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ᐅ Können wir uns kein Haus leisten??


Erstellt am: 08.06.12 23:08

B
basementmedia
08.06.12 23:08
Hallo zusammen,

ich bin gerade fiebrig am kalkulieren, ob wir uns ein Haus Leisten können und kann das, was ich da gerade zusammengerechnet habe irgendwie nicht glauben.

Zum Einen hat meine "Was kostet ein Auto"-Recherche ergeben, dass ein Auto (inkl. Wertverlust, Steuer,etc) wohl um die 400 Euro pro Monat kostet wo wir mit zwei Autos also bei ca. 800 liegen würden.

Meine "Was kostet ein Haus"-Recherche hat ergeben, dass ein Eigenheim ca. 500 Euro pro Monat kostet (Steuer/Versicherungen/Abwasser/Strom/Heizung/Schornsteinfeger/etc.).

Dann kommen meine geschätzten Lebensmittelkosten von ca. 500 Euro dazu.

Somit wären wir bei einem Betrag von 1800 Euro!

Aber das ist ja noch lange nicht alles: Dazu kommen ja dann noch die Berufsunfähigkeits-Versicherung (Ich + Frau), Unfallversicherung (Ich+Frau+Kind 1+Kind 2), Familien-Haftpflicht, Rundfunkgebühr, Handy, Kindergartenbeitrag und und und. Das macht bei uns noch mal ca. 650 Euro.

Somit wären wir bei monatlichen Ausgaben von 2450 Euro.

Da haben wir ja jetzt noch nicht mal mit einberechnet, dass man auch mal weg gehen will (Kino, Kneipe, etc.).

Wenn man nun noch davon ausgehen will, dass man für ein Standard-Haus mit ca. 150-160 qm im Monat eine Rate von ca. 800 Euro abzahlen will (das muss ich mindestens berappen, wenn ich irgendwann mal vor der Rente schuldenfrei sein will) muss der monatliche Nettoverdienst ja bei 3250 Euro liegen!

Nun kenne ich aber jede Menge Leute (mich eingeschlossen), die keine 3250 Euro NETTO verdienen, die aber trotzdem ein Haus gebaut haben und anscheinend halbwegs über die Runden kommen.

Somit wäre die Frage: Wo liegt der Fehler in der oberen Rechnung? Oder stimmt das alles und ich sollte kein Haus bauen?

Bin für jeden Tipp und eine rege Diskussion dankbar.

Viele Grüße

Daniel
W
wadi1982
09.06.12 11:26
Hab gerade mal meine Kalkulation raus gekramt.
Das hat denke ich viele Faktoren. Wo lebt ihr z.B. ? Regional ist das natürlich recht unterschiedlich.
Dann noch die einfachste Möglichkeit. Weißt du was die Bekannten pro Monat an Finanzierung zurückzahlen ? Vielleicht sind die dann einfach vor der Rente nicht Schuldenfrei ?

Thema Auto: Hier kommt es z.B. stark auf den Arbeitsweg an. Mein Frau und ich haben den gleichen Arbeitgeber, brauchen daher nur ein Auto und dazu kommt noch der kurze Arbeitsweg von knapp 10 km. Mit Rücklage für Reparaturen kommen wir auf 200 € / Monat.

Thema Haus: Das ist denke ist regional recht unterschiedlich. Wir kalkulieren aktuell mit 400 € / Monat, allerdings ohne Kinder. -> Ich denke da liegst du schon recht gut

Thema Lebensmittel: Wir kommen aktuell ohne Probleme mit ca. 300 € im Monat hin. -> Mit Kindern denke ich passt deine Kalkulation auch

Sonstiges: Hier kommen wir aktuell auf knapp 450 € -> Mit Kindern sollte das bei dir dann auch passen.

