ᐅ Abriss oder Sanierung? Tipps für Keller aus den 1970er Jahren gesucht!
Erstellt am: 20.11.24 20:04
S
Skyhawk172
Hallo zusammen,
wir sind dabei ein Haus aus dem Jahr 1973 zu erwerben und stehen nun vor der Frage, wie wir mit dem Keller umgehen sollen. Das Haus selbst ist nicht erhaltenswert. Wir fragen uns, ob wir neu bauen oder ob es sinnvoller ist, den Keller zu erhalten und darauf aufzubauen. Wir hoffen mit einer Sanierung günstiger zu fahren und mehr Wohnraum herauszuholen.
Da wir keine Experten sind, wollten wir hier im Forum nach Erfahrungen und Tipps fragen:
Vielen Dank vorab und liebe Grüße
wir sind dabei ein Haus aus dem Jahr 1973 zu erwerben und stehen nun vor der Frage, wie wir mit dem Keller umgehen sollen. Das Haus selbst ist nicht erhaltenswert. Wir fragen uns, ob wir neu bauen oder ob es sinnvoller ist, den Keller zu erhalten und darauf aufzubauen. Wir hoffen mit einer Sanierung günstiger zu fahren und mehr Wohnraum herauszuholen.
Da wir keine Experten sind, wollten wir hier im Forum nach Erfahrungen und Tipps fragen:
- Zustand des Kellers prüfen: Der Keller sieht auf den ersten Blick solide aus, aber natürlich ist das nur eine Laien-Einschätzung. Was sind aus eurer Sicht die wichtigsten Schritte, um den Zustand des Kellers professionell bewerten zu lassen? Sollte man hier direkt einen Gutachter oder Statiker beauftragen?
- Sanierung oder Abriss: Hat jemand Erfahrung damit, ob es in so einem Fall wirtschaftlicher ist, den Keller zu sanieren oder komplett abzureißen? Gibt es typische Probleme bei Kellern aus den 1970er Jahren, die man beachten sollte (z. B. Statik)?
- Erfahrungen mit ähnlichen Projekten: Wer von euch stand schon einmal vor einer ähnlichen Entscheidung? Was war ausschlaggebend für eure Wahl – und würdet ihr im Nachhinein wieder genauso entscheiden?
Vielen Dank vorab und liebe Grüße
S
Skyhawk17223.11.24 19:0811ant schrieb:
Ist es nicht ein AB Elementhus, zu dem es hier ja schließlich einen Thread mit gutem Austausch zwischen den sanierenden Käufern ähnlicher Modelle gibt ? - was gibt den Ausschlag, in Eurem Fall diesen Weg zu scheuen ?Ja ist es. Die Threads habe ich gelesen. Ich rieche aber deutlich muffigen Geruch (vermute Chloranisole), eine Geruchssanierung erscheint mir schwierig. Abgesehen davon würden wir alles ändern wollen. Innenausstattung, Grundriss, Fenster. Beides zusammengenommen haben wir da nicht lange drüber nachgedacht. Zumal die Kosten für den Abriss überschaubar sein sollten.
Grundrisse kann man ändern, auch in hölzernen Strukturen. Problemstoffe zu vermuten aber einen Abriss günstig zu wähnen klingt widersprüchlich. Auf Abriss muß ja Entsorgung folgen, Problemstoffe deponieren zu wollen ist teuer. Da sollten Fachleute ran.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
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Wir stehen vor einem ähnlichen Projekt: Vollunterkellertes Okal Haus Baujahr 1969 mit üblicher Schadstoffs- und Geruchsproblematik, weshalb nach längerer Überlegung ein Abriss erfolgen soll.
Den Keller möchten wir ebenfalls erhalten, da ein Abriss des Kellers - sei es dann mit neuem Keller in der vorhandenen Baugrube oder mit Verdichtung und Bauen auf Bodenplatte - voraussichtlich deutlich teurer wäre.
Geplant ist eine Ausschachtung des Kellers, um eine neue Abdichtung und Perimeterdämmung anzubringen (hier sind die Kosten aufgrund der notwendigen Erdarbeiten leider nicht zu unterschätzen, sofern man das nicht in Eigenleistung machen kann).
