ᐅ Baufinanzierung - Wie wird sie sich in Zukunft verändern?
Erstellt am: 11.04.2020 11:21
Maschi33 27.04.2020 17:12
Tolentino schrieb:
Das hängt ja, wie gesagt, auch von der Ratenhöhe ab. Wenn man mittlerweile Kaltmieten von 12-14 EUR/m² hat, ist man mit der typischen 4-köpfigen Familie schnell bei 1500 EUR/Monat und drüber. Als Annuität kann man da schon einiges mit stemmen (auch auf 100%).Ich weiß, ich wiederhole mich, aber: In Gegenden, in denen du für 12-14€ kalt den qm mieten musst, tilgst du keine Immobilie mit einer Annuität von 18k und schon gar nicht 100% finanziert. Du sprichst von Kaltmieten, wie sie in Wiesbaden oder Frankfurt mittlerweile üblich sind. Da kostet eine Doppelhaushälfte aber auch mal locker flockig 650- 700k+. Mit 18k Annuität tilgst du in dem Fall bis du schwarz wirst. Tolentino 27.04.2020 17:23
Nee, ich kann allerdings mit der Genauigkeit nur über Berlin sprechen. Und da sind 12-14 EUR bei Neuvermietungen (und momentan auch Neubau jünger 2014, wg. Mietendeckel) durchaus schon erreicht.
Andererseits kriegt man schon noch Bestand für um die 500-600 TEUR. In Randbezirken mit Sanierungsstau auch mal was für 450 TEUR.
Dass der durchschnittliche Mietpreis viel niedriger liegt ist richtig, aber das nützt der jungen Familie nichts, die sich räumlich einfach vergrößern muss oder eben zu viert in ner 2,5 Zimmer Wohnung mit 60 m² bleiben...
Also wenn man sich jetzt auf der Suche befindet, dann kommt man recht schnell zum Schluss, dass man genauso den größeren Wohnraum finanzieren kann. Zum Betrag der Nettokaltmiete.
Inwiefern der Mietendeckel hier wirklich Abhilfe schafft, sei mal dahingestellt und ist wohl noch zu beobachten.
Andererseits kriegt man schon noch Bestand für um die 500-600 TEUR. In Randbezirken mit Sanierungsstau auch mal was für 450 TEUR.
Dass der durchschnittliche Mietpreis viel niedriger liegt ist richtig, aber das nützt der jungen Familie nichts, die sich räumlich einfach vergrößern muss oder eben zu viert in ner 2,5 Zimmer Wohnung mit 60 m² bleiben...
Also wenn man sich jetzt auf der Suche befindet, dann kommt man recht schnell zum Schluss, dass man genauso den größeren Wohnraum finanzieren kann. Zum Betrag der Nettokaltmiete.
Inwiefern der Mietendeckel hier wirklich Abhilfe schafft, sei mal dahingestellt und ist wohl noch zu beobachten.
nordanney 27.04.2020 17:58
Tolentino schrieb:
Also wenn man sich jetzt auf der Suche befindet, dann kommt man recht schnell zum Schluss, dass man genauso den größeren Wohnraum finanzieren kann. Zum Betrag der Nettokaltmiete.Jep, gilt für annähernd alle Städte in D, außer in den Topp-Lagen. Die Zinsen sind in den letzten Jahren schneller gefallen, als die Preise gestiegen. Deshalb klappt das (meistens). Und dann lieber eine 90%ige Kaufimmobilie (inkl. Zwangssparen) als eine 95%ige Mietimmobilie, wo Du mit der Rente bei genau 0€ angesparten Vermögen bei derselben Belastung liegst. Tolentino 27.04.2020 18:59
nordanney schrieb:
außer in den Topp-Lagen.Die Top-Lagen liegen ja dann auch eher bei 18-25 EUR/m² nach oben offen. Das ist dann noch mal nen anderer Schnack. Worrier84 27.04.2020 20:33
Wenn ich umziehen müsste, würde ich auch kaufen. Aktuell zahl ich nur 6€/qm, da lohnt ein Kauf einfach nicht- mit den bescheuerten Nebenkosten. Würde ich jetzt was gleichwertiges suchen (eher unwahescheinlich), wär ich bei 10€/qm.
Eigenkapital wäre da im „Notfall“ - von daher bin ich entspannt.
Eigenkapital wäre da im „Notfall“ - von daher bin ich entspannt.
moep123 01.05.2020 08:25
Wiesel29 schrieb:
Hab ich im Kollegenkreis momentan auch. Mitte 30, A9 und A 13 und 0€ Eigenkapital weil alles verkonsumiert worden ist und nun wollen Sie 550.000€ von der Bank haben für ein Haus und kommen ins schwitzen bei der Abzahlung
Wenn meine Frau und ich Mitte 30 sind haben wir keine 140.000€ Schulden mehr und bei uns steht da ne A9 und A10 und wir haben unserer Meinung nach auf nichts verzichtet. So unterschiedlich kann die Lebenseinstellung sein. Genau das - könnte ich mir vorstellen - wird sich nicht ändern. Die Banken dürften in diesen Konstellationen durchaus weiter Geld auf den Tisch legen. Jedenfalls dann, wenn Sold im Hintergrund steht. Wir haben im Frühsommer 2018 finanziert, mit A 9, Referndargehalt, und Eigenkapital, das für die Nebenkosten reicht. War vollkommen problemlos. Ich behaupte wegen der dahinterstehenden Einkommenssicherheit. Jetzt Ende 20 mit A11 und A13 kommen wir denke ich ganz entspannt durch...Bei den nicht im öD beschäftigten wird man jetzt evtl etwas zurückhaltender sein...
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