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ᐅ Baufirma - Baubeginn, Kommunikation. Tipps, Erfahrungen?

Erstellt am: 23.01.21 11:42
R
Robbs84
Hallo Zusammen,

ich bin langsam am Ende mit meinem Latein im Umgang mit unserer Baufirma (GÜ). Wir haben im Oktober 2019 unseren Bauwerkvertrag unterschrieben. Seit August 2020 liegt die Baugenehmigung vor, seitdem warten wir auf den Baubeginn... Seitdem staut sich bei uns der Frust, da wir das Gefühl haben, dass es keinen dort so richtig interessiert, wann unser Bau beginnt. Einen festen Baubeginn haben wir im Vertrag dummerweise nicht festgelegt, nur eine Bauzeitgarantie von 11 Monaten ab Fertigstellung Bodenplatte. Somit warten wir nun immer noch darauf, dass sich auf unserem Grundstück irgendwas tut und es sind mittlerweile 15 Monate seit Unterschrift und 5 Monate seit Baugenehmigung.

Der zweite Punkt hier hängt mit dem ersten zusammen: die allgemeine Kommunikation mit dem Bauleiter und dem Subunternehmer. Es wird auf keine, wirklich keine E-Mail schriftlich geantwortet. Wenn man anruft, wird man zurückgerufen aber wir werden immer wieder mit Allgemeinfloskeln abgespeist ("wir sind bemüht bald anzufangen", "das Wetter muss passen", "kriegen wir bald hin", ... etc.). Vorher hieß es man wartet auf den Vermesser, dann war es das Wetter, dann "lohnte es sich wegen der kommenden Feiertage nicht mehr", usw. Wir vermuten jetzt, dass die jetzt bis April wegen des Wetters warten, obwohl uns vorher gesagt wurde, ab Januar kann es dann losgehen. Irgendwie redet aber keiner Klartext mit uns!

Am Telefon sind alle sehr freundlich und wir Bauherren sind das auch aber gelinde gesagt kommen wir uns langsam einfach "vera*****" und nicht ernstgenommen vor. Telefonate mit mehr (freundlichem) Druck, bitte die Kommunikation zu verbessern, sich nun um unser Projekt mehr zu kümmern, etc. haben auch nichts verbessert. Somit fühlen wir uns nun machtlos und der Baufirma komplett ausgeliefert, was den Baubeginn angeht - es ist frustrierend und irgendwie nicht das, was wir sonst beruflich und im privaten Alltag im Umgang gewohnt sind. Ist das so der Umgang im Baugewerbe?
  • Wie sind eure Erfahrungen?
  • Wie lief bei euch die Kommunikation mit der Baufirma, Bauleiter und den Gewerken?
  • Wie lange hat es bei euch bis Baubeginn gedauert ab Baugenehmigung?
  • Hat einer von euch im Winter mit dem Bau angefangen? Braucht man da wirklich 2-3 Wochen Temperaturen über +5°, was in einem normalen Winter nicht realistisch ist, oder ging das auch in Etappen?
  • Habt ihr euch beim Bauleiter eher oft gemeldet? Wart ihr penetrant? Wir wollen eigentlich eine gute Beziehung zum Bauleiter, da wir ihn ja für den Bau brauchen. Deshalb tun wir uns schwer, hier "zu nerven" oder den Ton schärfer werden zu lassen.
Insgesamt glaube ich nicht, dass wir Firma jetzt unseriös ist oder so aber sie sind halt gefühlt unorganisiert und machen alles nur nach Schema F. Wir versuchen immer freundlich und geduldig zu sein aber langsam nagt das etwas an den Nerven und wir fragen uns, wie es dann beim Bau laufen soll.

Danke für eure Antworten, freue mich von euren Erfahrungen zu hören.
hausnrplus2523.01.21 17:06
NKB2020 schrieb:

Bei uns steht im Vertrag, dass sie innerhalb von 3 Monaten nach Baugenehmigung und wenn alle Obliegenheiten der Bauherren erfüllt sind, mit dem Bau starten. Es ging dann nach 2 Monaten los, aber da sie uns zuvor ein „wir können jederzeit sofort starten“-Gefühl vermittelt hatten, stieß diese Wartezeit bei uns auch auf Unverständnis. Hoffe, dass es bei euch bald losgeht!

Finde ich einen guten Tipp.

