Hallo liebe Gemeinde,
mein Name ist Tobias und meine Frau und ich wollen mit unseren beiden Kindern ein Haus bauen.
Ich brauche eure Unterstützung bei der Planung für die Heiz/Energietechnik im Haus und würde mich über einen Austausch freuen. Das Haus befindet sich derzeit noch in der Planung, d.h. der Grundriss wird gerade erstellt. Ich möchte aber frühzeitig mit darauf achten, dass es energetisch möglichst effizient gebaut wird. Ich denke da an die Dachform und Ausrichtung auf dem Grundstück. Mir fehlt die Erfahrung bzw. Ahnung, was Sinn macht und Fördermöglichkeiten es gibt.
Hier zu den Eckdaten:
Grundstück liegt in NRW in Nümbrecht. Bild anbei für die Ausrichtung.
Wir bauen 2 geschossig, Dachneigung darf 0-20° sein.
KF40 Haus, Holzständerbauweise. Anbieter noch unklar.
Wir wollen eine Fußbodenheizung.
Haus wird ca. 150-160qm groß, ohne Keller.
Es besteht die Möglichkeit, Nahwärme über die Gemeinde zu beziehen.
Es soll möglichst wirtschaftlich sein aber auch effizient. Auch im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen etwas Autarkie gewährleisten.
Derzeit kein E-Auto, könnte aber kommen (wenn man es über eigene Photovoltaik versorgen kann).
Was würdet ihr uns empfehlen?
Bin für jede Hilfe dankbar.
mein Name ist Tobias und meine Frau und ich wollen mit unseren beiden Kindern ein Haus bauen.
Ich brauche eure Unterstützung bei der Planung für die Heiz/Energietechnik im Haus und würde mich über einen Austausch freuen. Das Haus befindet sich derzeit noch in der Planung, d.h. der Grundriss wird gerade erstellt. Ich möchte aber frühzeitig mit darauf achten, dass es energetisch möglichst effizient gebaut wird. Ich denke da an die Dachform und Ausrichtung auf dem Grundstück. Mir fehlt die Erfahrung bzw. Ahnung, was Sinn macht und Fördermöglichkeiten es gibt.
Hier zu den Eckdaten:
Grundstück liegt in NRW in Nümbrecht. Bild anbei für die Ausrichtung.
Wir bauen 2 geschossig, Dachneigung darf 0-20° sein.
KF40 Haus, Holzständerbauweise. Anbieter noch unklar.
Wir wollen eine Fußbodenheizung.
Haus wird ca. 150-160qm groß, ohne Keller.
Es besteht die Möglichkeit, Nahwärme über die Gemeinde zu beziehen.
Es soll möglichst wirtschaftlich sein aber auch effizient. Auch im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen etwas Autarkie gewährleisten.
Derzeit kein E-Auto, könnte aber kommen (wenn man es über eigene Photovoltaik versorgen kann).
Was würdet ihr uns empfehlen?
- Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe? Eine Sole-Wärmepumpe?
- Mit oder ohne Pufferspeicher/Schichtenspeicher?
- Mit oder ohne Photovoltaik? Wenn ja, wieviel macht Sinn?
- Mit oder ohne Batteriespeicher? Wenn ja, wieviel macht Sinn?
- Mit oder ohne Solarthermie auf dem Dach? Wenn ja, wieviel macht Sinn?
- Welche Art von Dach macht am meisten Sinn?
- Falls Photovoltaik oder ST - welche Dachform macht dann Sinn für möglichst hohe Ausschöpfung der Sonnenenergie?
- Wieviel machen diese Kombinationen aus im Sinne des Preis/Leistungsverhältnisses - Kitzelt man mit den "Addons" da nur einige wenige %-Effizienz raus im Vergleich zur reinen Luft-Wasser-Wärmepumpe-Fußbodenheizung oder gibt es da sinnvolle und wirtschaftliche Addons?
Bin für jede Hilfe dankbar.
B
Buchsbaum19.12.23 21:43HungrigerHugo schrieb:
Für den Nahwärmeanschluss werden auch gerne 10-15k kassiert. Da kann man auch eine Wärmepumpe installieren.Sei mir nicht böse, aber das ist absoluter Quatsch. Du brauchst lediglich eine kleine Übergabestation mit Wärmemengenzähler. Das wars auch schon.
Kostet meistens sogar gar nichts.
Monopolstellung ja, das ist natürlich ein Nachteil. Aber dafür brauchst du keinen Schornsteinfeger, keine technische Anlage, keine Investition in eine Wärmepumpe oder Heizung. Wärmepumpen gehen auch kaputt und halten meist nicht mal 15 Jahre.
Die Preise sind mitunter über Jahre festgeschrieben. Also so schlecht ist die Nahwärme nicht. Bei uns wird das Nachbardorf zu sehr günstigen Konditionen die freiwilligen Kunden beliefert. Günstiger kann man nicht heizen. Genutzt wird die Abwärme einer Biogasanlage. Funktioniert super.
Leider reicht die Kapazität nicht für aus um unser Dorf damit auch noch zu beliefern. Würde ich sofort machen.
Danke schon einmal!
Ich informiere mich zu den Preisen der Nahwärme, da es scheinbar in die Richtung geht.
