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ᐅ Basis Info Heizkörper Tausch Altbau


Erstellt am: 12.07.2023 13:57

Alibert87 12.07.2023 13:57
Hallo zusammen,

wir möchten die Heizkörper in den Kinderzimmer tauschen. Bzw neue installieren. Was brauche ich da konkret?

Ich benötige mal Basis Infos dazu.
Haus 1981, Gasheizung (Brennwert), EG Bodenheizung , OG Heizkörper .
Nischen wurden zugemauert und Heizungsrohre mit Abstand ca 50cm stehen lassen.
Sollte mal schon Heizkörper kaufen, die mit Niedertemperaturen kaufen können?
Sind Baumarkt Heizkörper viel schlechter als zb ein Kermi x2 (lohnt sich der Mehrpreis)?

danke sehr !!

KarstenausNRW 12.07.2023 18:40
Endlich mal wieder ein einfach und schöne Frage ;-)

Gibt es eine Heizlastberechnung bzw. was für ein Heizkörper war montiert? Hast dann zwei Möglichkeiten.

1. Tausch 1:1
2. Tausch gegen einen Wärmepumpe-tauglichen Heizkörper

Wärmepumpe-taugliche Heizkörper, die auch bei eher schlechter Energieeffizienz gut mit einer Wärmepumpe funktionieren, sind Typ 33 Heizkörper. Heizkörper aus dem Baumarkt oder "Markenware" ist fast egal. Evtl. hat die Markenware etwas bessere Werte. Ich habe zuletzt einfach (aber für eine ganze Wohnung) im Netz bestellt. Buderus (das ist Bosch) Heizkörper, die man auch gerne mal im Baumarkt findet.
Kannst dann auch nach Optik entscheiden. Glatt oder geriffelt. Je nach Anschlusssituation (wo sitzen die Rohre) gibt es verschiedene Modelle. Mit entsprechenden Adaptern/S-Anschlussverschraubungen kann man z.B. auch "in falscher Höhe" sitzende Rohre anschließen. Montagematerial ist meistens dabei.
Wenn Ihr irgendwann mal in Richtung Wärmepumpe gehen wollt bzw. in der ganzen Bude die Vorlauftemperatur senken wollt, dann nimm direkt 33er Heizkörper. Kannst Dich auch mal beim heizungsdiscount24 einlesen oder vergleichen (oder andere große Shops).

Buchsbaum 13.07.2023 23:30
Du wirst deine Wohnung niemals mit einer mit einem noch finanzierbaren Stromverbrauch und einer Wärmepumpe halbwegs im Winter warm bekommen. Egal mit welchen Heizkörpertyp.

Über die Physik kann man sich nur schwer hinwegsetzen. Die Heizfläche einer Fußbodenheizung ist so groß wie die Grund- bzw. Wohnfläche deines Hauses incl. entsprechender Dämmung. Mit einem Heizkörper kommt man nicht auf die Fläche.

Und mit einer Vorlauftemperatur von 30 Grad wird es dann halt nicht warm. Man müßte schon mit 45 bis 50 Grad Vorlauf fahren um es halbwegs hin zu bekommen. Da rennt aber der Stromzähler mit Rekordgeschwindigkeit.

Das ist in etwa so wie mit den Nachtspeicheröfen, die 2009 sogar verboten worden. Heute soll man wieder direkt elektrisch heizen.
Schwachsinn im Altbau.

KarstenausNRW 14.07.2023 09:05
Buchsbaum schrieb:

Du wirst deine Wohnung niemals mit einer mit einem noch finanzierbaren Stromverbrauch und einer Wärmepumpe halbwegs im Winter warm bekommen. Egal mit welchen Heizkörpertyp.

Über die Physik kann man sich nur schwer hinwegsetzen. Die Heizfläche einer Fußbodenheizung ist so groß wie die Grund- bzw. Wohnfläche deines Hauses incl. entsprechender Dämmung. Mit einem Heizkörper kommt man nicht auf die Fläche.
Glaubst Du an den Unsinn, den Du erzählst?

1. Persönliche Erfahrung
Mitte 60er Jahre Altbau mit neuen Fenstern und moderne Dämmung der obersten Geschossdecke. Vorlauftemperatur Wärmepumpe im Winter bis ca. maximal 35/36 Grad.
2. Die Heizfläche einer Fußbodenheizung bedeutet zunächst gar nichts. Es kommt auf die Heizleistung an. Die ist abhängig von Rohrdurchmesser, Verlegeabständen, Durchflussmengen und Vorlauftemperaturen. Dafür macht man zunächst eine raumweise Heizlastberechnung, um zu ermitteln, was für eine Fußbodenheizung verlegt werden muss und wie die Heizung eingestellt wird. Und wenn ein Raum 1.500 Watt benötigt, dann ist es dem Raum so was von egal, ob die Heizleistung über die Fußbodenheizung oder Heizkörper zur Verfügung gestellt wird.

Die Wärmeleistung eines Heizkörpers wird vom jeweiligen Hersteller angegeben. Wenn man z.B. einen 11er 60x80cm 08/15 Heizkörper nimmt, so hat er:
- bei 75/55 Grad eine Leistung von etwa 650 Watt
- bei 55/45 Grad eine Leistung von etwa 420 Watt
- bei 40/35 Grad eine Leistung von etwa 190 Watt

Gehe ich nun auf einen 33er Heizkörper, so ergeben sich folgende Werte
- bei 75/55 Grad eine Leistung von etwa 1.700 Watt
- bei 55/45 Grad eine Leistung von etwa 1.000 Watt
- bei 40/35 Grad eine Leistung von etwa 600 Watt

Nur durch einen Wechsel des Heizkörpers kann ich also die Vorlauftemperatur von 75 auf 55 Grad reduzieren und habe dann sogar noch Reserven.

