Guten Abend zusammen,
zuerst ein kurzen Dank an alle "erfahrenen Häuslebauer", die ihr Wissen geteilt haben. Sie haben mir geholfen ein paar Mosaiksteinchen zusammenzusetzen - trotzdem stehen wir noch ganz am Anfang und fühlen uns gerade etwas "lost".
Vorab ein paar Infos:
- Budgetrahmen ist geklärt
- Grundstück ist noch nicht erworben (stehen auf Wartelisten; erschwert, da zwar verheiratet aber ohne Kinder und Bauplatz in einer anderen Wohnregion --> wenig Punkte für die Vergabe)
- HOAI Hausbau-Fahrplan gelesen.
- das Gesamtpaket muss stimmen. Bedeutet: Wir müssen nicht auf biegen und brechen bauen. --> weiter Mieter. Entscheidung wäre ausschließlich "emotional" um sich heimisch zu fühlen. --> Anspruch an hohe Qualität und Nachhaltigkeit, da ansonsten KO-Kriterium.
Für uns stellt sich die Frage, welche Dinge wir schon heute klären, recherchieren und überlegen können?
1. Mit oder ohne eigenen Architekt planen?
Mit einem Architekten kann ich individueller planen, klar. Ggf. kann er auch die Bauaufsicht übernehmen.
Im Forum habe ich immer wieder gelesen, dass die Architekten der Fertighaushersteller (im Forum auch gerne Zeichenknechte bezeichnet :-)) wenig auf individuelle auf die Kundenwünsche eingehen bzw. sehr auf das finanzielle Interesse des Herstellers fokussiert seien. Ist dem wirklich so oder gibt es auch gute Erfahrungen? Wenn ich mir das Beispiel bei einem Namenhaften Anbieter aus Erkheim anschaue (gehört zu den Premiumanbietern), dann finde ich hier sehr Individuelle Gestaltungen, die von dort selbst gestaltet wurden. Laut Homepage kann man dort auch mit eignen Plänen vom Architekten kommen.
Mal davon ausgegangen, dass es ein "normales" Grundstück (ohne Hanglage, extrem schmal etc.) wird, haben wir folgende Anforderungen an die Räumlichkeiten:
- rund 140 qm Wohnfläche (zwei Personen; evtl. später noch ein Kinder)
- zu 90% Bodenplatte --> Technikraum
- Offener Wohn-Essbereich + Küche
- Kleine Speise-/Abstellkammer (nähe Küche ggf. unter der Treppe zum OG)
- Gäste-WC
- Schlafzimmer
- Ankleidezimmer (ggf. Durchgang ins Bad)
- Bad mit Dusche (begehbar, gemauert, kein Glas) ohne Badewanne
- Kinderzimmer
- Arbeitszimmer
- Galerie (wäre "nett zu haben" --> dann wäre wohl auch 140 qm zu wenig)
- Technik: Photovoltaik (da auch in BaWü Pflicht), SmartHome
- Barrierearm (z. B. ein ebenerdiges Schiebefenster - soweit dies die Kosten zulassen)
Bei einigen Fertighausanbietern haben wir Schnitte gesehen, die wir Grundstücke gut finden. Ich würde mal unterstellen, dass man sich bei den Schnitten Gedanken dazu gemacht hat - also im Bezug auf kurze Wege usw. - oder lieg ich da falsch?
Mein Gefühl sagt mir, dass ich bei einem eigenen Architekten in einer besseren Vergleichs- und Verhandlungsposition bin. Mit einem konkreten Wunsch gehe ich bzw. der Architekten auf die Anbieter zu und es werden Angebote erstellt.
Was mir aber in dem Zusammenhang etwas Sorge macht: Was ist, wenn alle Anbieter aus meinem "relevanten Set rausfallen? Gerade im Bezug auf Nachhaltigkeit. Dann habe ich einen Plan aber keinen passenden Anbieter. - Oder sind diese Sorgen unbegründet?
Anderseits habe ich die Sorge, dass ich mich an einen Anbieter zu schnell binde bzw. die Angebote nicht wirklich vergleichen kann oder seht ihr hier Möglichkeiten? Falls ja, wie würdet ihr vorgehen um eine Vergleichbarkeit herzustellen?
Ist meine Annahme richtig, dass ich mit Leistungsphase 1-4 schon auf die Anbieter zugehen kann? Da sind die Kosten noch überschaubar (rund 2% der gesamten Kosten), richtig?
Eine Sorge die ich bei einem Zeichenknecht noch habe: Interessieren ihn wirklich Dinge, wie z. B. wie das Licht in die Wohnung fällt? Das Haus kann top geplant sein, ist aber das Arbeitszimmer den ganzen Tag in der Sonne, da hat man seine Freude. Denkt z. B. so jemand an sowas oder eher nur der eigene Architekt?