Wir haben leider auch keinen Baubeginn festgelegt, nur eine Fertigstellung mit entsprechenden "Strafen". Wir haben lange überlegt einen Zeitraum zu nennen.
Doch am Ende hängt der Baubeginn ja auch an der Baugenehmigung und es ist ja nachvollziehbar, dass die Firma einen erst einplanen kann, wenn die Baugenehmigung da ist. Weiterhin muss aber auch eine Fertigstellungszeit genannt ein, weil sonst kommt mal eben ein Bagger vorbei und danach passiert wieder monatelang nichts.
Wir entschieden uns dagegen, wegen dem unklaren Punkt Baugenehmigung, weiterhin da wir die Tief- und Betonarbeiten selbst vergeben wollen und auch etwas aus Vertrauen zur Firma. Hoffen wir es war kein Fehler.

Die Baugenehmigung als Frist zu setzen finde ich einen guten Tipp für alle, die noch keinen Vertrag unterschrieben haben.

Dir viel Erfolg für einen baldigen Beginn!
Y
ypg
23.01.21 17:22
Wir haben auch nichts festgelegt.
Als wir nach Baugenehmigung mal anfragten, sagte man uns, dass sie so und soviel Wochen abwarten... ich gehe mal davon aus, dass die GÜs erst mit der Planung auf ihrem Planbrett an der Wand anfangen, wenn die Baugenehmigung vorliegt. Vorher gibt es keinen Magneten mit unseren Namen drauf. Dann fängt erst das Hin- und Hergeschiebe auf dem Jahresplaner an.
Das wird bei Euch genauso sein.
Robbs84 schrieb:

Wenn man anruft, wird man zurückgerufen aber wir werden immer wieder mit Allgemeinfloskeln abgespeist ("wir sind bemüht bald anzufangen", "das Wetter muss passen", "kriegen wir bald hin", ... etc.).
Natürlich erwähnt man das als GÜ nicht, dass man einer von vielen ist und zum Schluss rankommt. Man muss sich ja quasi hinten einreihen.
Robbs84 schrieb:

Es wird auf keine, wirklich keine E-Mail schriftlich geantwortet.
Bist Du im Büro tätig?
Ein Bauleiter weniger. Der ist fast jeden Tag auf dem Bau... die Bürokräfte am Emailaccount haben keine Befugnis...

Robbs84 schrieb:

Wie lief bei euch die Kommunikation mit der Baufirma, Bauleiter und den Gewerken?
Wenig. Der Chef war wirsch.
Robbs84 schrieb:

Habt ihr euch beim Bauleiter eher oft gemeldet? Wart ihr penetrant?
Nein, penetrant sind wir nicht. Wenn man uns sagt, dass nicht jeden Tag jemand auf der Baustelle etwas machen wird, das es nun mal so ist, dann wird das schon seine Richtigkeit haben. Bei den Nachbargrundstücken ist auch mal die Woche keiner gewesen...
Osnabruecker schrieb:

August Baugenehmigung, dann hat die Firma bestimmt nicht auf euch gewartet und hat die Bücher voll. Dann ist ganz schnell Winter.
Und dann noch Corona. Statt 4 Handwerker nur 2, das verzögert, dann welche in Quarantäne... wieder Verzögerung. Das schiebt mehrere Baustellen in die Länge, und die letzten beißen die Hunde.

Was mir noch einfällt: es werden teurere Häuser vorgezogen, da die GÜs mit denen mehr verdienen. Vielleicht liegt es auch daran, dass man Euch mehr vertröstet als andere.
R
Robbs84
23.01.21 21:49
Hallo Zusammen,

vielen Dank für die vielen Tipps und Erfahrungen!
Andre77 schrieb:

Hey,

im September 18 den Vertrag unterschrieben (GU, massiv) mit Vorbehalten, die wurden dann im November 18 aufgehoben
im Februar 19 kam es dann zur Bemusterung
Anfang April Abgabe vom Bauantrag
Anfang Juni Erteilung der Baugenehmigung und damit Einplanung beim GU mit maximal 8 Wochen
Ende August gab es das Erstgespräch aufm Grundstück mit der BLin
Anfang September gingen die Erdarbeiten los
Gebaut wurde dann bis kurz vor Weihnachten und dann gings in der 2. Januarwoche weiter

Im Vertrag gab es einen geplanten Übergabetermin, das Haus war mit 8 Monaten (1 Monate mehr durch Fußbodenheizung) Bauzeit vorgesehen. Letzlich waren es ca. 3 Wochen über Termin, durch Verzögerungen bei Gewerken auf anderen Baustellen. Durch die Verzögerung gab es dann auch eine festgelegte "Entschädigung".

Also alles in allem würde ich sagen ein geregelter Ablauf. Die BLin war immer zu erreichen, wenn nicht, dann gab es einen umgehenden Rückruf, spätestens am nächsten Tag. Auch auf Emails wurde zeitnah reagiert.

