Hallöchen,
wir stehen kurz vor Vertragsabschluss bei Kern-Haus, haben ein gutes Gefühl und klären gerade noch einges an Drumherum (dazu mache ich evtl. separate Threads).
Wir haben uns bereits im Bauherren-Schutzbund angemeldet und bereits ein erstes (Kennenlern-)Gespräch mit einem Bausachverständigen geführt. Der wirkte sehr kompetent und nett, hat uns viele wichtige Punkte genannt, die uns glücklicherweise nicht vom Hocker gehauen haben - wir fühlen uns also schon ganz gut informiert & vorbereitet. Einen überraschenden Punkt gab es dann aber doch:
Kern-Haus baut üblicherweise mit dem Duotherm-Mauerwerk (Putz-Dämmung-Stahlbetonkern-Dämmung-Putz), vielleicht auch als "Lego-System" oder so ähnlich bekannt. Da werden zunächst innen und außen so lego-artige Dämmsteine gestapelt, dazwischen wird dann die Stahlbetonwand gegossen. Das ist also kein Fertighaus, sondern schon massiv gebaut....

Dazu sagte der Bausachverständige (sinngemäß):
"Och, das kenne ich gar nicht. Schaue ich mir von der Bauphysik mal an, aber - auch wenn die Dämmung sicher gut ist - vom Raumklima kommt das sicher nicht an eine richtige Massivbauweise ran. Da fehlt im Vergleich zum Massivbau einfach Speichermasse."
Hier aus dem Forum hatte ich mal den Rat mitgenommen, einfach die Bauvariante/-materialien zu nehmen, mit der der Bauunternehmer der Wahl die meiste Erfahrung hat, so sind wir auch verfahren. (Kern bietet auch Porenbeton, Ziegel etc., aber deren Brot-und-Butter-Geschäft ist DuoTherm, damit bauen die mit Abstand die meisten Häuser.) Die Erfahrungsberichte von Kern-Haus-Besitzern, die ich so gelesen habe, sind durchweg positiv, aber besonderes Augenmerk hatte ich bisher nicht darauf gerichtet.
Dass die Bauphysik sich bei Fertighäusern in Holzständerbauweise, Massivhaus etc. unterscheidet leuchtet mir schon ein, aber zu diesem Punkt haben wir uns ehrlich gesagt gar nicht so wahnsinnig viele Gedanken gemacht. Ich würde mal tippen, dass das vom Raumklima irgendwo zwischen Fertighaus und Massiv rangieren würde, wobei das ja immer auf den jeweiligen Wandaufbau ankommt....
Daher meine Frage: Kann jemand aus eigener Erfahrung was dazu berichten, ehrliche "Pro und Contra" Punkte dieses Wandaufbaus nennen?
Danke vorab!
wir stehen kurz vor Vertragsabschluss bei Kern-Haus, haben ein gutes Gefühl und klären gerade noch einges an Drumherum (dazu mache ich evtl. separate Threads).
Wir haben uns bereits im Bauherren-Schutzbund angemeldet und bereits ein erstes (Kennenlern-)Gespräch mit einem Bausachverständigen geführt. Der wirkte sehr kompetent und nett, hat uns viele wichtige Punkte genannt, die uns glücklicherweise nicht vom Hocker gehauen haben - wir fühlen uns also schon ganz gut informiert & vorbereitet. Einen überraschenden Punkt gab es dann aber doch:
Kern-Haus baut üblicherweise mit dem Duotherm-Mauerwerk (Putz-Dämmung-Stahlbetonkern-Dämmung-Putz), vielleicht auch als "Lego-System" oder so ähnlich bekannt. Da werden zunächst innen und außen so lego-artige Dämmsteine gestapelt, dazwischen wird dann die Stahlbetonwand gegossen. Das ist also kein Fertighaus, sondern schon massiv gebaut....
Dazu sagte der Bausachverständige (sinngemäß):
"Och, das kenne ich gar nicht. Schaue ich mir von der Bauphysik mal an, aber - auch wenn die Dämmung sicher gut ist - vom Raumklima kommt das sicher nicht an eine richtige Massivbauweise ran. Da fehlt im Vergleich zum Massivbau einfach Speichermasse."
Hier aus dem Forum hatte ich mal den Rat mitgenommen, einfach die Bauvariante/-materialien zu nehmen, mit der der Bauunternehmer der Wahl die meiste Erfahrung hat, so sind wir auch verfahren. (Kern bietet auch Porenbeton, Ziegel etc., aber deren Brot-und-Butter-Geschäft ist DuoTherm, damit bauen die mit Abstand die meisten Häuser.) Die Erfahrungsberichte von Kern-Haus-Besitzern, die ich so gelesen habe, sind durchweg positiv, aber besonderes Augenmerk hatte ich bisher nicht darauf gerichtet.
Dass die Bauphysik sich bei Fertighäusern in Holzständerbauweise, Massivhaus etc. unterscheidet leuchtet mir schon ein, aber zu diesem Punkt haben wir uns ehrlich gesagt gar nicht so wahnsinnig viele Gedanken gemacht. Ich würde mal tippen, dass das vom Raumklima irgendwo zwischen Fertighaus und Massiv rangieren würde, wobei das ja immer auf den jeweiligen Wandaufbau ankommt....
Daher meine Frage: Kann jemand aus eigener Erfahrung was dazu berichten, ehrliche "Pro und Contra" Punkte dieses Wandaufbaus nennen?
Danke vorab!