Was ist eure Meinung? Würdet ihr in meinem Fall (falls ihr noch Infos braucht, bitte gerne schreiben welche dies sind) eher einen eigenen Architekten gehen oder sagt ihr, so kann man dies auch beim Fertighaushersteller machen oder müssten man in diesem Fall unter den einzelnen Anbietern unterscheiden.
2. Welche Überlegungen können wir noch vor dem Grundstücksbau in angriff nehmen und mit welchen sollten wir besser bis danach warten?
Vielen Gedanken... freue mich auch über Teilantworten. Danke!
zuerst ein kurzen Dank an alle "erfahrenen Häuslebauer", die ihr Wissen geteilt haben. Sie haben mir geholfen ein paar Mosaiksteinchen zusammenzusetzen - trotzdem stehen wir noch ganz am Anfang und fühlen uns gerade etwas "lost".
Vorab ein paar Infos:
- Budgetrahmen ist geklärt
- Grundstück ist noch nicht erworben (stehen auf Wartelisten; erschwert, da zwar verheiratet aber ohne Kinder und Bauplatz in einer anderen Wohnregion --> wenig Punkte für die Vergabe)
- HOAI Hausbau-Fahrplan gelesen.
- das Gesamtpaket muss stimmen. Bedeutet: Wir müssen nicht auf biegen und brechen bauen. --> weiter Mieter. Entscheidung wäre ausschließlich "emotional" um sich heimisch zu fühlen. --> Anspruch an hohe Qualität und Nachhaltigkeit, da ansonsten KO-Kriterium.
Für uns stellt sich die Frage, welche Dinge wir schon heute klären, recherchieren und überlegen können?
1. Mit oder ohne eigenen Architekt planen?
Mit einem Architekten kann ich individueller planen, klar. Ggf. kann er auch die Bauaufsicht übernehmen.
Im Forum habe ich immer wieder gelesen, dass die Architekten der Fertighaushersteller (im Forum auch gerne Zeichenknechte bezeichnet :-)) wenig auf individuelle auf die Kundenwünsche eingehen bzw. sehr auf das finanzielle Interesse des Herstellers fokussiert seien. Ist dem wirklich so oder gibt es auch gute Erfahrungen? Wenn ich mir das Beispiel bei einem Namenhaften Anbieter aus Erkheim anschaue (gehört zu den Premiumanbietern), dann finde ich hier sehr Individuelle Gestaltungen, die von dort selbst gestaltet wurden. Laut Homepage kann man dort auch mit eignen Plänen vom Architekten kommen.
Mal davon ausgegangen, dass es ein "normales" Grundstück (ohne Hanglage, extrem schmal etc.) wird, haben wir folgende Anforderungen an die Räumlichkeiten:
- rund 140 qm Wohnfläche (zwei Personen; evtl. später noch ein Kinder)
- zu 90% Bodenplatte --> Technikraum
- Offener Wohn-Essbereich + Küche
- Kleine Speise-/Abstellkammer (nähe Küche ggf. unter der Treppe zum OG)
- Gäste-WC
- Schlafzimmer
- Ankleidezimmer (ggf. Durchgang ins Bad)
- Bad mit Dusche (begehbar, gemauert, kein Glas) ohne Badewanne
- Kinderzimmer
- Arbeitszimmer
- Galerie (wäre "nett zu haben" --> dann wäre wohl auch 140 qm zu wenig)
- Technik: Photovoltaik (da auch in BaWü Pflicht), SmartHome
- Barrierearm (z. B. ein ebenerdiges Schiebefenster - soweit dies die Kosten zulassen)
Bei einigen Fertighausanbietern haben wir Schnitte gesehen, die wir Grundstücke gut finden. Ich würde mal unterstellen, dass man sich bei den Schnitten Gedanken dazu gemacht hat - also im Bezug auf kurze Wege usw. - oder lieg ich da falsch?
Mein Gefühl sagt mir, dass ich bei einem eigenen Architekten in einer besseren Vergleichs- und Verhandlungsposition bin. Mit einem konkreten Wunsch gehe ich bzw. der Architekten auf die Anbieter zu und es werden Angebote erstellt.
Was mir aber in dem Zusammenhang etwas Sorge macht: Was ist, wenn alle Anbieter aus meinem "relevanten Set rausfallen? Gerade im Bezug auf Nachhaltigkeit. Dann habe ich einen Plan aber keinen passenden Anbieter. - Oder sind diese Sorgen unbegründet?
Anderseits habe ich die Sorge, dass ich mich an einen Anbieter zu schnell binde bzw. die Angebote nicht wirklich vergleichen kann oder seht ihr hier Möglichkeiten? Falls ja, wie würdet ihr vorgehen um eine Vergleichbarkeit herzustellen?
Ist meine Annahme richtig, dass ich mit Leistungsphase 1-4 schon auf die Anbieter zugehen kann? Da sind die Kosten noch überschaubar (rund 2% der gesamten Kosten), richtig?