Leider glaube ich das du keinen Fehler in der Rechnung hast. Was euch denke ich "das Knick brechen tut" sind die Autos.
K
KnappeKiste
09.06.12 14:44
Ich habe hier nun schon viele Einträge mit ähnlichem Inhalt gelesen und so richtig klar ist mir die Fragestellung selten.
Es ist doch völlig egal, wie viel ihr fürs Leben verbraucht, entscheidend ist doch, wie viel am Ende übrig ist. Nur dann wird doch klar, was finanzierbar ist und was nicht.
Die Entscheidung ein Haus zu bauen, trifft man ja nicht über Nacht. Nach einem halben Jahr Haushaltsbuch und Excel-Tabelle ist man doch schon viel weiter.


Mein persönliches Beispiel:

Ich "überwache" seit 1,5 Jahren unsere laufenden Kosten und im Mittel sind 700 € über. wir haben eine Kaltmiete von ca. 450 €. Abzüglich der Hausnebenkostensteigerung zu den Nebenkosten bei der Wohnung (Rücklagen, höhere Wohnfl. zu bewirtschaften bzgl. Strom, Heizung, Wasser und Versicherung etc.) wäre also eine Kreditrate von 900 € das Maximum.
Jetzt legt man für sich fest, bis wann man so abzahlen will und bedient sich dann eines Rechners im Internet. Eigenkapital gilt es noch zu verrechnen, dazu die Baunebenkosten (Gibt es gute Beiträge hier im Forum!) nicht vergessen und vor allem nach Zinsbindung ruhig etwas zum heutigen Zinssatz drauflegen. Das Ganze ist dann ein erster Anhalt, genauer rechnet es dann der Profi.
Das ganze hat dazu geführt, dass ein 160 qm Haus selbst bei 4100 € Familiengehalt (2. Erw. mit sicherem Gehalt, einer Teilzeit, + 2 Kinder) und einem Eigenkapital das nach Nebenkostenabzug noch 10 % Haus leisten kann, einfach nicht „ordentlich“ darstellbar ist.

Dein Einwurf, dass du Familien kennst, die mit weniger bauen, ist vollkommen richtig. Zum einen gibt der Markt für Zwangsversteigerungen eine Menge her, da sind viele bei, die auf Knirsch gebaut und finanziert haben; zum anderen gibt es auch viele, die fürstlich im eigenen Haus residieren und in zehn Jahren auf eine Woche Urlaub in Dänemark kommen. Da wird dann überall gespart, auch an den Kindern (Kennt vermutlich jeder die Preise, wenn die ganze Familie in den Zoo geht). Muss dann halt am Ende jeder selbst entscheiden, wie sein Leben in den nächsten 20-30 (!!!!!!) Jahren aussehen soll.
Wir haben uns jedenfalls für eine Hausnummer kleiner entschieden und suchen jetzt nach einer vernünftigen Bestandsimmobilie (REH/Doppelhaushälfte).
P
perlenmann
11.06.12 10:10
Also an sich sind deine Rechnungen korrekt.
Die HausNK könnten etwas niedriger sein, der Lebensmittel Posten evtl auch etwas (ist ja jeder selber Herr was er ist, und wie oft er zb badet und 24Grad Zimmertemperatur hat. Je nach Region ist das natürlich auch noch unterschiedlich).
Auto, denke ich hast du (Je nachdem was Du hast) auch richtig gerechnet. Ein Auto kostet nun mal nicht nur Benzin!
Zum Netto kommt ja noch Kindergeld.
Ich hab das auch über eine Liste mal alles aufgeschlüsselt, und dagegen kann man auch noch mal Warmmiete+ Sparbetrag= Rate+Nebenkosten+ Rücklage.
Deine Familien haben entweder so ein hohes Gehalt, weniger bis keine Auto Kosten und/oder höheres Eigenkapital?!
S
Shism
11.06.12 13:48
Zum Einen hat meine "Was kostet ein Auto"-Recherche ergeben, dass ein Auto (inkl. Wertverlust, Steuer,etc) wohl um die 400 Euro pro Monat kostet wo wir mit zwei Autos also bei ca. 800 liegen würden.