Ja, so 12 Monate nach Baugenehmigung bis Einzug hätten wir auch gerechnet, bei uns war eine Bearbeitungszeit von 8 Wochen nach BG für die Ausführungsplanung enthalten, danach dachten wir geht es los...
11ant schrieb:

Also maximal elf Monate, aber ab Sankt Nimmerleinstag. Ja, das war dumm. Laßt einen Anwalt den Vertrag lesen, wie es mit der Auflösung aussähe (bzw. ob der Vertrag so formuliert ist, daß er wegen grober Einseitigkeit sittenwidrig wäre). Ein Anwalt weiß auch, wie man einen Schuldner einer Werkleistung in Verzug setzt.

Anwalt und Vertrag auflösen wollen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, aufgrund der unkalkulierbaren Kosten- und Zeitrisiken. Den Vertrag dennoch nochmal vom Anwalt prüfen zu lassen ist aber ein Punkt, den wir mal im Hinterkopf behalten, wenn es so weiter geht...
Osnabruecker schrieb:

Habt ihr denn jemanden fachkundigen an eurer Seite? "Euer" Bauleiter ist leider der Bauleiter des GÜ und hat daher nicht unbedingt eure Interessen im Auge.

August Baugenehmigung, dann hat die Firma bestimmt nicht auf euch gewartet und hat die Bücher voll. Dann ist ganz schnell Winter.
In welcher Region seit ihr ansäßig? Ist bei euch Winter? Aber das mit den Temperaturen stimmt schon, bei dem ganzen Regen / Frost macht Erdbau keinen Sinn, Betonbau ist bei Frost nicht
ohne zusatzleistungen nicht durchführbar.

Wir haben einen Sachverständigen, der sagt halt auch, möglich ist auch ein Baubeginn im Winter, wenn man will gibt es die Mittel und Wege. Wir bauen hier in der Hamburger Region, Schnee gab es bisher kaum und die Temperaturen pendeln zwischen -3 Nachts und +6 Tags. Es gibt aber durchaus 3-4 Tage zwischen 3-8 Grad, wo wir uns fragen ob man da nicht schon was machen könnte. Ansonsten können wir ja bis April warten. Da habe ich das Gefühl der GÜ hat keinen Druck und arbeitet lieber nach Schema F. sprich warten auf den Frühling.
ypg schrieb:

Bist Du im Büro tätig?
Ein Bauleiter weniger. Der ist fast jeden Tag auf dem Bau... die Bürokräfte am Emailaccount haben keine Befugnis...

Das kann sein, allerdings ist er ja auch für die Materialbestellungen etc. zuständig, also sitzt er schon auch teilweise im Büro. Es es jedenfalls sehr nervig, da man am Ende nicht schriftliches hat, und das mündliche doch eine eher unverbindliche Note hat (vielleicht ist das genau so gewollt).

Corona Quarantäne, "teurere" Projekte, können alles Gründe sein aber kein Trost, da die Bereitstellungszinsen drücken und wir totale Unsicherheit haben, wann es denn weitergeht.

Ich kann nur jedem nun aus Erfahrung raten, in den Bauvertrag einen Baubeginn reinzuverhandeln. die Idee mit der Frist ab Baugenehmigung ist gut. Gesetzlich muss es ja eine Fertigstellungsfrist geben, aber wenn kein Baubeginn festgelegt wurde, dann wartet man unter Umständen so lange, bis dem dem GÜ "in den Kram passt". Allerdings hatten wir das Thema vor Vertragsschluss angesprochen, aber da wurde vehement gemauert mit dem Argument, da sind zu viele Unbekannte und keiner kann wissen, wann alle Gegebenheiten für den Beginn vorliegen. Unser Fehler, dass wir vertraut und trotzdem so unterschrieben haben.
Y
ypg
23.01.21 22:26
Robbs84 schrieb:

Somit sollte nun erst das hintere Haus bis Estrichlegung gebaut werden bevor es bei uns überhaupt losgehen kann, die Rede war was von 4-6 Monaten Wartezeit je nach Witterung im Winter! Das hat uns natürlich geschockt.
Hat es was hiermit zu tun? Grundsätzlich natürlich immer ärgerlich, wenn die Zeit des anderen nachhinkt.
R
Robbs84
23.01.21 22:41
ypg schrieb:

Hat es was hiermit zu tun? Grundsätzlich natürlich immer ärgerlich, wenn die Zeit des anderen nachhinkt.

Dafür haben wir nun eine Lösung mit dem GÜ gefunden, die Arbeit zeitgleich zu beginnen. Weder hinten noch bei uns hat sich irgendwas getan...
Y
ypg
23.01.21 22:49
Robbs84 schrieb:

Dafür haben wir nun eine Lösung mit dem GÜ gefunden, die Arbeit zeitgleich zu beginnen. Weder hinten noch bei uns hat sich irgendwas getan...
Also seid Ihr nicht allein und die einzigen?
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