Eine Sorge die ich bei einem Zeichenknecht noch habe: Interessieren ihn wirklich Dinge, wie z. B. wie das Licht in die Wohnung fällt? Das Haus kann top geplant sein, ist aber das Arbeitszimmer den ganzen Tag in der Sonne, da hat man seine Freude. Denkt z. B. so jemand an sowas oder eher nur der eigene Architekt?
Was ist eure Meinung? Würdet ihr in meinem Fall (falls ihr noch Infos braucht, bitte gerne schreiben welche dies sind) eher einen eigenen Architekten gehen oder sagt ihr, so kann man dies auch beim Fertighaushersteller machen oder müssten man in diesem Fall unter den einzelnen Anbietern unterscheiden.
2. Welche Überlegungen können wir noch vor dem Grundstücksbau in angriff nehmen und mit welchen sollten wir besser bis danach warten?
Vielen Gedanken... freue mich auch über Teilantworten. Danke!
M
myfreakout05.05.24 21:31Vielen Dank für die Rückmeldungen bis dato.
Ich möchte meine Frage noch mal konkretisieren. Evtl. habe ich es nicht deutlich genug ausgedrückt.
Die Frage zum Architekten (über GU oder eigenen beauftragen) stellt sich spätestens wenn ich das Grundstück habe und da möchte ich dann durchstarten. Daher möchte ich die Entscheidung schon vorab klären. Das kann man ja mit oder ohne Grundstück - oder seid ihr da anderer Meinung?
Ich möchte meine Frage noch mal konkretisieren. Evtl. habe ich es nicht deutlich genug ausgedrückt.
Die Frage zum Architekten (über GU oder eigenen beauftragen) stellt sich spätestens wenn ich das Grundstück habe und da möchte ich dann durchstarten. Daher möchte ich die Entscheidung schon vorab klären. Das kann man ja mit oder ohne Grundstück - oder seid ihr da anderer Meinung?
M
myfreakout05.05.24 21:34londoner2004 schrieb:
Hallo!
Also wir bauen mit der Firma aus Erkheim. Weniger wegen der Nachhaltigkeit (für uns ein netter Bonus), sondern weil wir uns dort super aufgehoben fühlen und sicher sind dass qualitativ alles passen wird, und unser eigener Zeitaufwand optimiert ist.
Architekt ist Partner von denen, aber wir haben den beauftragt und er ist entsprechend unabhängig. Auch hier alles super, alle unsere Wünsche sind angemessen berücksichtigt.
Aber Grundstück braucht man halt, wir sind als wir eines hatten allerdings nur zu dieser Firma und gut war es, haben nicht andere Firmen angefragt oder so. Zeit war aber ein Thema bei uns.Wie bist du auf den Architekten gekommen? Zufall, dass er Partner ist?OffTonic: Kann mir jemand sagen, warum man Baufritz oder Sonnleitner nicht bei den Hausanbieter findet?
myfreakout schrieb:
OffTonic: Kann mir jemand sagen, warum man Baufritz oder Sonnleitner nicht bei den Hausanbieter findet?Warum? Findet man dochmyfreakout schrieb:
Das kann man ja mit oder ohne GrundstückDarüber sinnieren kannst Du auch vorher.myfreakout schrieb:
800.000 EUR; inkl. Grundstück (160.000 - 200.000 EUR)Mit 600000 inkl Baunebenkosten und Hang könntest Du bei den hochpreisigeren aber schon an ein preisliches Limit/Barriere kommen.myfreakout schrieb:
Wenn aber kein Anbieter aus meinem relevant set übrig bleibt, dann wäre es schwierig. Die Sorge ist einfach, dass ich nachher einen Entwurf des Architekten habe aber sich so nicht umsetzen lässt.Da wird es kein Problem geben, da es sich nur um ein Planungsentwurf, keine detaillierte Ausführungsplanung handeln wird.L
londoner200406.05.24 11:47myfreakout schrieb:
Wie bist du auf den Architekten gekommen? Zufall, dass er Partner ist?Unser Verkäufer hat uns den Architekten empfohlen, aufgrund unserer Vorstellungen / Wünsche (unser Architekt hatte beispielsweise ein Haus entworfen, das wir genannt hatten als Beispiel was uns gefällt). Es hilft, wenn der Architekt die Bauweise im Detail kennt (um spätere Herausforderungen bei z.B. Statik zu vermeiden), daher macht es aus meiner Sicht schon Sinn, wenn die Hausfirma und der Architekt sich kennen. Ich sah da jetzt auch keinen Interessenkonflikt, aber das mögen andere hier anders sehen. Für die Hausfirma selbst hatten wir uns sehr früh entschieden.
Wenn ihr ganz bestimmte Anforderungen an Nachhaltigkeit habt, welche vom Standard abweichen, könntet ihr jetzt bereits klären, ob es einen Hausanbieter in der Nähe gibt, der das überhaupt erfüllen kann und es auch schriftlich garantiert. Falls nicht, bleibt doch nur der Architekt oder eine Abweichung von euren Vorstellungen, weil diese nicht umsetzbar sind.
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