ᐅ Einschätzung Nachrüstung Heizungsanlage kosten
Erstellt am: 27.06.14 12:11
tlactar27.06.14 12:11
Hallo!
Wir sind momentan in der Planung unseres Einfamilienhaus (~145m² +Keller) und in Sachen Heizung mittlerweile komplett verunsichert! Ungefähr jeder, der uns ein Haus bauen möchte, sagt etwas anderes. Das schwankt von "ohne Wärmepumpe und Lüftung mit Wärmerückgewinnung würde ich niemals bauen" über "ach, alles andere als Gas ist quatsch, viel zu ineffizient!" bis hin zu "Wie, KFW70? Wozu wollen sie denn dafür geld ausgeben?"
Das mit der Ineffizienz bei wirklich niedrigen Temperaturen leuchtet mir ja ein, wenn es aber gerade mal nicht -15° kalt ist funktioniert das doch aber ganz gut, oder?
Beim stöbern bin ich nun auf Hybride Heizungsanlagen gestoßen, die sozusagen automatisch bei zu geringer Effizienz der Wärmepumpe noch eine Gastherme integriert haben, die dann nachhilft. Klingt für mich als Laien ja erstmal nach einer guten Idee. Was meint ihr? Natürlich habe ich dann Vergleich zur reinen Wärmepumpe noch den Anschluss zu zahlen, aber als Alternative zur reinen Gasheizung...?
Generell hätte ich ja auch eine Sole-Wasser-Wärmepumpe ganz nett gefunden, aber da leichte Hanglage haben das einige von vorneherein ausgeschlossen.
Vielen Dank schon mal!
Wir sind momentan in der Planung unseres Einfamilienhaus (~145m² +Keller) und in Sachen Heizung mittlerweile komplett verunsichert! Ungefähr jeder, der uns ein Haus bauen möchte, sagt etwas anderes. Das schwankt von "ohne Wärmepumpe und Lüftung mit Wärmerückgewinnung würde ich niemals bauen" über "ach, alles andere als Gas ist quatsch, viel zu ineffizient!" bis hin zu "Wie, KFW70? Wozu wollen sie denn dafür geld ausgeben?"
Das mit der Ineffizienz bei wirklich niedrigen Temperaturen leuchtet mir ja ein, wenn es aber gerade mal nicht -15° kalt ist funktioniert das doch aber ganz gut, oder?
Beim stöbern bin ich nun auf Hybride Heizungsanlagen gestoßen, die sozusagen automatisch bei zu geringer Effizienz der Wärmepumpe noch eine Gastherme integriert haben, die dann nachhilft. Klingt für mich als Laien ja erstmal nach einer guten Idee. Was meint ihr? Natürlich habe ich dann Vergleich zur reinen Wärmepumpe noch den Anschluss zu zahlen, aber als Alternative zur reinen Gasheizung...?
Generell hätte ich ja auch eine Sole-Wasser-Wärmepumpe ganz nett gefunden, aber da leichte Hanglage haben das einige von vorneherein ausgeschlossen.
Vielen Dank schon mal!
Doc.Schnaggls27.06.14 12:38
Hallo,
ja, die Heizungsfrage hat uns auch lange beschäftigt... 😉
schlussendlich sind wir dann bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive zentraler Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung gelandet.
Gut, wenn es tatsächlich zu kalt wird, werden wir auch über den integrierten Elektroheizstab zuheizen müssen. Den Strombedarf werden wir allerdings durch unsere Photovoltaikanlage auf dem Dach locker abdecken können. Auch unser Specksteinofen wird seinen Teil dazu beitragen, es immer angenehm warm zu haben.
Mein Bruder wohnt seit drei Jahren in seinem Haus mit nahezu identischer Technik (anderer Hersteller, aber Grundkonzept gleich) und er verdient sogar jedes Jahr ein paar hundert Euro mit seiner Photovoltaik, obwohl er auch schon Tage im Winter hatte, wo der Heizstab mit im Einsatz war.
Wenn Du nicht ohnehin schon Gas im Haus hast, würde ich persönlich das Geld für den Gasanschluss lieber in eine Photovoltaik stecken - von der hast Du dann auch im Sommer mehr Nutzen...
