ᐅ Anschluss und Abdichtung von Pergola an WDVS/Putz
Erstellt am: 12.05.26 08:39
P
ppaulisHallo!
Wir würden gerne diesen Sommer eine Alu-Pergola mit Lamellendach auf unserer Gartenterrasse bauen. Ca. 8x4m, auf 6 Pfosten stehend. Beton-Fundamente, Regenwasserablauf für alle Pfosten, all das ist bereits vorgesehen. Hersteller der Pergola wäre "C3 Systems". Unsere Hauswand besteht aus (von innen nach außen) 20cm Brettstapelbau (Fichte), Winddichtung, 18cm Holzweichfaser und einem grobkörnigen mineralischen Putz. Die Pergola ist selbsttragend durch die 6 Pfosten, aber soll am horizontalen Balken mit 3 Thermax-Dübeln an der Wand befestigt werden. Diese würden dann auch zusätzlich mit einem PU Kleber abgedichtet.
Es steht nun die Frage im Raum, ob die Pergola entlang der Oberkante (8m) ebenfalls abgedichtet werden soll. Es ist uns egal, ob bei Regen ein paar Tropfen zwischen Pergola und Hauswand runter tropfen. Worauf es mir ankommt, ist die Langlebigkeit des Putzes. Die Meinungen reichen aktuell von speziellem Wandanschlussprofil mit einer Dichtbahn (Kostenpunkt ca. 2500€, Alwitra "WA 1"), über Kompriband mit Silikonfuge, bishin zu keinerlei zusätzlicher Abdichtung, damit Wasser ablaufen und der Putz schnellstmöglich trocknen kann (Vorschlag vom Putz- und Malerbetrieb).
Bisherige Meinungen zum Thema umfassen folgendes:
Die Kompriband/Kleber Variante habe ich eigentlich schon ausgeschlossen. Zuviel Wartung. Ich bin allerdings noch unschlüssig bei den Varianten Wandanschlussprofil und Schattenfuge.
Ich wäre sehr an Eurer Meinung zu diesem Thema interessiert!
Vielen Dank,
Gruß,
Pascal
Wir würden gerne diesen Sommer eine Alu-Pergola mit Lamellendach auf unserer Gartenterrasse bauen. Ca. 8x4m, auf 6 Pfosten stehend. Beton-Fundamente, Regenwasserablauf für alle Pfosten, all das ist bereits vorgesehen. Hersteller der Pergola wäre "C3 Systems". Unsere Hauswand besteht aus (von innen nach außen) 20cm Brettstapelbau (Fichte), Winddichtung, 18cm Holzweichfaser und einem grobkörnigen mineralischen Putz. Die Pergola ist selbsttragend durch die 6 Pfosten, aber soll am horizontalen Balken mit 3 Thermax-Dübeln an der Wand befestigt werden. Diese würden dann auch zusätzlich mit einem PU Kleber abgedichtet.
Es steht nun die Frage im Raum, ob die Pergola entlang der Oberkante (8m) ebenfalls abgedichtet werden soll. Es ist uns egal, ob bei Regen ein paar Tropfen zwischen Pergola und Hauswand runter tropfen. Worauf es mir ankommt, ist die Langlebigkeit des Putzes. Die Meinungen reichen aktuell von speziellem Wandanschlussprofil mit einer Dichtbahn (Kostenpunkt ca. 2500€, Alwitra "WA 1"), über Kompriband mit Silikonfuge, bishin zu keinerlei zusätzlicher Abdichtung, damit Wasser ablaufen und der Putz schnellstmöglich trocknen kann (Vorschlag vom Putz- und Malerbetrieb).
Bisherige Meinungen zum Thema umfassen folgendes:
- Kompriband und Kleber/Silikon:
- Altert schlecht weil Witterung und Ausdehnung Putz und Alu unterschiedlich
- stehendes Wasser an Putz
- kompliziert zu erneuern (alten Kleber vom Putz abmachen..)
- Wandanschlussprofil Alwitra:
- Abdichtmembran mit Anpressschiene (und vermutlich auch zusätzlich mit Kleber befestigt)
- sehr teuer, aber wird funktionieren
- keine Abdichtung zwischen Wand und Pergola:
- Wasser zwischen Pergola und Wand ablaufen lassen damit Putz schnellstmöglich trocknen
- Bedenken bei Schnee und Frost. Schäden möglich?
- Bedenken zu Schmutzbildung unterhalb des Pergola-Alu-Trägers (grüne Streifen)
- Abstand von 15-20mm (Schattenfuge) zur Wand könnte diese Probleme evtl. lösen? Voraussetzung ist, dass die Thermax Dübel korrekt abgedichtet werden.
Die Kompriband/Kleber Variante habe ich eigentlich schon ausgeschlossen. Zuviel Wartung. Ich bin allerdings noch unschlüssig bei den Varianten Wandanschlussprofil und Schattenfuge.
Ich wäre sehr an Eurer Meinung zu diesem Thema interessiert!
Vielen Dank,
Gruß,
Pascal
Anzeige
Hallo ppaulis,
schau mal hier: Anschluss und Abdichtung von Pergola an WDVS/Putz. Da wird jeder fündig!
schau mal hier: Anschluss und Abdichtung von Pergola an WDVS/Putz. Da wird jeder fündig!
