ᐅ Bank will Miteigentum am Grundstück - Erfahrungen?
Erstellt am: 10.08.23 20:14
Tassimat11.08.23 11:56
Jurassic135 schrieb:
Solche Konstrukte sind mit ein Grund, warum so viele Frauen in der Altersarmut landen: Da wird das eigene Geld gutgläubig ohne Zins in das Haus des Mannes gesteckt, ohne echte Absicherung.Die Absicherung ist die Ehe mit der Zugewinngemeinschaft. Dadurch entsteht keine Altersarmut.Altersarmut entsteht, wenn man aufhört arbeiten zu gehen. Die moderne Frau bzw. Familie sollte darauf auchten, dass beide Partner in Teilzeit mit beispielsweise 30h arbeiten und man sich Themen wie Haushalt, Kinder etc. entsprechend aufteilt.
xMisterDx11.08.23 14:08
Franzbrot schrieb:
Sie liest mit und ich diskutiere das mit ihr.
Sie möchte das noch nicht mal geschenkt bekommen, sie möchte den Teil den sie beiträgt später ausbezahlt haben.
(...)Das müsst ihr in einem Ehevertrag regeln. Sollte doch kein Thema sein? Alles was nicht sittenwidrig, darf in Deutschland zwischen 2 Vertragspartnern vereinbart werden.
Der Bank wird das nicht reichen, da müsst ihr euch wohl eine andere suchen.
Manche Banken sind eben komisch, aber es gibt ja genug andere.
"Komisch" sind übrigens meist die Banken mit den günstigsten Konditionen...
ypg11.08.23 14:33
kati1337 schrieb:
a) woher nimmst du das Geld um sie auszubezahlen?So absurd ist a) ja gar nicht.CC35BS38 schrieb:
Sie unterschreibt, also haftet sie allein nicht für die halbe Summe sondern für die ganze.So ist es halt in 50:50 Partnerschaft: jeder steht für den anderen ein - egal wer sich von dannen macht und nicht mehr Willens ist zu bezahlen. Die Konsequenz wäre, dass jeder sein eigenes Ding macht und das Thema Partnerschaft, Familie, Moral und Verlässlichkeit in die Wertstofftonne kommt.CC35BS3811.08.23 18:46
ypg schrieb:
So ist es halt in 50:50 Partnerschaft: jeder steht für den anderen ein - egal wer sich von dannen macht und nicht mehr Willens ist zu bezahlen. Die Konsequenz wäre, dass jeder sein eigenes Ding macht und das Thema Partnerschaft, Familie, Moral und Verlässlichkeit in die Wertstofftonne kommt.Sie sollte aber nicht alleine für ihn einstehen, entweder beide oder keiner.xMisterDx11.08.23 23:11
Ursprünglich war das alles ohnehin einzig und allein dazu gedacht, die Kinder abzusichern. Dafür gibts die Ehe, dafür gibts die Pflichten.
Eine Frau musste früher sicher sein, dass der Mann sie mit 8 Kindern nicht sitzen lässt, deshalb kam er dafür in die Hölle.
Und der Mann musste sicher sein, dass seine Frau sich im den Haushalt kümmert, sonst konnte er nicht in Kriege ziehen oder 70 Stunden pro Woche für den Lehnsherren schuften.
In einer kinderlosen Beziehung, in der ja beide arbeiten gehen können, sind die Absicherungen irgendwie absurd.
Eine Frau musste früher sicher sein, dass der Mann sie mit 8 Kindern nicht sitzen lässt, deshalb kam er dafür in die Hölle.
Und der Mann musste sicher sein, dass seine Frau sich im den Haushalt kümmert, sonst konnte er nicht in Kriege ziehen oder 70 Stunden pro Woche für den Lehnsherren schuften.
In einer kinderlosen Beziehung, in der ja beide arbeiten gehen können, sind die Absicherungen irgendwie absurd.
Tassimat11.08.23 23:34
xMisterDx schrieb:
Ursprünglich war das alles ohnehin einzig und allein dazu gedacht, die Kinder abzusichern. Dafür gibts die Ehe, dafür gibts die Pflichten.Nene, im Gegenteil. Das Konstrukt Ehe ist primär dafür gedacht die traditionelle Hausfrauenehe abzusichern. Die Kinder waren da schon immer egal. Dafür gibt es Kindesunterhalt. Kindesunterhalt wird höher priorisiert als Trennungs- und Scheidungsunterhalt und ist von der Höhe unabhängig ob da eine Ehe bestand oder nicht (gemeinsame ehebedinge Kredite z.B. für das Haus relativieren das wieder, führ aber zuweit).Nochwas, schau dir das Ehegattensplitting an. Der Deal ist: Der Staat verzichtet auf Steuereinnahmen, dafür ist er aber auch nicht mehr zuständig für die finanzielle Absicherung der Hausfrau.
Franzbrot schrieb:
Sie liest mit und ich diskutiere das mit ihr.
Sie möchte das noch nicht mal geschenkt bekommen, sie möchte den Teil den sie beiträgt später ausbezahlt haben.Finde ich gut, dass ihr das offen zusammen durchgeht.Mein expliziter Rat an Frau Franzbrot: Auf keinen Fall einen Ehevertrag machen!!
Ohne Vertrag bekommst du automatisch alles wieder mit der Scheidung dank der Zugewinngemeinschaft. Typischerweise sogar noch mehr wegen Wertsteigerung usw. Nochmal: Keinen Ehevertrag, und wenn ihr doch einen wollt - z.B. wegen Selbstständigkeit, Unternehmensbeteiligugnen usw - dann nicht so wie oben beschrieben, denn damit schießt du dich selbst in die Armut. Was nützt es dir, wenn du heute 10.000€ einzahlst, das in 20 Jahren zurückbekommst, es aber dank Inflation nichts mehr Wert ist? Selbst wenn das Haus 10 Millionen wert würde, bekommst du nur noch deine dann lächerlichen 10.000€ zurück.
Zweiter Rat: Bestehe auf eine Eintragung im Grundbuch. Egal wieviel Prozent, nimm beispielswesie einfach 25% und gut ist. Damit kannst du beim notwendigen Verkauf Einfluss nehmen und darauf achten, dass genügend Geld fließst. Und du wirst im Falle der Trennung nicht mehr ganz so einfach vor die Tür gesetzt werden können.