Ganz wichtig ist jedoch, dass Ihr Euch eine für Eure Anforderungen ausgerichtete Wärmepumpe anschafft. Eine Über- oder unterdimensionierte Anlage kostet nur unnötig Geld oder Komfort...
Grüße,
Dirk
ja, die Heizungsfrage hat uns auch lange beschäftigt... 😉
schlussendlich sind wir dann bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive zentraler Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung gelandet.
Gut, wenn es tatsächlich zu kalt wird, werden wir auch über den integrierten Elektroheizstab zuheizen müssen. Den Strombedarf werden wir allerdings durch unsere Photovoltaikanlage auf dem Dach locker abdecken können. Auch unser Specksteinofen wird seinen Teil dazu beitragen, es immer angenehm warm zu haben.
Mein Bruder wohnt seit drei Jahren in seinem Haus mit nahezu identischer Technik (anderer Hersteller, aber Grundkonzept gleich) und er verdient sogar jedes Jahr ein paar hundert Euro mit seiner Photovoltaik, obwohl er auch schon Tage im Winter hatte, wo der Heizstab mit im Einsatz war.
Wenn Du nicht ohnehin schon Gas im Haus hast, würde ich persönlich das Geld für den Gasanschluss lieber in eine Photovoltaik stecken - von der hast Du dann auch im Sommer mehr Nutzen...
Ganz wichtig ist jedoch, dass Ihr Euch eine für Eure Anforderungen ausgerichtete Wärmepumpe anschafft. Eine Über- oder unterdimensionierte Anlage kostet nur unnötig Geld oder Komfort...
Grüße,
Dirk
Bolzen28.06.14 16:26
Hi!
Vielleicht wäre ja eine Zeolith-Gas-Wärmepumpe was für Dich.
Ist hochinteressant.
Gruß
Sebastian
Vielleicht wäre ja eine Zeolith-Gas-Wärmepumpe was für Dich.
Ist hochinteressant.
Gruß
Sebastian
€uro29.06.14 07:51
Hallo,
Man sollte sich nie von Demjenigen beraten lassen, der gleichzeitig auch verkauft und/oder installiert, sondern stets von einem externen, verkaufsunabhängigen Fachmann!
Die Inhalte aufgehübschter, bunter Werbung, finden sich überwiegend nie in den Vertragsinhalten wieder
Ohne eine solide und exakte Grundlagenermittlung wird man hier eine wirtschaftliche Lösung nicht erhalten.
Zudem sollte man bei der Beurteilung von Meinungsäußerung im I-Net durchaus kritisch sein. Überwiegend sind die Ratgeber anonym, ohne jegliche Fachausbildung und müssen keinerlei Haftung etc. übernehmen.
Einzelerfahrungen von Bauherren sind zwar sehr interessant, nicht jedoch auf andere BV übertragbar!!!
Bei tiefen AT ist der tatsächlich nutzbare Energieinhalt der Außenluft zwar geringer, aber wieviel % der Jahresheizenergie entfällt hierauf? Bsp:
Das ist selbstverständlich abhängig vom jeweiligen Klimastandort. Diese Daten verwende ich bei meinen Planungen stets!
Bei gut dimensionierten Anlagen beträgt der Anteil eines mithelfenden Heizstabes gerade einmal < 1% des Jahresheizenergiebedarfs. Pillepalle im Gesamtzusammenhang!
Vollmodulierende Splitt-Geräte sind hierbei erste Wahl!
Es gäbe noch zig andere Möglichkeiten.
v.g.
tlactar schrieb:Das liegt in der Natur der Dinge und macht es für Bauherren unendlich schwer die richtige Entscheidung zu treffen.
....Ungefähr jeder, der uns ein Haus bauen möchte, sagt etwas anderes.....
Man sollte sich nie von Demjenigen beraten lassen, der gleichzeitig auch verkauft und/oder installiert, sondern stets von einem externen, verkaufsunabhängigen Fachmann!
Die Inhalte aufgehübschter, bunter Werbung, finden sich überwiegend nie in den Vertragsinhalten wieder
tlactar schrieb:Das kennzeichnet hinreichend die bestehende Situation. Kein BV gleicht dem anderen, selbst wenn das Gebäude identisch wäre, da die einflußnehmenden Faktoren außerordentlich vielfältig und erheblich differenziert sind.
