auch Deinen Maßstäben mehrheitlich als Dressur oder Zwang empfinden. Ich empfehle daher ein einjähriges Praktikum dort bzw. wenn man sich sicher ist rate ich gleich zur Übersiedlung.Deine zynischen Vergleiche deuten auf wenig Selbsterlebtes und eher vom warmen Sofa aus Nachgeplappertes hin. Du wärst der/die Erste, der/die wieder im Flugzeug sitzen und sich hier wieder breit machen würde; Nein, Du würdest nicht mal losfliegen.
Wenn da tatsächlich mal kein neuer Buxbaum gewachsen ist.
Generell gilt, was auch für die Spam-Anrufer von der angebl. Börse mit ihren bahnbrechenden Anlagetipps gilt: Wenn Du davon überzeugt bist, warum machst Du es nicht selbst?
Frauke187 schrieb:
Und um es einzuordnen, mein Jahresgehalt liegt auch nur bei 21.600 Euro. Nur habe ich deutlich höhere Preise. Geht es dem chinesischen Arbeiter tatsächlich so schlecht?Wow als Vollzeitarbeitender mit 40h/Woche ist das super mager? Das ist nämlich offiziell der durchschnittliche Stundensatz in der Woche in China. Inoffiziell ackern die deutlich mehr.