Habe ich in meiner Heizkörpernische noch etwas Platz, so mache ich aus dem 60x80cm Typ 11 Heizkörper einen 60x90cm Typ 33 Heizkörper mit 750 Watt Wärmeleistung. Und schon kann ich von 75/55 auf 40/35 gehen mit Reserven. Dann können die Temperaturen auch noch weiter angepasst werden.

Für die Umrechnung gibt es a) Profis b) Tabellen der Hersteller und c) sogar online Tools. Ist nur ein Beispiel oben. Kannst das auch noch weiter auf 35/30 berechnen lassen oder wie auch immer die Heizung laufen soll.

Man kann sich zwar über die Physik nicht hinwegsetzen. Aber sie ist ganz einfach gestrickt und man kann alles ganz einfach ausrechnen. Und meine Ausführungen sind einfachste Physik, die dahinter steckt ;-)

Insofern sind ganz viele "Die Altbauten bekommst Du eh nie mit einer Wärmepumpe vernünftig und halbwegs preisbewusst warm" Stimmen leider nur Stammtischparolen.

Buchsbaum 14.07.2023 09:35
Mit 35 Grad Vorlauf, den Leitungsverlusten im Altbau und sicher nicht optimaler Dämmung wird es im Winter kalt werden in der Wohnung.

Und bitte nicht die letzten 3 Winter zum Maßstab nehmen. Ach so, es wird ja nicht mehr wirklich kalt, wegen Klimawandel und so.
Kann man glauben, muss man aber nicht. Vielleicht geht es im Rheintal, der Pfalz und nicht besonders kälteanfälligen Orten Deutschlands.

1996 hatten wir in weiten Teilen Sachsen Anhalts von Mitte Oktober bis Ende März Dauerfrost teilweise bis minus 30 Grad. Der Boden bis einer Tiefe von 1,50 gefroren. Es war kaum ein Tag mit Temperaturen über 0 Null Grad.

Das gab es selbst in Mannheim 26 Eistage. Also bei solchen Wetterlagen möchte ich nicht in einer Wohnung mit Wärmepumpe und einer Vorlauftemperatur von 30 Grad sitzen. Vom Stromverbrauch mal ganz abgesehen.

Ist sicher auch nur Einbildung von Berichten im Netz von kalten Wohnungen und extremen Stromverbräuchen der Wärmepumpe.

Ich heize erstmal weiter mit Öl, ist gerade super günstig und mein Vorlauf bleibt bei 70 Grad.

KarstenausNRW 14.07.2023 10:45
Buchsbaum schrieb:

Mit 35 Grad Vorlauf, den Leitungsverlusten im Altbau und sicher nicht optimaler Dämmung wird es im Winter kalt werden in der Wohnung.
Wenn ca. 23 Grad bei -10 Grad Außentemperatur kalt ist, dann stimme ich Dir zu. Das waren unsere Winterwerte in den letzten beiden Jahren (länger läuft die Wärmepumpe noch nicht). Und ja, nicht optimal gedämmt - eigentlich gar nicht an den Außenwänden. Und es waren auch keine 35 Grad Vorlauf, sondern 36.
Buchsbaum schrieb:

Und bitte nicht die letzten 3 Winter zum Maßstab nehmen. Ach so, es wird ja nicht mehr wirklich kalt, wegen Klimawandel und so.
Kann man glauben, muss man aber nicht. Vielleicht geht es im Rheintal, der Pfalz und nicht besonders kälteanfälligen Orten Deutschlands.

1996 hatten wir in weiten Teilen Sachsen Anhalts von Mitte Oktober bis Ende März Dauerfrost teilweise bis minus 30 Grad. Der Boden bis einer Tiefe von 1,50 gefroren. Es war kaum ein Tag mit Temperaturen über 0 Null Grad.
1. Die Auslegung einer Heizung erfolgt nach der Norm (NAT gem. Wohnort) und nach Jahrhundertwintern von vor 30 Jahren.
2. Ich möchte nicht mit aktuellen Ölpreisen wissen, was dann durch den Schornstein raucht. Ist egal, ob Du hohen Stromverbrauch, Gasverbrauch oder Ölverbrauch hast.
3. JEDE Wärmepumpe kann bei -30 Grad als Extremtemperatur heizen. Dann natürlich für diese Momente mit Heizstab. Ansonsten sind in der Regel -20 Grad ohne Heizstab bei korrekter Auslegung möglich. Meine Wärmepumpe macht ohne Heizstab bei -20 Grad allerdings nur noch 55 Grad "kaltes" Duschwasser.
Buchsbaum schrieb:

Ich heize erstmal weiter mit Öl, ist gerade super günstig und mein Vorlauf bleibt bei 70 Grad.
Mach das. Meine Mieterin freut sich mit Ihrer Wärmepumpe jedoch sehr über die Heizkostenabrechnung. Sind nach Ausbau der Ölheizung etwa 2/3 weniger - und ich rede über Ölpreise von 40-60€. Das war das Altöl, was wir vor Umstellung verheizt haben.

Ach ja, glaubst Du auch, dass die momentan noch überschaubare CO2-Abgabe auch in den nächsten Jahren so bleibt? Die Branche geht von einem Faktor 7-10 ab 2026 im Vergleich zu heute aus. Dann macht die Luftverschmutzung bei -30 Grad auch im Portemonnaie richtig Spaß.
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