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ᐅ Doppelhaushälfte: zwei Verträge (Grundstücksinhaber und Baufirma)

Erstellt am: 17.06.21 18:55
H
HubiTrubi40
Hallo zusammen,

ich mal wieder...aber ihr habt mich so gut beraten, dass ich von meinem letzten Hauskaufversuch abgesprungen bin (zu Recht!). Nun habe ich wieder was neues und auch hier scheint es den einen oder anderen Stolperstein zu geben. Es handelt sich um eine Doppelhaushälfte (insgesamt werden 12 gebaut). Der Anbieter ist eine Immobilienvermittlungsagentur. Das Grundstück gehört einem Investor und wird real geteilt. Es wird zwei Verträge geben: einen mit dem Grundstücksinhaber über den Kauf des Grundstücks und einen mit dem Bauunternehmen (Werkvertrag). Der notarielle Kaufvertrag geht über die Kaufsumme des Gesamtpakets (knapp über 600.000 + Nebenkosten). Da es sich um ein sogenanntes Initiatorenmodell handelt (noch nie vorher gehört, soll aber laut dem Vermarkter üblich sein) kann man Extras danach noch einschliessen, also z.B. weiteres Bad etc.. Diese Kosten werden dann separat angerechnet,kommen also dann dazu, wobei hier sogenannte Varianten vom Grundriss angeboten werden. Vorteil wäre, dass Grunderwerbsteuer und Notarielle Kosten nur auf das Grundpaket angerechnet werden. Die Ersparnis ist übersichtlich. Durch die Varianten kommen je nachdem nochmals 15-20000 auf den Kaufpreis drauf, je nachdem was man will.
Jetzt hatte ich mit einem Anwalt gesprochen und der meinte Finger weg. Warum? Weil man zwei Verträge abschliesst und somit Probleme kriegen könnte, bei wem man am Ende die Gewährleistung einklagt, sollte es etwas geben. Wie seht ihr das? Das Unternehmen wirkt seriös und mein Eindruck ist, dass dies häufiger so läuft, aber es scheint ja kein Bauträger im eigentlichen Sinne zu sein. Wie auch immer. Ich bin mal wieder unsicher, ob man sowas machen kann. Ich könnte nun reservieren. Dazu müsste ich 1000 Euro zahlen, die ich allerdings auch wieder bekomme, wenn ich innerhalb von 4 Wochen von der Reservierung zurücktrete. Diese 4 Wochen sind für die Abklärung der Finanzierung gedacht sowie weiteren Beratungs und Planungsgesprächen und den Notartermin. Kann man das machen? Sonst sieht es sowiet oK aus, Haus und Grundstück sind OK (260 qm). Denke mit Selberbauen (steh immer noch auf der Warteliste für einen Bauplatz) kommt man nicht günstiger und Bestandsimmobilien sind meistens genauso teuer wenn nicht noch teurer. Hab grade ein kleineres Reihenhaus (125 qm vs. 140 qm wie in diesem Angebot), das ich am Samstag anschaue. Erstens ist dieses deutlich älter und Preis ist auch um die 600k. Ach so, was mich noch etwas gewundert hat an dem Angebot: Bauzeit ab Baubeginn (geplant ab September (Baugenehmigung soll wohl schon vorliegen) liegt bei 20 Monaten. Das finde ich schon recht lang. Also Einzug in ca. 2 Jahren erst möglich.

Viele Grüsse, Hubi
11ant20.06.21 21:46
HubiTrubi40 schrieb:

Der Investor verkauft einem den Grund und mit dem Bauunternehmer (Bauherr) wird dann der Werkvertrag geschlossen. Die Agentur die das vermarktet wird denke ich eingepreist sein.
Das mag ja sein, aber: wenn der ich sachma neutral "Endabnehmer" (auch wenn ich dazu neige, daß Du hier wohl - wenn auch nicht frei in der Wahl des GU - als Bauherr gesehen werden kannst) von zwei Parteien Teile kauft (nämlich den Grund vom Investor und die Bebauung vom Vermarkter), was macht dann den Vermarkter dazu mächtig, Dir den gedeckelten Gesamtpreis zu garantieren ?
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
H
HubiTrubi40
27.06.21 13:41
Hallo zusammen, danke nochnals für Eure Ratschläge. Im Grunde ear ich jetzt kurz davor zuzusagen, allerdings habe ich nochmals gründlich recherchiert weshalb ich es nun wohl dich nicht machen werde. Die Baufirma, die ja auch als Bauherr fungiert gibts seit 2 Jahren. Soweit so ok. Allerdings scheint der nicht nur einmal insolvent gegangen zu sein. Klar, denke im Baugeachäft kann das passieren. Da spielen ja so viele Faktoren rein. Aber warum der mehrere GmbHs und UGs betreibt die dann teilweise noch den selben Geschäftszweck haben verstehe ich nicht und macht es für mich alles etwas undurchsichtig. Von daher werde ich hetzt wohl doch eher Abstand nehmen.
N
nordanney
27.06.21 15:28
HubiTrubi40 schrieb:

Allerdings scheint der nicht nur einmal insolvent gegangen zu sein. Klar, denke im Baugeachäft kann das passieren. Da spielen ja so viele Faktoren rein.
Nein, auch im Baugschäft kann nicht das nicht passieren, nur weil es ein Baugeschäft ist. Wer mehrfach in die Insolvenz geht, hat am Markt nichts verloren, denn es sind nicht die Umstände oder andere schuldig an der Misere. Da hantiert einfach ein Idiot.
HubiTrubi40 schrieb:

Aber warum der mehrere GmbHs und UGs betreibt die dann teilweise noch den selben Geschäftszweck haben verstehe ich nicht
Das ist bei größeren Unternehmungen ganz normal. Für jedes Projekt eine eigene Gesellschaft.
H
HubiTrubi40
27.06.21 16:42
Ok, das heisst also dass so ein Portfolio an Gesellschaften üblich ist. Mir ist eben noch aufgefallen dass es bisher von der Firma eben noch nicht wirklich etwas fertiges anzuschauen gibt. Bisher sind alles nur Referenzen zu Projekten. Teilweise gestartet, aber noch nix fertiges. Aber einige sehr grosse Projekte dafür.
11ant27.06.21 21:36
Nun ja, sicherer mag die Abstandnahme wohl sein, aber ob hier auch die beste Wahl - wer weiß ...
Dir kann (und sollte auch) geholfen werden. Immerhin wachsen die Kinder ja weiter, während Vati ein Eigenheim sucht und schwer findet.
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H
HubiTrubi40
27.06.21 22:06
@11ant klar, man weiss nie, im besten Fall geht alles gut. Das ist ja immer ein gewisses Risiko. Aber bei solchen Summen ist es, falls es schief gehen sollte dann halt doch ziemlich bitter. Ich denke immer ein Teil auch Bauchgefühl bei sowas. Wenn das nocht stimmt ists halt schwierig.
Grundsätzlich hast aber natürlich recht. Es ist ein Rennen gegen die Zeit und klar, die Kinder werden größer. Ich halte die Augen weiter offen jedenfalls.