Ansonsten habe ich in einem anderen Forum jetzt schonmal aufgeschnappt für meinen Fall:
Luft-Wasser-Wärmepumpe+Photovoltaik ohne Batteriespeicher oder Solewärmepumpe+Ringgrabenkollektor+Photovoltaik.
Kein Puffer,Kein Solarthermie.
Photovoltaik möglichst voll und Satteldach mit NO/SW Ausrichtung auf dem Grundstück.
Ich informiere mich zu den Preisen der Nahwärme, da es scheinbar in die Richtung geht.
Ansonsten habe ich in einem anderen Forum jetzt schonmal aufgeschnappt für meinen Fall:
Luft-Wasser-Wärmepumpe+Photovoltaik ohne Batteriespeicher oder Solewärmepumpe+Ringgrabenkollektor+Photovoltaik.
Kein Puffer,Kein Solarthermie.
Photovoltaik möglichst voll und Satteldach mit NO/SW Ausrichtung auf dem Grundstück.
Buchsbaum schrieb:
Sei mir nicht böse, aber das ist absoluter Quatsch. Du brauchst lediglich eine kleine Übergabestation mit Wärmemengenzähler. Das wars auch schon.
Kostet meistens sogar gar nichts.Ich glaube sogar die Annalena weißt dass die Wärme nicht aus der Übergabestation kommt, sondern aus einer daran angeschlossene Leitung. Und die möchte bezahlt werden, so wie jede andere Versorgungsleitung.
Anschlussgebühren gibt es von bis, aber eine Preisspanne zwischen 5.000 und 15.000 dafür ist durchaus realistisch. Mag irgendwo auch Versorger geben, die keine Anschlussgebühren erheben, Regelfall ist dies nicht - vermutlich werden dann die Kosten auf die Fixgebühren umgelegt. Bezahlen tust du so oder so.
W
WilderSueden20.12.23 09:16Buchsbaum schrieb:
Sei mir nicht böse, aber das ist absoluter Quatsch. Du brauchst lediglich eine kleine Übergabestation mit Wärmemengenzähler. Das wars auch schon.
Kostet meistens sogar gar nichts.Lustig...vor kurzem hat ein gewisser Buchsbaum ganz andere Zahlen genannt: https://www.hausbau-forum.de/threads/warum-gehen-die-baupreise-nicht-runter.45529/post-641652J
jens.knoedel20.12.23 11:11Effizient und wirtschaftlich hat zwei Komponenten:
1. Anschaffungskosten
2. Betriebskosten über eine Laufzeit X
Bei einem Neubau ist die Effizienz der Wärmepumpe Heizung im Rahmen der Betriebskosten annähernd zu vernachlässigen. Ob Du nun 38€ oder 40€ aufgrund schlechterer Effizienz im Monat an Heizkosten bezahlst, ist bei 30 Jahren Nutzung geradezu lächerlich (720€ in 30 Jahren gespart bei besserer Effizienz z.B. Erdwärme-Wärmepumpe statt Luft-Luftwärmepumpe). Und ob eine Wärmepumpe kaputt geht oder nicht, hängt an der Wärmepumpe, nicht am Medium Luft, Grundwasser oder Sole.
Interessanter wird dann natürlich die Frage der Anschaffungskosten. Hier spielt am Ende die Musik. Und Du musst für Dich entscheiden, welche Wärmepumpe Sinn macht.
Photovoltaik ist ein Thema, das mit der Heizung per se nichts zu tun hat. Photovoltaik lohnt sich (fast) immer, ein hoher Eigenverbrauch durch Wärmepumpe (und ggf. durch einen sehr günstigen Speicher) ist das i-Tüpfelchen.
Solarthermie ist m.E. raus. Im Sommer, wenn Du günstig mit der Wärmepumpe Warmwasser bereiten kannst (und bestenfalls den Strom dafür von der Photovoltaik kommt), brauchst Du Solarthermie nicht. Im Winter liefert sie keine Leistung.
1. Anschaffungskosten
2. Betriebskosten über eine Laufzeit X
Bei einem Neubau ist die Effizienz der Wärmepumpe Heizung im Rahmen der Betriebskosten annähernd zu vernachlässigen. Ob Du nun 38€ oder 40€ aufgrund schlechterer Effizienz im Monat an Heizkosten bezahlst, ist bei 30 Jahren Nutzung geradezu lächerlich (720€ in 30 Jahren gespart bei besserer Effizienz z.B. Erdwärme-Wärmepumpe statt Luft-Luftwärmepumpe). Und ob eine Wärmepumpe kaputt geht oder nicht, hängt an der Wärmepumpe, nicht am Medium Luft, Grundwasser oder Sole.
Interessanter wird dann natürlich die Frage der Anschaffungskosten. Hier spielt am Ende die Musik. Und Du musst für Dich entscheiden, welche Wärmepumpe Sinn macht.
Photovoltaik ist ein Thema, das mit der Heizung per se nichts zu tun hat. Photovoltaik lohnt sich (fast) immer, ein hoher Eigenverbrauch durch Wärmepumpe (und ggf. durch einen sehr günstigen Speicher) ist das i-Tüpfelchen.
Solarthermie ist m.E. raus. Im Sommer, wenn Du günstig mit der Wärmepumpe Warmwasser bereiten kannst (und bestenfalls den Strom dafür von der Photovoltaik kommt), brauchst Du Solarthermie nicht. Im Winter liefert sie keine Leistung.
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