Hi
bei Holzbau plus WDVS aus Holzweichfaser wird das Thema leider schnell etwas empfindlicher als es die Pergolahersteller in ihren hübschen Broschüren gern darstellen. Diese „einfach mit paar Thermax befestigen und Silikon dran“ Lösungen sehen auf den ersten Blick sauber aus, altern aber oft ziemlich mittelmäßig. Gerade an einer8m langen Anschlusskante arbeitet das Material permanent, Sommer/Winter, Sonne/Regen, dazu noch unterschiedliche Ausdehnung von Alu und Putz. Silikon freut sich da irgendwann eher weniger drüber.
Wenn die Pergola wirklich komplett selbsttragend auf den6Pfosten steht und die Wandbefestigung nur gegen Kippen bzw. seitliche Bewegung dient, würde ich persönlich keine vollflächige starre Abdichtung mit aufwendiger Dichtbahn bauen. Klingt erstmal widersprüchlich, aber der Malerbetrieb liegt mit dem Gedanken „abtrocknen lassen statt einsperren“ gar nicht so daneben. Das Problem bei perfekt zugeschmierten Anschlüssen ist oft nicht das Wasser von außen, sondern dass Feuchte hinter die Konstruktion kommt und dann kaum noch raus kann.
Wichtiger finde ich ehrlich gesagt die Details an den einzelnen Thermax Punkten. Dort entstehen die eigentlichen Schwachstellen. Wenn dort sauber mit geeigneter Dichtmanschette oder Flüssigkunststoff gearbeitet wird und die Bohrlöcher korrekt ausgeführt sind, passiert meist deutlich weniger als bei einer riesigen Silikonorgie entlang der ganzen Wand. PU Kleber als alleinige Abdichtung wäre mir bei Holzweichfaser ehrlich gesagt zu improvisiert, auch wenn das manche Monteure erstaunlich entspannt sehen.
Ein Wandanschlussprofil mit Tropfkante kann dagegen sinnvoll sein, aber2500€ klingt schon ziemlich ambitioniert für8m bisschen Anschlussdetail. Da bezahlt man vermutlich auch die Angst mit. Hast Du mal geprüft wie groß der tatsächliche Abstand Pergola zu Fassade wird? Wenn da nur5mm Luft bleiben soll, wird jede Bewegung später sichtbar. Bei15bis20mm mit sauberer Schattenfuge und kontrolliertem Wasserablauf sieht die Welt oft entspannter aus.
Und noch ein Punkt den viele unterschätzen: das Regenwasser läuft bei Lamellendächern bei Starkregen nicht immer so brav wie im Prospekt. Gerade Winddrift drückt Dir Wasser gern Richtung Fassade. Deshalb würde ich zumindest darauf achten, dass oberhalb keine dauerhafte Wasserfahne am Putz entlangläuft. Mineralischer Oberputz kann viel ab, aber ständig nass mag auch der auf Dauer nicht sonderlich.
bei Holzbau plus WDVS aus Holzweichfaser wird das Thema leider schnell etwas empfindlicher als es die Pergolahersteller in ihren hübschen Broschüren gern darstellen. Diese „einfach mit paar Thermax befestigen und Silikon dran“ Lösungen sehen auf den ersten Blick sauber aus, altern aber oft ziemlich mittelmäßig. Gerade an einer8m langen Anschlusskante arbeitet das Material permanent, Sommer/Winter, Sonne/Regen, dazu noch unterschiedliche Ausdehnung von Alu und Putz. Silikon freut sich da irgendwann eher weniger drüber.
Wenn die Pergola wirklich komplett selbsttragend auf den6Pfosten steht und die Wandbefestigung nur gegen Kippen bzw. seitliche Bewegung dient, würde ich persönlich keine vollflächige starre Abdichtung mit aufwendiger Dichtbahn bauen. Klingt erstmal widersprüchlich, aber der Malerbetrieb liegt mit dem Gedanken „abtrocknen lassen statt einsperren“ gar nicht so daneben. Das Problem bei perfekt zugeschmierten Anschlüssen ist oft nicht das Wasser von außen, sondern dass Feuchte hinter die Konstruktion kommt und dann kaum noch raus kann.
Wichtiger finde ich ehrlich gesagt die Details an den einzelnen Thermax Punkten. Dort entstehen die eigentlichen Schwachstellen. Wenn dort sauber mit geeigneter Dichtmanschette oder Flüssigkunststoff gearbeitet wird und die Bohrlöcher korrekt ausgeführt sind, passiert meist deutlich weniger als bei einer riesigen Silikonorgie entlang der ganzen Wand. PU Kleber als alleinige Abdichtung wäre mir bei Holzweichfaser ehrlich gesagt zu improvisiert, auch wenn das manche Monteure erstaunlich entspannt sehen.
Ein Wandanschlussprofil mit Tropfkante kann dagegen sinnvoll sein, aber2500€ klingt schon ziemlich ambitioniert für8m bisschen Anschlussdetail. Da bezahlt man vermutlich auch die Angst mit. Hast Du mal geprüft wie groß der tatsächliche Abstand Pergola zu Fassade wird? Wenn da nur5mm Luft bleiben soll, wird jede Bewegung später sichtbar. Bei15bis20mm mit sauberer Schattenfuge und kontrolliertem Wasserablauf sieht die Welt oft entspannter aus.
Und noch ein Punkt den viele unterschätzen: das Regenwasser läuft bei Lamellendächern bei Starkregen nicht immer so brav wie im Prospekt. Gerade Winddrift drückt Dir Wasser gern Richtung Fassade. Deshalb würde ich zumindest darauf achten, dass oberhalb keine dauerhafte Wasserfahne am Putz entlangläuft. Mineralischer Oberputz kann viel ab, aber ständig nass mag auch der auf Dauer nicht sonderlich.