Auch nicht unterschätzen sollte man die Abrisskosten für Fertighäuser aus dieser Zeit. Da hier eher ein Rückbau als ein Abriss stattfindet und die mehr oder weniger zahlreich vorhandenen Schadstoffe teuer entsorgt werden müssen, muss man mit Kosten im mittleren fünfstelligen Bereich rechnen (so jedenfalls die Angebote bei uns).
Den Keller möchten wir ebenfalls erhalten, da ein Abriss des Kellers - sei es dann mit neuem Keller in der vorhandenen Baugrube oder mit Verdichtung und Bauen auf Bodenplatte - voraussichtlich deutlich teurer wäre.
Geplant ist eine Ausschachtung des Kellers, um eine neue Abdichtung und Perimeterdämmung anzubringen (hier sind die Kosten aufgrund der notwendigen Erdarbeiten leider nicht zu unterschätzen, sofern man das nicht in Eigenleistung machen kann).
Auch nicht unterschätzen sollte man die Abrisskosten für Fertighäuser aus dieser Zeit. Da hier eher ein Rückbau als ein Abriss stattfindet und die mehr oder weniger zahlreich vorhandenen Schadstoffe teuer entsorgt werden müssen, muss man mit Kosten im mittleren fünfstelligen Bereich rechnen (so jedenfalls die Angebote bei uns).
S
Skyhawk17225.11.24 20:55Lihpinho schrieb:
Auch nicht unterschätzen sollte man die Abrisskosten für Fertighäuser aus dieser Zeit. Da hier eher ein Rückbau als ein Abriss stattfindet und die mehr oder weniger zahlreich vorhandenen Schadstoffe teuer entsorgt werden müssen, muss man mit Kosten im mittleren fünfstelligen Bereich rechnen (so jedenfalls die Angebote bei uns).Sind bei euch denn eindeutig Schadstoffe festgestellt worden, habt ihr eine Analyse gemacht?
In dem Thread über AB Elementhus Häuser wurde zumindest ein Test zitiert, der negativ war.
Skyhawk172 schrieb:
Sind bei euch denn eindeutig Schadstoffe festgestellt worden, habt ihr eine Analyse gemacht?
In dem Thread über AB Elementhus Häuser wurde zumindest ein Test zitiert, der negativ war.Zum einen habe ich in verschiedenen Quellen gelesen, dass man bei den frühen Fertighäusern dieser Zeit, insbesondere bei OKAL, schlichtweg davon ausgehen muss, dass Schadstoffe wie Asbest, Formaldehyde, Lindan, PCP etc. verbaut sind. Zum anderen hatten wir Jemanden da, der Schadstoffbegehungen vor Abrissen durchführt und auf potentiell schadstoffhaltige Baustoffe hingewiesen hat.
Unsere Fassade wurde glücklicherweise in den 90igern bereits saniert, sodass die dort üblichen Asbestplatten nicht mehr vorhanden sind. Asbest gibt es bei uns wohl "nur" noch an vereinzelten Stellen in Innenausbau.
Lihpinho schrieb:
Zum einen habe ich in verschiedenen Quellen gelesen, dass man bei den frühen Fertighäusern dieser Zeit, insbesondere bei OKAL, schlichtweg davon ausgehen muss, dass Schadstoffe wie Asbest, Formaldehyde, Lindan, PCP etc. verbaut sind. Zum anderen hatten wir Jemanden da, der Schadstoffbegehungen vor Abrissen durchführt und auf potentiell schadstoffhaltige Baustoffe hingewiesen hat.Ich weise bei dieser Gelegenheit gerne nochmals auf meine Warnung davor hin, beispielsweise Spanplatten mit einer Bindemittelbelastung die inzwischen abgeklungen ist gegen "frische" auszuwechseln, deren heutige niedrigere Grenzwerte dennoch erheblich über den Restbelastungen der alten liegen können. Das triebe den Teufel mit dem Beelzebub aus.https://www.instagram.com/11antgmxde/
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