Sprit habt ihr da schon mit drin? wenn nein finde ich 400 bissel viel... da kann man billiger wegkommen..
Meine "Was kostet ein Haus"-Recherche hat ergeben, dass ein Eigenheim ca. 500 Euro pro Monat kostet (Steuer/Versicherungen/Abwasser/Strom/Heizung/Schornsteinfeger/etc.).

Was habt Ihr hier als Rücklagen gerechnet? weil ohne ordentlich Rücklagenanteil kommt mir der Betrag auch etwas hoch vor... die Heizkosten sind bei einem modernen Neubau ja recht gering...

Wenn man nun noch davon ausgehen will, dass man für ein Standard-Haus mit ca. 150-160 qm im Monat eine Rate von ca. 800 Euro abzahlen will (das muss ich mindestens berappen, wenn ich irgendwann mal vor der Rente schuldenfrei sein will)

??? also für 800€/Monat kannst du evtl die Zinsen zahlen, aber für Tilgen bleibt da nimmer viel über...
kommt natürlich auf dein Eigenkapital an und was ihr für Grundstückspreise habt aber wenn ich von Eigenkapital in Höhe der Nebenkosten ausgehe und für Haus+Grundstück mal mit 300000 rechne dann kostet dich die Finanzierung dieser Summe, abhängig vom Zinssatz, bereits +-800€!

Wenn du vor der Rente fertig sein willst würde ich eher so mit 1100+ rechnen... (abhängig von deinem Alter natürlich!)
Nun kenne ich aber jede Menge Leute (mich eingeschlossen), die keine 3250 Euro NETTO verdienen, die aber trotzdem ein Haus gebaut haben und anscheinend halbwegs über die Runden kommen.

Somit wäre die Frage: Wo liegt der Fehler in der oberen Rechnung? Oder stimmt das alles und ich sollte kein Haus bauen?

Wenn Ihr zusammen, inklusive Kindergeld, keine 3250€/Monat habt dann wirst du dich wirklich damit abfinden müssen kein 150-160m² Haus bauen und noch 2 Kinder + 2 Autos unterhalten zu können...

Evtl kommst du über Förderprogramme für junge Familien an günstige Zinssätze, so dass ihr mit deinen 800€ in den ersten 10-15 Jahren auskommt aber auch dann sollte man eben auf min 3000+ kommen um überhaupt an Hausbau zu denken...

Es klingt hart aber so ist heutzutage die Realität... mit 1 "Durchschnittseinkommen" und 1 Halbtagsjob von der Frau ist das oft eine knappe Kiste... wenn die Frau später Vollzeit arbeiten kann bzw es berufliche Aufstiege gibt ist dann meist wieder etwas Luft zum atmen da, aber vorher kann es ganz schön eng werden...

Auf wie viel Monatsnetto kommt ihr denn wenn man fragen darf? bzw was hast du als Hausbaukosten angenommen?
D
Der Da
11.06.12 13:49
Deine Rechnung ist natürlich sehr persönlich. Wir brauchen sicher keine 400€ im Monat für unser Auto, aber brauchen definitiv mehr für Lebensmittel. 500€ Nebenkosten für ein effizient gebautes Haus, mit niedrigen Heizkosten. Ich glaube 300 sind da realistischer, aber kommt eben ganz stark auf die Gegend an. Alleine der Wasserpreis liegt regional ganz weit auseinander. Aber bei 800€ jeden Monat für Autos würde ich doch nachdenklich werden. Muss das wirklich sein, oder rechnet sich jetzt hier das öffentliche Verkehrsmittel nicht? Ich meine wenn mich jemand fragt: Haus oder Auto, gewinnt das Eigenheim... Carsharing, und günstige Kleinwagen machen es möglich.

Leute die unter 3000 netto anfangen zu Bauen, halte ich eh für sehr risikofreudig. Oder sie mögen Ihre Bank so sehr, dass Sie der Bank für 250 000 Kredit gerne die 750 000 zurückzahlen, und eben bei 1% Tilgung bleiben. ich für meinen Teil plane das Haus innerhalb der ersten 20 Jahre abbezahlt zu haben.
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