....Das schwankt von "ohne Wärmepumpe und Lüftung mit Wärmerückgewinnung würde ich niemals bauen" über "ach, alles andere als Gas ist quatsch, viel zu ineffizient!" bis hin zu "Wie, KFW70? Wozu wollen sie denn dafür geld ausgeben?"....
Ohne eine solide und exakte Grundlagenermittlung wird man hier eine wirtschaftliche Lösung nicht erhalten.
Zudem sollte man bei der Beurteilung von Meinungsäußerung im I-Net durchaus kritisch sein. Überwiegend sind die Ratgeber anonym, ohne jegliche Fachausbildung und müssen keinerlei Haftung etc. übernehmen.
Einzelerfahrungen von Bauherren sind zwar sehr interessant, nicht jedoch auf andere BV übertragbar!!!
tlactar schrieb:Gut geplante Luftwärmepumpe Anlagen erreichen Jahresarbeitszahl ~ 3.5, sofern Alles stimmig ist und passt.
...Das mit der Ineffizienz bei wirklich niedrigen Temperaturen leuchtet mir ja ein, ....
Bei tiefen AT ist der tatsächlich nutzbare Energieinhalt der Außenluft zwar geringer, aber wieviel % der Jahresheizenergie entfällt hierauf? Bsp:
Das ist selbstverständlich abhängig vom jeweiligen Klimastandort. Diese Daten verwende ich bei meinen Planungen stets!
Bei gut dimensionierten Anlagen beträgt der Anteil eines mithelfenden Heizstabes gerade einmal < 1% des Jahresheizenergiebedarfs. Pillepalle im Gesamtzusammenhang!
Vollmodulierende Splitt-Geräte sind hierbei erste Wahl!
tlactar schrieb:Kombigeräte findet man fast in allen Teilbereichen (Wärmeerzeuger, Speicher...). Sie sind zwar kompakt, stellen i.d.R. aber stets einen bescheidenen Kompromiss dar. Selten insgesamt wirtschaftlich.
... Klingt für mich als Laien ja erstmal nach einer guten Idee. Was meint ihr? ...
tlactar schrieb:Weder Fisch noch Fleisch. Anhand der Ergebnisse einer exakten und soliden Grundlagenermittlung, lässt sich einfach die geeignete Lösung finden.
..., aber als Alternative zur reinen Gasheizung...?
tlactar schrieb:Ob die Meinungsäußerung Einiger tatsächlich wirtschaftlich belastbar ist, um eine wesentliche Investitionsentscheidung zu treffen, würde ich nicht vermuten ;-)
...Generell hätte ich ja auch eine Sole-Wasser-Wärmepumpe ganz nett gefunden, aber da leichte Hanglage haben das einige von vorneherein ausgeschlossen...
Es gäbe noch zig andere Möglichkeiten.
v.g.
€uro29.06.14 08:14
Doc.Schnaggls schrieb:
..... Mein Bruder wohnt seit drei Jahren in seinem Haus mit nahezu identischer Technik (anderer Hersteller, aber Grundkonzept gleich) und er verdient sogar jedes Jahr ein paar hundert Euro mit seiner Photovoltaik, obwohl er auch schon Tage im Winter hatte, wo der Heizstab mit im Einsatz war... Dieses Grundkonzept habe ich schon mit Solewärmepumpe und Luftwärmepumpe mehrfach geplant und dimensioniert. Mitunter wird Heizung, Warmwasser, Lüftung, Kühlung, Kochen...zum Nulltarif möglich, manchmal bleiben auch noch paar € Überschuss!Selbstverständlich kostet der Investment für die Photovoltaik zusätzlich. Meist aber kein Problem. Wie immer, =>Einzelfallbetrachtung!
Leider werden auch hier mitunter Fehler in der Vorabbetrachtung gemacht.
Ausschlaggebend ist stets die Jahresenergiebilanz, nicht das Einzelergebnis am 15.01. eines Jahres!
v.g.
Bauexperte29.06.14 19:44
Hallo Dirk,
Grüße, Bauexperte
Doc.Schnaggls schrieb:Du siehst mich verwundert ... wieso solltest Du über den integrierten Heizstab - welcher ausschließlich dazu dient, das Außengerät bei Frost aufzutauen - zuheizen müssen?
Gut, wenn es tatsächlich zu kalt wird, werden wir auch über den integrierten Elektroheizstab zuheizen müssen.
Grüße, Bauexperte
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