Kuzorra schrieb:
Hier aus dem Forum hatte ich mal den Rat mitgenommen, einfach die Bauvariante/-materialien zu nehmen, mit der der Bauunternehmer der Wahl die meiste Erfahrung hat, so sind wir auch verfahren.Ich glaube den "Dichter" dieses Lehrmantras zu kennen ;-)Was ich allerdings nicht persönlich kenne, sind DuoTherm-Bauherren. Sollen auch alle Innenwände daraus erstellt werden, oder manche auch aus Kalksandstein ?
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
bin kein Fachmann aber ich schreibe mal einfach meine Gedanken dazu nieder... kann ja dann jemand, der es fachlich besser weiß kommentieren.
naja, du hast halt Styropor innen an den Wänden. wie ist das, wenn man was schweres an die Wand dübeln will. dann muss man durch den innenputz und das Styropor. das ist dann dort kaputt. was bedeutet das für die Dämmung? innen ist ja schon eine Sache, aber wie ist es außen (Vordach und Terrassenüberdachung)? Kältebrücke?
Kann der Beton da zwischen den Styropor Schichten eingepackt wirklich seine gesamte Feuchtigkeit abgeben? klar einiges bindet ab, aber sicher soll eigentlich auch was verdunsten beim normalen Prozess?
was macht dann die Feuchtigkeit über jahre und Jahrzehnte da drin. und was passiert, wenn ich besagtes Loch in die Dämmung mache, weil ich was anbringen will?
besagte Bauweise war ein Grund warum wir ein Bestandshaus nicht in die engere Wahl genommen hatten.
naja, du hast halt Styropor innen an den Wänden. wie ist das, wenn man was schweres an die Wand dübeln will. dann muss man durch den innenputz und das Styropor. das ist dann dort kaputt. was bedeutet das für die Dämmung? innen ist ja schon eine Sache, aber wie ist es außen (Vordach und Terrassenüberdachung)? Kältebrücke?
Kann der Beton da zwischen den Styropor Schichten eingepackt wirklich seine gesamte Feuchtigkeit abgeben? klar einiges bindet ab, aber sicher soll eigentlich auch was verdunsten beim normalen Prozess?
was macht dann die Feuchtigkeit über jahre und Jahrzehnte da drin. und was passiert, wenn ich besagtes Loch in die Dämmung mache, weil ich was anbringen will?
besagte Bauweise war ein Grund warum wir ein Bestandshaus nicht in die engere Wahl genommen hatten.
@11ant Anscheinend kennen wir den Dichter beide ;-)
Innenwände sind weitestgehend Trockenbau, nur der tragende Teil im EG ist Stahlbeton (meine ich, komme aber gerade nicht an die Unterlagen) - dann allerdings ohne die Dämmung. Im OG wird lediglich die halbhohe Brüstungsmauer an der Treppe in Beton ausgeführt, alles andere ist Trockenbau (gedämmt, doppelt beplankt).
@Tolentino Es ist schon richtig, man sollte es mit den Löchern in der Dämmung nicht übertreiben - wir haben aber auch nicht vor die komplette Außenwand zu einem Schweizer Käse zu machen.
An sich gibt's dafür auch spezielle Dübel. Also für die Küchenschränke braucht man die, und wenn Du einen 60-80" TV an die Wand hängen willst - aber um ein Bild an der Wand aufzuhängen musst Du nicht bis in den Stahlbeton-Kern rein, das hält der Putz und die Dämmung auch so locker.
Das mit dem Abbinden/Verdunsten ist sicher auch ein valider Punkt, aber ich nehme mal stark an, dass Kern-Haus das in der bauphase zeitlich entsprechend eingepreist hat.
Innenwände sind weitestgehend Trockenbau, nur der tragende Teil im EG ist Stahlbeton (meine ich, komme aber gerade nicht an die Unterlagen) - dann allerdings ohne die Dämmung. Im OG wird lediglich die halbhohe Brüstungsmauer an der Treppe in Beton ausgeführt, alles andere ist Trockenbau (gedämmt, doppelt beplankt).
@Tolentino Es ist schon richtig, man sollte es mit den Löchern in der Dämmung nicht übertreiben - wir haben aber auch nicht vor die komplette Außenwand zu einem Schweizer Käse zu machen.
An sich gibt's dafür auch spezielle Dübel. Also für die Küchenschränke braucht man die, und wenn Du einen 60-80" TV an die Wand hängen willst - aber um ein Bild an der Wand aufzuhängen musst Du nicht bis in den Stahlbeton-Kern rein, das hält der Putz und die Dämmung auch so locker.
Das mit dem Abbinden/Verdunsten ist sicher auch ein valider Punkt, aber ich nehme mal stark an, dass Kern-Haus das in der bauphase zeitlich entsprechend eingepreist hat.
Ja, darüber war ich auch schon gestolpert. Scheint aber eine extreme Einzelmeinung zu sein. Der user ist/war einzig und allein für diese Beschwerde im Forum, und anscheinend nicht am Angebot der Nachbesserung interessiert - so zumindest mein Eindruck.
Wenn es konzeptionell so schlecht wäre, was Kern da macht, müsste es dann nicht wenigstens ein paar weitere schlechte Kritiken im Netz geben?
Wenn es konzeptionell so schlecht wäre, was Kern da macht, müsste es dann nicht wenigstens ein paar weitere schlechte Kritiken im Netz geben?
Kuzorra schrieb:
Wo baut Ihr, wenn ich fragen darf?!Wir bauen in der Nähe von Siegen. Bis jetzt läuft eigentlich alles nach Plan und es gibt nur geringe Abweichungen vom übermittelten Baufristenplan.Ähnliche Themen